Zahlreiche Aktionen geplant

„Sommerplan 2023“ durchgesickert: Keine Straßenblockaden – Reiche geraten ins Visier der Klima-Kleber

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Mit einer komplett neuen Strategie wollen die Aktivisten der Letzten Generation ihren „Sommerplan 2023“ umsetzen. Bereits in der nächsten Woche soll das Vorhaben beginnen.

Berlin – Viel Unmut und Unverständnis haben die Aktivisten der Letzten Generation in den vergangenen Monaten auf sich gezogen. Nun wollen die Klimaschützer einen neuen Gegner ins Visier nehmen, ein Sommerplan 2023 sieht ganz konkrete Ziele und Maßnahmen vor. Bereits ab nächster Woche wollen die Klimaschützer der Gruppe Letzte Generation „an die Symbole des modernen Reichtums gehen“.

Klima-Kleber sorgen seit Monaten für Aufsehen, nun will die Letzte Generation ihre Strategie ändern. (Archivbild)

„Sommerplan 2023“ durchgesickert: Klima-Kleber wollen Strategie ändern - Ganze Gruppe gerät ins Visier

In den vergangenen Wochen hatten die sogenannten Klima-Kleber mit zahlreichen Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. Nach einer Unterbrechung der Straßenblockaden in den vergangenen Wochen will die Klimaschutzinitiative Letzte Generation nun gezielte Aktionen gegen „die Reichen“ starten. Man wolle ab nächster Woche „an die Symbole des modernen Reichtums gehen“ und die „Aufmerksamkeit auf die rücksichtslose Verschwendung der Reichen lenken“, heißt es in einem „Sommerplan 2023“ der Gruppe, dessen Gültigkeit auf Anfrage bestätigt wurde.

Die Bundesregierung lasse es zu, „dass superreiche Menschen Tag für Tag unsere Lebensgrundlagen zerstören“. Die Klimakatastrophe werde „in erster Linie von den Reichen“ gemacht. Welche konkreten Aktionen in diesem Rahmen geplant seien, wolle die Gruppe aktuell noch nicht sagen. Vom 15. Juli bis 6. August will die Gruppe dann eine Art Sommerpause machen und ihre Aktionen unterbrechen. Ab dem 7. August soll es eine Kampagne besonders in Bayern geben, auch mit Blick auf die dortige Landtagswahl. Im Herbst soll dann wieder Berlin im Mittelpunkt von Protesten stehen.

Klima-Kleber sorgen immer wieder für Aufsehen

Die Klimaschützer hatten seit Januar 2022 immer wieder Straßen in Berlin und anderen Städten blockiert und sich dabei teilweise festgeklebt. Sie fordern ein entschiedeneres Vorgehen der Politik für Klimaschutz als bisher. Im Mai durchsuchte die bayerische Polizei und Staatsanwaltschaft 15 Wohnungen und Geschäftsräume der Gruppe in 7 Bundesländern. Der Vorwurf lautete auf Bildung oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung.

Nach der Razzia und der Sperrung einiger Konten habe die Gruppe „in kürzester Zeit“ 450.000 Euro Spenden über eine Unterstützer-Initiative eingenommen, betonte sie in ihren Kommunikationskanälen. Zugleich wurden weiter um Spenden und Hilfe gebeten sowie diverse Schulungen angeboten. So dürfen zum Beispiel normale Demonstranten oder Teilnehmer an Aktionen der Gruppe zunächst nicht mit der Presse sprechen, sondern „müssen“ zuerst ein „Einführendes Pressetraining“ sowie zwei „Übungssessions“ besuchen.

Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ haben erst kürzlich auf dem Berliner Ku’damm Luxus-Geschäfte mit Farbe besprüht. Passanten schimpfen wüst über die Aktion.

Rubriklistenbild: © Jonas Gehring/Imago

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