VonJennifer Lanzingerschließen
Der Sommer legt eine Pause ein, das Wetter bleibt vorerst trüb und nass. Auch zum Wochenbeginn zieht sich ein Regenband quer über Deutschland. Die aktuellen Aussichten.
Offenbach - Statt brütender Hitze und unzähligen Sonnenstunden zeigt sich der Sommer in Deutschland aktuell von seiner nassen Seite. Vielerorts verdunkeln aktuell Wolken den Tag, Gewitter und auch Hagel trüben zusätzlich in vielen Regionen das sommerliche Bild. Die Wetter-Prognosen zeichnen für die kommenden Tage kein freundlicheres Bild, auch der August startet mit wechselhaften Aussichten.
Wie der Deutsche Wetterdienst am Samstag erklärte, bleibe das Wetter in den kommenden Tagen unbeständig. Schuld daran ist das Tief „Ventur“ mit Zentrum bei Schottland. „Ventur“ sorgte auch am Wochenende für mäßig warme und sehr feuchte Atlantikluft in Deutschland, teils kräfte Schauer und Gewitter waren die Folge.
Wetter in Deutschland: Starkregengefahr und kleine Überflutungen - Sommer legt Pause ein
„Lokal besteht dabei Starkregengefahr: In nur wenigen Minuten können 10 bis 20 Liter auf den Quadratmeter fallen, was vereinzelt und kurzzeitig zu kleineren Überflutungen führt“, sagte DWD-Meteorologe Robert Hausen am Samstag. Das Unwetterrisiko sei dabei nur gering und betreffe vornehmlich den Osten und Süden des Landes. Obwohl sich am Sonntag das Tief langsam Richtung Skandinavien verabschiedet, muss mit trüben Aussichten auch weiterhin Vorlieb genommen werden.
Vor allem noch im Norden und Nordwesten sowie von der Lausitz bis zu den Alpen sorge es weiterhin für sehr wechselhaftes und windiges Wetter mit teils kräftigen Schauern und Gewittern. „In den übrigen Gebieten beruhigt sich das Wetter vorübergehend etwas - ohne aber, dass man von nennenswertem Zwischenhocheinfluss reden kann“, so der DWD-Experte. Die Höchstwerte liegen laut DWD meist zwischen 20 und 26 Grad.
Im aktuellen Warnlagebericht des DWD sprechen die Wetter-Experten am Sonntag unter anderem von Gewittern mit Starkregen, die sich im Lauf des Sonntags in den Osten und Südosten zurückziehen. Doch auch mit kleinkörnigem Hagel und Starkregen muss demnach gerechnet werden. Auch im Norden gebe es es Gewitter, Graupel und stürmische Böen.
Wetter: Wochenstart bleibt trüb und nass - Regenband zieht sich weiter über zahlreiche Regionen
Und so bleibt auch der Start in die neue Woche vielerorts nass. Schuld daran sind dann die Ausläufer von Tief „Wenzeslaus“. Sie sorgen Hausen zufolge speziell in der Nordhälfte in der Nacht zum Montag und am Montag selbst für länger anhaltende und kräftige Regenfälle. Betroffen sei vor allem das nördliche Niedersachsen bis nach Bremen und Hamburg. „Verbreitet fallen 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter binnen 24 Stunden, im benannten Schwerpunktstreifen teils über 30 Liter pro Quadratmeter.“
Südlich des Mains bekomme man davon nicht viel mit. Dort bleibe es bei zeitweiligen Auflockerungen weitgehend trocken. „Allerdings wird spätestens zum Dienstag auch der Süden wieder nass“, sagte Hausen voraus. Eine Umstellung der Wetterlage ist dem Meteorologen zufolge auch in der ersten Augustwoche nicht in Sicht.
Nicht nur in Deutschland schwächelt der Sommer aktuell. In den Alpen fiel nun mitten im Hochsommer Schnee. Die Touristen zeigten sich von den Schneewehen in Tirol überrascht – Meteorologen bleiben indes unbeeindruckt. In Griechenland versuchen währenddessen nach wie vor hunderte Einsatzkräfte die Flammen zu bekämpfen. Vor allem auf Rhodos und Korfu besteht weiterhin große Gefahr.
