Corona-Pandemie

Mutante zum Corona-Herbst: Omikron BA 4.6 überwindet frühere Infektion und Impfung

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Die neue Omikron-Variante BA 4.6 bereitet Experten Sorgen. Frühere Corona-Infektionen und Boosterimpfung schützen laut Gesundheitsminister Lauterbach nicht ausreichend.

Berlin – Die meisten Corona-Infektionen in Deutschland fußen aktuell noch auf der Omikronvariante BA.5, doch eine neue Variante, die Omikronvariante BA 4.6 ist schon auf dem Vormarsch und Experten sind alarmiert. Denn in den USA wurde beobachtet, dass die neuentdeckte und bereits unter Beobachtung stehende Variante BA 4.6 frühere Infektionen und Impfungen leicht umgehen kann. Davor warnte auch am Samstagmittag, 22. Oktober 2022, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf seinem Twitterkanal.

Neue Omikron-Variante BA 4.6 bereitet Experten Sorgen: Könnte frühere Infektion und Impfung überwinden

„SARS-CoV-2 Omikron Subvarianten entwickeln sich weiter. Neue BA 4.6 Variante in US überwindet frühere Infektion und Impfung leicht. Eine Omikron Varianten Impfung ist die bessere Alternative zur Omikron Infektion, schon wegen Restrisiko von #LongCovid“, schreibt Lauterbach und bezieht sich auf einen Fachartikel über eine Laborstudie im „New England Journal of Medicine“.

Darin heißt es, dass der erwartete Nachfolger der Omikron-Variante BA.5 eben genau die Variante BA 4.6 sein könnte. Diese Variante breitet sich dem Bericht zufolge seit Wochen in den USA immer schneller aus, aktuell ist der Anteil auf 12,2 Prozent angestiegen, heißt es. Doch das ist noch nicht alles bei dieser Variante: Denn nach Ergebnissen der vorgestellten Laborstudie, kann die Variante sowohl bei Geimpften als auch bei Genesenen der Immunität entgehen.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor der neuen Subvariante BA 4.6 des Coronavirus. Laut einer Studie kann es trotz Impfung oder Genesung zu einer Coronainfektion kommen. (Archivbild)

Auch in Europa ist diese Variante bereits festgestellt worden, wenngleich der Anteil aktuell mit 1,5 Prozent recht gering ist, wie das Ärzteblatt in seinem Onlineauftritt schreibt. Dort heißt es auch, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) BA 4.6 bereits unter Beobachtung gestellt hat.

Omikron-Variante BA 4.6 bald auch in Deutschland? Bisher noch kein Anlass zur Sorge wegen Variante des Coronavirus

Zu den sogenannten „variants of concern“ (übersetzt: besorgniserregende Virusvarianten) zählt Omikronvariante BA 4.6 allerdings noch nicht, im Gegensatz zur Corona-Variante BQ.1.1. Ob die Variante BA 4.6 dazu zählen wird, wird sich laut dem Bericht des Ärzteblattes auch erst in den kommenden Wochen zeigen. Allerdings wurde bereits beobachtet, dass nach einer Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna die gemessenen Antikörper gegen BA 4.6 nur halb so hoch waren wie gegen die Omikronvarianten BA4/5. Noch höher waren die Antikörper gegen den Wildtyp des Coronavirus. Damit dürfte ein Impfdurchbruch trotz Booster bei BA 4.6 deutlich höher liegen.

Die Laborergebnisse lassen befürchten, dass Personen, die geboostert sind oder bereits eine Omikron-Infekti­on erlitten hatten, nicht ausreichend vor einer erneuten Erkrankung mit der Subvariante BA.4.6 geschützt sind. Sicher vorhersagen lässt sich dies allerdings nicht.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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