Gefährlicher Orkan rollt auf Frankreich zu – auch in Deutschland kann es stürmisch werden
VonKai Hartwig
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In Deutschland ist es derzeit vergleichsweise mild. Doch das Wetter zeigt sich kommende Woche von seiner stürmischen Seite – und es wird nass.
Kassel – In der Nacht vom 29. Oktober endete die Sommerzeit. Die Uhren wurden um eine Stunde zurückgestellt. Auch das Wetter zeigt sich so langsam von seiner herbstlichen Seite. Deutschland stehen in den kommenden Tagen stürmische Zeiten bevor – Grund ist ein gefährlicher Orkan, der vom Atlantik auf Frankreich zusteuert.
Wetter: Gefährlicher Orkan rollt auf Frankreich zu – auch in Deutschland kann es stürmisch werden
„Wir gehen in eine turbulente Wetterwoche mit einer schweren Sturm-Orkanlage in Westeuropa“, befand Meteorologe Lars Dahlstrom von wetterkanal.kachelmannwetter.com am Montag (30. Oktober). Ein Orkantief, das sich vom Atlantik ausgehend über Westeuropa rasant ausbreitet, hat laut dem Wetter-Experten „seinen Höhepunkt wahrscheinlich in der Nacht zum Donnerstag“ (2. November). Dadurch droht vor allem der französischen Atlantikküste „eine gefährliche Orkanlage“, sagte Dahlstrom. Das ICON-Wettermodell erwartet sogar Windgeschwindigkeiten von „deutlich über 150 km/h“, erklärte der Meteorologe.
Die Auswirkungen des Orkans werden wohl auch in Deutschland zu spüren sein. Laut Dahlstrom muss die Westhälfte der Bundesrepublik ab Donnerstag (2. November) damit rechnen, dass es „sehr windig und stürmisch“ wird. Die Windgeschwindigkeiten liegen zumeist bei 60 bis 70 km/h, in freien Lagen und an der Nordseeküste kann es auch mal „bis in den Sturmbereich“ von 80 km/h gehen. Die Osthälfte Deutschlands wird dagegen so gut wie nichts von dem Sturm mitbekommen.
Ab Freitag (3. November) zieht das Orkantief in Richtung Nordsee und den Südosten Großbritanniens weiter. Doch vom Atlantik zieht schon wieder das nächste Tief heran. Und könnte laut ersten Prognosen am Wochenende (4./5. November) erneut einen Orkan an Frankreichs Atlantikküste verursachen. Deutschland ist dann von weiteren Tiefdruckgebieten über Norditalien und Tschechien eingekreist.
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Wetter in Deutschland: Wechselhafte Woche mit milden Temperaturen und viel Regen steht bevor
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt in seiner Wetterprognose voraus, dass es in Deutschland in den kommenden Tagen unbeständig wird. Die Temperaturen bleiben vorerst verhältnismäßig mild für Ende Oktober und Anfang November. Nach Angaben des DWD wird es am Montag (30. Oktober) „vom Alpenrand bis zur Oberlausitz teils heiter“. Zudem bleibt es „im Nordwesten und Norden“ bei leichter Bewölkung „meist trocken“. Dagegen blüht dem Westen und der Mitte Deutschlands zeitweise Regen. Dank des Föhns wird es im Südosten noch einmal bis zu 21 Grad warm. In den regnerischen Regionen sind 12 bis 15 Grad drin, die übrigen Landesteile kommen auf 14 bis 18 Grad.
Die weiteren Aussichten für das Wetter in Deutschland im Überblick:
Tag/Datum:
Wettervorhersage:
Dienstag (31. Oktober)
im Norden und an den Alpen zunächst Regen, im Tagesverlauf Auflockerungen, am Nachmittag und Abend im Südwesten vermehrt Schauer oder kurze Gewitter, Höchstwerte 10 bis 16 Grad
Mittwoch (1. November)
Südlich der Donau heiter bis sonnig, Regen an der Nordsee und im Westen, Höchstwerte 11 bis 19 Grad
Donnerstag (2. November)
im Westen und Süden zeitweise Regen, Nordosten und Osten bleiben meist trocken, 10 bis 16 Grad
Freitag (3. November)
im Nordwesten und Westen gelegentlich, sonst vereinzelt Regen, Höchsttemperaturen 8 bis 13 Grad
Samstag (4. November)
von Westen bis über die Mitte hinweg häufig Regen, nur im äußersten Osten trocken, 8 bis 13 Grad
Sonntag (5. November)
meist stark bewölkt und schauerartiger Regen, Wolkenlücken lediglich im Norden und dem Mittelgebirge, Höchstwerte 8 bis 14 Grad
Auch in der nächsten Woche ab 6. November geht es den DWD-Vorhersagen nach „wechselhaft und windig“ weiter. Immer wieder ist Niederschlag in Form von Regen zu erwarten. Ein Wintereinbruch ist derweil noch nicht in Sicht. Vielmehr erwarten Wetter-Experten milde Temperaturen bis in den Dezember. Über die Frage, ob es etwas mit weißen Weihnachten samt Schnee wird, sind sich Meteorologen derweil noch uneinig. (kh)