Ein Toter, 71 Verletzte

Ein Toter, dutzende verletzt nach heftigen Turbulenzen von Boeing-Maschine – Auch Deutscher unter den Passagieren

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Während eines Fluges von London nach Singapur kommt es zu starken Turbulenzen. Fluggäste werden gegen die Decke geschleudert. Ein Passagier stirbt, viele werden verletzt.

Update vom 21. Mai, 20.36 Uhr: Nach wie vor ist nicht bekannt, ob der deutsche Passagier an Bord der verunglückten Singapore-Airlines-Maschine ebenfalls verletzt wurde. Die Behörden in Thailand, wo das Flugzeug nach heftigen Turbulenzen und einem medizinischen Notfall notlanden musste, korrigierte die Zahl der Verletzten nach oben. Das schreibt das britische Nachrichtenportal Mirror.

71 Fluggäste nach Turbulenzen im Krankenhaus – sieben Personen im Lebensgefahr

Nach derzeitigen Stand würden 71 Fluggäste in Krankenhäuser behandelt werden. Sieben Personen befänden sich derzeit noch im kritischen Zustand. Ein Mann (73) starb mutmaßlich infolge eines Herzinfarkts. Er soll Vorerkrankungen gehabt haben, heißt es. Seine Frau, die ebenfalls mitgereist war, wurde den Behörden-Informationen zufolge verletzt.

Während der Essensausgabe sackte das Flugzeug plötzlich stark ab, etwa nach zwanzig Flugstunden der Reisezeit. Gegenüber der britischen Radio-Show BBC Radio 5 Live sagte ein Passagier, dass die Turbulenzen ohne große Vorwarnungen eingesetzt hatten. „Das nächste, an das ich mich erinnere ist, dass ich mit Kaffee überschüttet war. Während der wenigen Sekunden, in denen das Flugzeug abstürzte, herrschte an Bord furchtbares Geschrei“, so der Fluggast. Außerdem habe er ein Geräusch gehört, das sich wie ein dumpfer Schlag angehört habe.

Heftigen Turbulenzen von Boeing-Maschine fordert ein Menschenleben – Auch Deutscher unter den Passagieren

Updates vom 21. Mai, 18.06 Uhr: Wie Singapore Airlines auf ihrer Facebook-Seite bestätigte, befand sich in der Unglücksmaschine von Dienstag (21. Mai) auch ein Passagier aus Deutschland. Alter, Geschlecht und Identität sind nicht bekannt. Auch ist nicht klar, ob die deutsche Person unter den Verletzten ist.

Dagegen bestätigte die Airline den Tod eines Fluggastes. Laut Informationen des Mirror handelt es sich dabei um einen 73-jährigen Briten, der bei den heftigen Turbulenzen wohl einen Herzinfarkt erlitten hatte. Die Maschine habe nach fast zwanzig Stunden Flugzeit drastisch an Höhe verloren, binnen weniger Minuten sei der Flieger um 6000 Fuß (ca. 1800 Meter) abgesackt.

Dutzende Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken bezeugen die traumatischen Erlebnisse, von denen allerdings noch nicht alle unabhängig geprüft wurden. Sky News teilt auf X (ehemals Twitter) ein Clip davon, wie es nach den heftigen Turbulenzen in der Maschine ausgesehen hatte. Wie der Mirror weiter schreibt, nutzte Singapore Airlines eine 16 Jahre alte Boeing-Maschine vom Typ 777.

„Plötzlich fing das Flugzeug an, sich zu neigen und zu schütteln“: Boeing-Passagier berichtet über Tragödie

Update vom 21. Mai, 15.07 Uhr: Nach dem tödlichen Flugzeug-Unglück einer Boeing 777 von Singapore Airlines gibt es nun erste Zeugenberichte zum tragischen Vorfall. Ein 28-jähriger Student erzählt gegenüber Reuters über die Minuten, in denen das Flugzeug in Turbulenzen geriet: „Plötzlich fing das Flugzeug an, sich zu neigen und zu schütteln. Also stellte ich mich darauf ein, was passieren würde und auf einmal gab es einen sehr dramatischen Abfall, so dass jeder, der saß und keinen Sicherheitsgurt trug, sofort gegen die Decke geschleudert wurde“, gab Dzafran Azmir der Nachrichtenagentur zu Protokoll.

Wie heftig der Aufprall der Passagiere wohl gewesen war, zeigen weitere Ausführungen Azmirs: „Einige Leute schlugen mit dem Kopf auf die Gepäckablage und verbeulten sie, sie trafen die Stellen, an denen sich die Lampen und Masken befinden, und durchbrachen sie direkt“, sagte er zu Reuters.

Indes berichtet der singapurische Nachrichtensender CNA, dass es sich bei dem verstorbenen Passagier um einen 73-jährigen Briten handeln dürfte. Dies soll der Geschäftsführer des Suvarnabhumi Airport auf einer Pressekonferenz bestätigt haben. Demnach sei es wahrscheinlich, dass der Passagier infolge eines Herzinfarkts gestorben war. Sieben weitere Fluggäste seien lebensgefährlich verletzt worden, darunter ein Mitglied des Bordpersonals.

Boeing-Maschine von Singapore Airlines gerät in Turbulenzen: Fluggesellschaft bestätigt Verletze und Todesopfer

Erstmeldung vom 21. Mai, 13 Uhr: Der Flieger der Singapore Airlines war am Montag (20. Mai) von London (Heathrow) in Richtung Singapur gestartet. Dabei kam es nach Angaben der Fluggesellschaft allerdings zu schweren Turbulenzen. „Wir können bestätigen, dass es Verletzungen und ein Todesopfer an Bord der Boeing 777-300ER gibt“, heißt es bei Facebook.

Ein Passagier ist verstorben, weitere wurden verletzt

Schwere Turbulenzen während Flug nach Singapur: Ein Toter, mehr als 30 Verletzte

Mehr als 30 Menschen sollen verletzt worden sein. An Bord befanden sich zu diesem Zeitpunkt 211 Passagiere und 18 Crewmitglieder. Nach der Tragödie wurde das Flugzeug nach Bangkok umgeleitet und landete am Dienstag (21. Mai) um 15.45 Uhr (Ortszeit). „Singapore Airlines spricht der Familie des Verstorbenen ihr tiefstes Beileid aus“, räumt die Airline ein.

In Bangkok arbeitet die Airline mit den Behörden zusammen, um den Verletzten „jede erdenkliche Hilfe zukommen zu lassen“, berichtete BBC. Demnach hätten die thailändischen Behörden einen Krankenwagen und Notfallteams zum Flughafen geschickt. „Ich bin zutiefst betrübt über den Vorfall an Bord des Singapore Airlines Fluges SQ321 von London Heathrow nach Singapur“, schrieb Singapurs Verkehrsminister Chee Hong bei Facebook.

Was genau an Bord des Flugzeuges passiert ist, ist derzeit noch unklar. Turbulenzen sind Verwirbelungen, die das Flugzeug erschüttern können. Verletzungen durch Turbulenzen seien sehr selten, stellte Luftfahrt-Experte John Strickland gegenüber der BBC klar. „Allerdings können schwere Turbulenzen dramatisch sein und zu schweren Verletzungen oder in diesem Fall leider zum Tod führen.“ Es sei daher ratsam, auch während des Fluges den Sicherheitsgurt anzulegen. In einem Video zeigte eine Flug-Passagierin heftige Turbulenzen während eines Fluges. (kas)

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