Spanien leidet seit Tagen unter einer extremen Hitzewelle. Nach einer tropischen Nacht steht der schlimmste Tag bevor.
Madrid – Offiziell sucht Spanien die erste Hitzewelle im Sommer 2023 heim – Ende Juni. Jetzt hat der spanische Wetterdienst Aemet Alarmstufe Rot für einige Teile des Landes herausgegeben. „Wir befinden uns in einer Episode von #OlaDeCalor. Es ist der erste Sommer 2023 und kommt im Juni an. Wahrscheinlich wird es im Laufe seines Verlaufs 44 °C erreichen“, twittert Aemet. In der vergangenen Woche wurde bereits die 40-Grad-Marke geknackt. Nun verschärft sich die Wetter-Lage.
Hitzewelle in Spanien: Schlimmster Tag steht bevor – Wetterdienst warnt vor lebensgefährlicher Hitze
39 bis 42 Grad Celsius werden jetzt am Montag (26. Juni) in der Mitte und im Süden Spaniens erwartet. Alarmstufe Rot und „extreme Gefahr“ herrscht in den Regionen von Córdoba und Sevilla – es drohen Temperaturen von bis zu 44 °C. „Große Vorsicht!“, schreibt der spanische Wetterdienst.
Das beliebte Urlaubsland vermeldet seit Freitag Rekordwerte. Selbst die Nächte waren extrem heiß, es kühlt kaum ab, berichtet die spanische Zeitung El Pais. In Almería, Barcelona, Cádiz, Málaga oder Sevilla seien Temperaturen um die 25 Grad Celsius gemessen worden. In Sevilla waren es an einigen Orten in der Früh um vier Uhr morgens noch 28,7 Grad Celsius. Im Zentrum von Madrid lagen die Werte bei 22,4 Grad Celsius.
Rekordwerte im Urlaubsland Spanien: „ab 13 Uhr Arbeiten im Freien verboten“
Nun steht offenbar ein Höhepunkt der Hitzewelle bevor. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Ein Sprecher des spanischen Wetterdienstes sagte bei El Pais: Am Dienstag und Mittwoch werde es „kaum Temperaturschwankungen“ geben, wenn überhaupt „leichte Schwankungen von ein bis zwei Grad“. Die Mitte und der Süden Spaniens würden weiter unter sehr starker Hitze leiden. Erst am Donnerstag könnten die Temperaturen zurückgehen. Wahrscheinlich eher im Norden, wo es auch etwas Regen geben könnte.
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Wegen der extremen Hitze sind am Montag ab 13 Uhr sämtliche Arbeiten im Freien verboten, berichtet costanachrichten.com. In den Provinzen Sevilla und Córdoba werde dringend von Sport oder überhaupt dem Aufenthalt im Freien abgeraten. Ältere Menschen und Kinder sollten genügend Wasser trinken, sich im Schatten oder zu Hause aufhalten. Auch nicht für eine Minute sollten Tiere oder Personen im Auto zurückgelassen werden. Die Hitze ist lebensgefährlich, warnt der Aemet.
26/06 09:01 #AEMET#FMA nivel naranja por temp. max para hoy en Andalucía, Extremadura, Cast-La Mancha y Comun. Madrid . . Imagen en vigor a las 09:01 (tabla actualizada haciendo CLIC EN LA IMAGEN), o visite https://t.co/aIJV7DDYtohttps://t.co/PpQzssEh3J
Erste Hitzewellen im Juni 2023 - Wetterexperten sind alarmiert
Hitzewellen im Juni sind in Spanien in den letzten Jahren häufiger geworden, berichtet Aemet. Der spanische Wetterdienst verweist auf Daten zu Hitzewellen im Juni, die seit dem Jahr 1975 erfasst würden:
Mit dieser aktuellen Hitzewelle hat es seit 2011 sieben Wellen im Juni gegeben.
In den Jahren 1975 bis 2010 habe es nur fünf, davon drei im 21. Jahrhundert gegeben.
„Umgerechnet in Hitzetage gab es zwischen 2011 und 2022 durchschnittlich 2,8 Tage im Juni; während es zwischen 1975 und 2010 durchschnittlich 0,7 Tagen waren“, teilt Aemet mit. Und weiter: „Daher ist die Anzahl der Tage unter einer Hitzewelle im Juni in den letzten zwölf Jahren viermal so hoch wie in den Vorjahren.“