VonAntonio José Rietherschließen
In den vergangenen Tagen gab es in Südosteuropa mehrere Erdbeben, besonders in den Balkanländern macht sich derzeit Sorge breit.
Bukarest – Die Erdbebenkatastrophe in der Türkei und in Syrien vor elf Tagen forderte bereits über 44.000 Tote und mehr als doppelt so viele Verletzte. Ganze Städte wurden durch das Beben dem Erdboden gleichgemacht, nun wächst auch im restlichen Europa die Angst vor weiteren derartigen Katastrophen. Nur wenige Tage später ereigneten sich sowohl in Kroatien als auch in Rumänien jeweils Erdbeben. In den umliegenden Ländern – besonders auf dem Balkan – sind die Sorgen groß.
Erdbeben-Angst auf dem Balkan: Zwei Beben in Rumänien auch in Serbien spürbar
Anfang der Woche erschütterten zwei Erdbeben Rumänien. Am Montag sowie am Dienstag bebte die Erde in der Stadt Targu Jiu, wo die bisher stärkste Erdbebenstärke im Süden Rumäniens mit 5,7 auf der Richterskala gemessen wurde. Das Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion erreichte Stärken von 7,6 und 7,7. In Targu Jiu wurden Berichten zufolge mehr als 50 Gebäude beschädigt, darunter auch das Rathaus. Herunterfallende Dachziegel trafen Autos.
Auch in den umliegenden Ländern, besonders den beiden Nachbarländern Bulgarien und Serbien, waren die Erdbeben spürbar.„Es wächst die Angst vor dem Beben!“, hieß es am Mittwoch auf der Titelseite der Belgrader Boulevardzeitung Blic. Tatsächlich berichtete etwa die Frankfurter Rundschau von panikartigen Szenen in Serbien, besonders in Grenzregionen. Zudem wurden Erdstöße in Griechenland, Albanien, Bulgarien und Kroatien vernommen.
Erdbeben auf kroatischer Insel Krk: Ausläufer in mehreren Balkanländern registriert
Doch nicht nur die Erdstöße in Rumänien wirkten sich auf die Balkanländer aus. Auch in Kroatien, genauer gesagt auf der Insel Krk, ereignete sich am vergangenen Donnerstagvormittag ein Erdbeben der Stärke 5,3. Sogar in Österreich wurde das Erdbeben vernommen, doch auch Bosnien und Herzegowina, Italien und Slowenien waren von den Ausläufern des Bebens betroffen, wie heute.at berichtet.
Anders als in der Türkei und in Syrien bleib das Beben in Krk ohne weitreichende Folgen. So kursierten lediglich Bilder von beschädigten Häuserwänden in den sozialen Medien, Berichte über Verletzte gab es ebenfalls nicht. Dennoch ist die Region in Angst, auch weil es in den letzten Jahrzehnten bereits einige Erdbebenkatastrophen gegeben hatte. So sind die schweren Beben von 1977 in Bukarest sowie der Erdstoß von 1963 in Skopje in Nordmazedonien noch in den Köpfen präsent.
Die Katastrophen der jüngeren Zeit befeuern die Sorgen zusätzlich. So forderte ein Beben in Albanien 2019 mehr als 2000 Verletzte, zudem starben über 50 Menschen. 2020 gab es außerdem zwei weitere Erdbeben im kroatischen Zagreb und Petrinje. (ajr)
Rubriklistenbild: © Kyodo News/imago

