Behörden warnen eindringlich

„Entsetzlich“: US-Wettermann ringt bei Hurrikan-Prognose live im TV mit den Tränen

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Florida droht der nächste schwere Hurrikan. Millionen Menschen werden evakuiert. Eine TV-Übertragung gewährt seltene Einblicke in die Gefühlslage vor Ort.

München – Erst vor wenigen Tagen hat der Hurrikan „Helene“ in Florida für schwere Verwüstungen gesorgt. Hunderte Menschen verloren dabei ihr Leben. Nun muss sich die Bevölkerung des US-Bundesstaates erneut auf schweres Unwetter einstellen: Hurrikan „Milton“ ist auf dem Weg in Richtung Festland. Die Einschätzung eines TV-Experten zeigt, wie ernst die Lage ist. Bei der Liveübertragung kämpft er mit seinen Emotionen.

Hurrikan „Milton“ rollt auf USA zu – Wind mit bis zu 290 Kilometer pro Stunde

In den sozialen Medien informiert das National Hurricane Center in kurzen zeitlichen Abständen über den Hurrikan. Am frühen Dienstagmorgen (8. Oktober) erklärte der Wetterdienst: „Hurrikan Milton bleibt ein äußerst gefährlicher Hurrikan der Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von 180 Meilen pro Stunde (ca. 290 km/h, d.R.)“ – die höchste Kategorie für einen Hurrikan.

Zwar soll die Stärke laut Experten wieder etwas abnehmen, dennoch wird die Bevölkerung eindringlich gewarnt: „Prognosen zufolge bleibt der Hurrikan ein äußerst gefährlicher Hurrikan, wenn er am Mittwochabend Florida erreicht.“ Daten des National Hurricane Center zeigen, dass „Milton“ derzeit über dem Golf von Mexiko steht (Stand 8. Oktober, 11.15 Uhr).

„Äußerst ernste Gefahr für Florida“: Hurricane Center warnt Bevölkerung vor „lebensbedrohlicher Situation“

Es handel sich dabei um eine „äußerst ernste Gefahr für Florida“. Das Hurrikane Center erklärt: „Für Teile der Westküste der Florida-Halbinsel gelten Hurrikan- und Sturmflutwarnungen. Es handelt sich um eine äußerst lebensbedrohliche Situation.“

Der Hurrikan „Milton“ wütet über dem Golf von Mexiko und wird am Mittwoch in Florida erwartet.

TV-Meteorologe kämpft mit Emotionen als er über Hurrikan „Milton“ spricht

Wie ernst die Lage ist, zeigt eine TV-Übertragung mit Meteorloge John Morales. Er gilt laut US-amerikanischen Medien als der dienstälteste TV-Meteorologe der Vereinigten Staaten. Für gewöhnlich sei der Experte in seiner Berichtserstattung seriös und unaufgeregt. In einem Gespräch mit der National Broadcasting Company (NBC) ordnet er das Geschehen ein.

Er erklärt: „Das ist wirklich ein unglaublicher, unglaublicher, unglaublicher Hurrikan“. Als er weiter spricht, verschlägt es ihm die Sprache. Er schnauft durch und scheint kurz danach mit den Tränen zu kämpfen. Morales entschuldigt sich noch während der Liveübertragung: „Ich entschuldige mich, das ist entsetzlich“.

In den sozialen Medien sorgt der Auftritt von Morales für viel Aufmerksamkeit. Die Kommentare zeigen auch, wie besorgniserregend die Lage ist. Ein User kommentiert: „Wenn schon einer der erfahrensten Experten des Landes so mit den Tränen zu kämpfen hat, dann sollten wir uns wirklich auf das Schlimmste einstellen“.

Floridas Autobahnen in Richtung Norden stauen sich – Millionen Menschen zur Evakuierung aufgefordert

Aktuelle Videos aus Florida bestätigen das. Die Behörden haben Millionen Menschen zur Evakuierung aufgefordert. Videos zeigen, dass die Autobahnen Richtung Norden derzeit vielerorts kilometerweit gestaut sind – an einigen Stellen ist der Verkehrsfluss komplett unterbrochen, während die Gegenfahrbahn wie leergefegt ist.

Die sogenannte Atlantische Hurrikansaison ist im vollen Gange. Die Hurrikans „Helene“ und „Milton“ sind nicht die einzigen Beweise dafür. Auch Europa muss sich in den kommenden Tagen auf schwere Auswirkungen des Hurrikans „Kirk“ einstellen. Laut Experten drohen ab Donnerstag sogar in Deutschland deshalb schwere Gewitter und Tornados. Auch Ex-Hurrikan „Isaac“ ist auf dem nach Europa und bereitet Meteorologen Sorgen. (bk)

Rubriklistenbild: © dpa/Screenshot

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