Neue Reisewarnung

Gefahr in Urlaubsland Thailand: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in mehrere Regionen

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Nach heftigen Gefechten im Grenzgebiet zwischen Kambodscha und Thailand am Morgen hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für beide Länder aktualisiert.

Bangkok/Phnom Penh – In vielen Ländern weltweit kann sich die Sicherheitslage aus geografischen, politischen oder ökonomischen Gründen rasch ändern, sodass das deutsche Auswärtige Amt Reisehinweise zu vielen Staaten veröffentlicht, die es fortwährend aktualisiert. Nun sollten Reisende aufpassen, die einen baldigen Aufenthalt in Thailand planen: Am Donnerstagvormittag aktualisierte das Auswärtige Amt seine Reise- und Sicherheitshinweise für das bei vielen Südostasien-Urlaubern begehrte Thailand. Grund dafür ist der gegenwärtige militärische Konflikt an der Grenze Thailands und Kambodschas.

Thailand und Kambodscha liefern sich in Grenzgebieten militärische Gefechte

Aktuell eskaliert die Lage um ohnehin konfliktreichen Grenzgebiet Thailands und Kambodschas, und mitunter auch im Tempelbezirk Ta Muen Thom in der thailändischen Provinz Surin sowie in den Provinzen Si Sa Ket und Ubon Ratchathani. Wie die Tagesschau und mehrere internationale Medien übereinstimmend berichten, lieferten sich Truppen beider Länder am Morgen heftige Gefechte. Thailands Armee teilte zunächst mit, durch kambodschanisches Artilleriefeuer und Raketen seien mindestens acht Zivilisten getötet und 13 weitere verletzt worden. Unter den Toten soll dem Guardian zufolge auch ein Achtjähriger Junge sein.

Unklar ist bislang, von welchem Land die gegenwärtige Eskalation ausging. Kambodschas Verteidigungsministerium beschuldigte Thailand, per Luftangriff mit Kampfjets zwei Bomben auf eine Straße abgeworfen zu haben. Die Rede war von einem „rücksichtslosen und brutalen“ Angriff. Thailand kündigte inzwischen an, sämtliche seiner Grenzposten zum Nachbarland Kambodscha zu schließen. 

Auswärtiges Amt warnt dringend vor Reisen in Grenzregionen Kambodschas und Thailands

Seit dem Vormittag rät das deutsche Auswärtige Amt auf seiner Website „dringend“ von Reisen ins thailändisch-kambodschanische Grenzgebiet ab. Grund für die verschärfte Reisewarnung sind sowohl die jüngsten militärischen Gefechte beider Staaten als auch der Umstand, dass eine weitere Eskalation im Konflikt „nicht ausgeschlossen“ werden können, wie das Auswärtige Amt schreibt. Konkret rät es von Reisen in die Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla (Bezirke Chana, Na Thawi, Thepha und Saba Yoi) im Süden Thailands ab.

Vor Gefechten geflohene Thailänderinnen suchen Schutz in der Provinz Surin

Das Auswärtige Amt rät Reisenden auch:

  • sich weiterhin mittels lokaler und internationaler Medien über die aktuelle Lage in thailändisch-kambodschanischen Grenzregionen zu informieren
  • Demonstrationen und andere größere Menschenansammlungen weiträumig zu vermeiden
  • den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte Folge zu leisten

Umgekehrt hält das Auswärtige Amt die gleichen Sicherheitshinweise für Kambodscha-Reisende bereit: Da es „in der Provinz Preah Vihear und weiteren Grenzregionen“ beider Länder aktuell zu jenen militärischen Auseinandersetzungen komme, sollte auf Reisen ins Grenzgebiet zu Thailand verzichtet werden, mahnt das Auswärtige Amt. (fh)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar.com/Mikhail Kokhanchikov

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