Lebensgefahr droht

Extremer Winter-Einbruch in Österreich: Mehr als 1 Meter Neuschnee erwartet – eindringliche Warnung an Autofahrer

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  • Diana Serbe
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Meteorologen prognostizieren für Österreich gewaltige Schneefälle über die Feiertage. Für eine beliebte Region gilt die höchste Warnstufe.

Update vom 22. Dezember, 16.06 Uhr: Warnstufe Violett rund um den Arlberg in Österreich. Enorme Schneemengen treffen die Transit- und Urlaubsregion rund um Weihnachten. Auch im restlichen Land herrscht verbreitet Winterchaos.

Zahlreiche Straßen in Tirol und Salzburg mussten am Nachmittag für Räumungsarbeiten gesperrt werden, informiert der ÖAMTC.

Österreich erwartet enorme Schneemengen rund um die Weihnachtsfeiertage: Am Sonntag (22. Dezember) kam es zu den ersten Sperren wegen Räumungen. (Symbolbild)

Schnee-Chaos trifft wichtige Urlaubsrouten in Österreich: Warnung auf Brenner- und Tauern Autobahn

Zu Staus und Verkehrsbehinderungen kommt es auch auf den wichtigen Urlaubsrouten. Der ÖAMTC warnt vor schwierigen Fahrbedingungen auf der Brennerautobahn (A13) zwischen Stubaital und der äußeren Nösslachbrücke, hier herrscht akutell Stau.

Betroffen ist außerdem die Tauern Autobahn (A10). Zwischen Ofenauer Tunnel und Herbergstunnel sorgt Blockabfertigung für Stau und auf der Autobahn Südosttangente Wien (A23) ist der linke Fahrstreifen Richtung Kagran gesperrt. Die Brennerautobahn AG warnt zudem vor starkem Schneefall zwischen Brixen und Bozen Nord in Südtirol.

Abgesehen davon gelten für Touristen etliche Abfahrtssperren aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zu den Feiertagen. Besonders viele auf der Arlberg Schnellstraße (S16).

Erstmeldung vom 22. Dezember, 12.40 Uhr: Salzburg – Schnee an Weihnachten ist mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr. Weiße Weihnachten kommen nun aber unverhofft gewaltig: Die Anweisungen der lokalen Behörden sollten unbedingt befolgt werden. Vom 22. Dezember an gilt besondere Vorsicht, in einigen Regionen besteht im Freien sogar Lebensgefahr.

Wetter-Warnung wegen Schnee in Österreich ausgerufen – Stufe Violett in einer Region

Über die Weihnachtsfeiertage 2024 könnte sich Süddeutschland und Österreich erneut in ein weißes Wunderland verwandeln. Aber Achtung: Nach Schneemassen, die 2023 für Chaos an Weihnachten rund um München sorgten, ist die nächste „Schneebombe“ in Sicht – bis ins Flachland soll es schneien. In Österreich gilt eine akute Wetter-Warnung. Auch deutsche Urlauber, die über die Feiertage in die Alpenrepublik reisen, sollten diese dringend beachten.

Gezuckerte Dächer, verschneite Straßen: Bilder aus München nach massivem Wintereinbruch

Schnee-Idylle im Westend.
Schnee-Idylle im Westend.  © Privat
Am Freitagmorgen ist auch der Stadtteil Thalkirchen weiß gezuckert.
Am Freitagmorgen ist auch der Stadtteil Thalkirchen weiß gezuckert.  © Privat
Starker Schneefall am Donnerstag, strahlend blauer Himmel am Freitag: Das Wochenende in München verspricht, sonnig zu werden.
Starker Schneefall am Donnerstag, strahlend blauer Himmel am Freitag: Das Wochenende in München verspricht, sonnig zu werden. © Privat
Der Hauptbahnhof München bei Kaiserwetter am Freitagmorgen.
Der Hauptbahnhof München bei Kaiserwetter am Freitagmorgen.  © Privat
Shopping trotz Schneefall: Menschen am Donnerstag in der Theatinerstraße in der Münchner Innenstadt.
Shopping trotz Schneefall: Menschen am Donnerstag in der Theatinerstraße in der Münchner Innenstadt. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Weiß bedeckte Fahrräder in der Maximilianstraße: Ob ihre Besitzer wohl mit so viel Schnee gerechnet haben?
Weiß bedeckte Fahrräder in der Maximilianstraße: Ob ihre Besitzer wohl mit so viel Schnee gerechnet haben? © Felix Hörhager/dpa
Die ersten Schneeräumfahrzeuge sind unterwegs, hier am Donnerstagabend in der Ludwigsstraße.
Die ersten Schneeräumfahrzeuge sind unterwegs, hier am Donnerstagabend in der Ludwigsstraße. © Felix Hörhager/dpa
Auf den Straßen vor dem Siegestor konnte sich der Schnee am Donnerstagabend nicht lange halten.
Auf den Straßen vor dem Siegestor konnte sich der Schnee am Donnerstagabend nicht lange halten. © Felix Hörhager/dpa
Auch vor der bayerischen Staatskanzlei ist der Winter eingekehrt.
Auch vor der bayerischen Staatskanzlei ist der Winter eingekehrt. © Felix Hörhager/dpa

Laut UBIMET-Unwetterzentrale (Sitz in Wien) gilt die Warnstufe Orange für die Bundesländer Salzburg, Tirol und einige Regionen in der Steiermark und in Kärnten. Warnstufe Rot gilt in Vorarlberg und im Außerfern. Rund um den Arlberg wurde die allerhöchste Warnstufe Violett verhängt. Bei den vier amtlichen Wetterstufen weist Violett auf lebensgefährliche Situationen hin und warnt vor großen Schäden und Zerstörungen. Menschen sollten während dieser Zeit Aufenthalte im Freien meiden.

Autofahrten wegen Schnee-Chaos dringend unterlassen

Der meteorologische Dienst GeoSphere Austria weitet die Warnung aus für einen Streifen vom Mariazellerland über das Salzkammergut und schließt fast die kompletten Bundesländer Salzburg und Tirol sowie ganz Vorarlberg ein für eine Schneewarnung. Die schneereiche Wetterlage soll sich vorerst vom 22. Dezember bis zum 25. Dezember an der Alpennordseite halten. 60 Zentimeter bis ein Meter Neuschnee kann auf den Bergen liegen bleiben. Die Lawinengefahr steigt. Aber auch bis in tiefe Lagen soll es winterlich werden.

Neuschnee hat für Autofahrer auch eine unromantische Seite.

Gewarnt wird auch vor starkem Wind. Am Bodensee, im Außerfern und im westlichen Donauraum sind tagsüber stürmische Böen möglich. Wer nicht nach draußen muss, sollte unnötige Aufenthalte im Freien und Autofahrten vermeiden. Auf den Straßen herrscht erhöhte Unfallgefahr. Die Experten appellieren an Verkehrsteilnehmer: Geschwindigkeit reduzieren, Überholmanöver vermeiden und mehr Abstand als gewöhnlich einhalten. In einigen Regionen Deutschlands fehlt der Schnee indes: In einem Skigebiet wurde jetzt die Ski-Saison gar nicht erst eröffnet. (diase)

Rubriklistenbild: © Alex Halada/Imago

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