Biss mit Todesfolge

Junge Mutter stirbt bei Haiangriff in Mexiko – rettet aber ihr Kind

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Ein Hai-Angriff vor der Küste Mexikos endet tödlich. Eine Mutter verliert ihr Leben, während sie ihr Kind vor dem Raubfisch in Sicherheit bringt.

Mexiko – Im kalten Winter am Meer zu baden, klingt für viele wie ein Traum. Dabei birgt der Sprung in den Ozean immer auch Gefahren. Vor allem der ägyptische Urlaubsort Hurghada ist berüchtigt für Haiattacken: 2022 starb dort eine Österreicherin infolge eines Bisses des Raubfisches. Für eine junge Mutter (26) wurde ein Bad im Meer Anfang Dezember ebenfalls zum Albtraum. Sie überlebte einen Haiangriff in Mexiko nicht. Ihr fünfjähriges Kind hingegen überstand den Horror unbeschadet.

Tödliche Rettungsaktion: Mutter stirbt nach Haibiss in Mexiko

An der Küste von Melaque, westlich der Hafenstadt Manzanillo, kam es am ersten Dezemberwochenende 2023 zu einem tragischen Vorfall. Eine Meeresbiologin soll mit ihrem Kind zu einer Plattform im Meer geschwommen sein. Laut CBS-Berichten wurde sie etwa 20 Meter vom Strand entfernt von einem Hai in das Bein gebissen.

Die meisten Angriffe von Haien erfolgen durch Weiße Haie, Bullenhaie oder Tigerhaie.

Der Angriff ereignete sich, als die Frau versuchte, ihr fünfjähriges Kind auf die Plattform in Sicherheit zu befördern. Laut AP, das sich auf Informationen des Leiters des örtlichen Zivilschutzbüros bezog, war das gerettete Kind ein Mädchen. Spanischsprachige Medien hingegen berichten, dass es sich bei dem Kind um einen Jungen handelt.

Massiver Blutverlust bei Mutter – Kind bleibt ohne Verletzungen

Die lokale Behörde für Zivilschutz teilte via Facebook mit, dass das Opfer infolge der Hai-Attacke ein Bein verloren habe. Als die Rettungsdienste eintrafen, zeigte die Frau keine Anzeichen von Leben mehr – sie erlag aufgrund eines massiven Blutverlusts. Ihr Kind blieb unverletzt, dürfte den tragischen Tod der Mutter jedoch miterlebt haben.

Videos, die zeigen sollen, wie das verletzte Opfer mit nur einem Bein nach dem Angriff aus dem Wasser geholt wird, machten in sozialen Netzwerken wie TikTok die Runde. Die Zivilschutzbehörde mahnt allerdings zur Vorsicht bei der Verbreitung von Bildmaterial. Manche Berichte sind von Faktencheckern der AFP bereits als Falschmeldungen identifiziert worden.

Strände in Mexiko mit Warnfahnen versehen - Angriffe allerdings eine Seltenheit

Haiangriffe, insbesondere solche mit tödlichem Ausgang, sind äußerst selten. Die International Shark Attack File, eine globale Datenbank für Haiangriffe, verzeichnet beispielsweise nur 70 bis 100 dokumentierte Vorfälle jährlich. Nur eine geringe Anzahl davon endet tödlich, wie beispielsweise ein Haiangriff in Australien Ende Oktober. Die meisten Attacken auf Menschen gehen von den großen Weißen Haien, Bullenhaien und Tigerhaien aus.

Derweil wurden die Strände von Melaque, Cuastecomate und des renommierten Urlaubsortes Barra de Navidad als Reaktion auf den tragischen Haiangriff von den Behörden vorsorglich gesperrt. Um Badegäste vor potenziellen Hai-Gefahren zu warnen, werden unterschiedlich gefärbte Flaggen an den Küsten der Region gehisst, wie der Zivilschutz und die Feuerwehr von Cihuatlán mitteilten, und das auch noch Tage nach dem tödlichen Ereignis. (jm)

Rubriklistenbild: © Oceanphoto/Imago

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