Mit Schlitten gerettet

Drei Helikopter im Einsatz: 13-Stunden-Rettung von deutscher Ski-Urlauberin in Österreich

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Eine Frau verletzt sich beim Skifahren in Österreich. Die Helikopter können nicht landen. Es kommt zu einer spektakulären Rettungsmission.

Bregenz – Aufgrund der Höhenlage ist es auch Ende März noch möglich, in den Alpen Ski zu fahren. Nicht selten kommt es bei dem Schneesport allerdings zu gefährlichen Situationen. So ereignete sich erst kürzlich ein schwerer Unfall auf der Kandahar-Piste in Garmisch. Auch in Österreich kam es jüngst zu einem Unfall.

Frau nach Ski-Unfall verletzt: Drei Rettungshubschrauber können nicht landen

Eine 58-jährige Frau und ihr 68-jähriger Begleiter befanden sich am Samstag (23. März) auf einer Skitour im Silvretta-Gebiet – im westlich gelegenen Bundesland Vorarlberg. Die Region zählt zu den größten Winter­sport­gebieten des Landes. Bei der Abfahrt gegen 11 Uhr verletzte sich die Frau aus Deutschland allerdings am Bein und konnte deshalb nicht mehr weiter fahren, gab die Landespolizeidirektion in einer Mitteilung am Montag (25. März) bekannt.

Das Bild zeigt die Lawinenkommission bei einem Flug mit der Flugpolizei im Silvretta Gebiet. Hier hat sich jüngst ein Skiunfall ereignet, der eine aufwendige Rettungsmission forderte. (Archivbild)

Ihr Begleiter setzte daraufhin einen Notruf ab. Weil sich die Gebirgsgruppe im österreich-schweizerischen Grenzgebiet befindet, waren Rettungskräfte aus beiden Ländern im Einsatz. Zunächst versuchte ein Notarzthubschrauber aus Österreich die Unfallstelle anzufliegen. Angesichts der Wetterbedingungen musste er jedoch umkehren.

Skiunfall in Österreich: Bergretter steigen drei Stunden lang zur Verletzten auf

Einem weiteren Helikopter aus der Schweiz gelang die Landung ebenfalls nicht. Er konnte lediglich, einen Notarzt bei der Verletzten absetzen. Auch ein dritter Hubschrauber aus der Schweiz musste wegen der schlechten Sicht wieder umkehren. Erst gegen 14 Uhr konnte die Polizei elf Bergretter bis zur Wiesbadener Hütte fliegen. Von dort aus stiegen die Einsatzkräfte mit Equipment etwa drei Stunden lang zu der verletzten Urlauberin auf.

Schöne Aussichten, rasante Pisten: Zehn Skigebiete in Europa, die Sie kennen sollten

Skifahrer sind bei Kitzbühel unterwegs.
Gut aufgehoben sind Skifans in KitzSki in Kitzbühel. Das Skigebiet wurde vom Bewertungs- und Testportal Skiresort.de mit 4,9 von 5 Punkten zum weltbesten Skigebiet 2022 gekürt. Besonders gute Bewertungen erhielt es für seine Familien- und Anfängerfreundlichkeit sowie das Pistenangebot generell.  © Christian Walgram/Imago
Die Johanniskapelle (1828 m) auf der Hohen Salve im Skigebiet Skiwelt Wilder Kaiser, höchste Wallfahrtskirche Österreich.
Ebenfalls gut bewertet wurde die SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental in Österreich: Hier kommen Skifahrer in den Genuss von 270 Pistenkilometern mit 20 Talabfahrten, 83 moderne Bahnen, drei Funparks und drei beleuchtete Rodelbahnen. Außerdem ist das Skigebiet das größte Nachtskigebiet Österreichs. © Hans-Werner Rodrian/Imago
Lifte im Wintersportzentrum Silvretta Arena im Skigebiet Ischgl Samnaun.
Auch das Skigebiet Ischgl/Samnaun ist jedem Skifan ein Begriff. 239 Pistenkilometer und 45 moderne Liftanlagen sorgen für das perfekte Skierlebnis auf österreichischem und Schweizer Boden. Außerdem ist Ischgl bekannt für seine angesagten Après-Ski-Partys in urigen Hütten. © Imago/imagebroker
Skigebiet Riffelberg mit Sessellift hinten Matterhorn
In einer Auflistung der besten und bekanntesten Skigebiete in Europa darf Zermatt nicht fehlen: Mit der längsten Ski-Abfahrt der Alpen, der höchstgelegenen Bergstation und 38 Bergen, die die 4.000-Marke knacken, mangelt es hier wirklich nicht an Action – und das alles vor der Kulisse des Matterhorns (4.478 Meter), einem der höchsten Berge der Alpen.  © Günter Gräfenhain/Imago
Chalets im Skigebiet Val Thorens in Frankreich
Das Skigebiet Val Thorens in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes wurde 2022 von der Tourismusplattform European Best Destinations zum besten Skigebiet in Europa gekürt. Bekannt ist es für seine innovativen Techniken und ein großes Angebot für Junge und Junggebliebene. Zudem ist es mit 600 Pistenkilometern das größte Skigebiet der Welt. © Imago/agefotostock
Langwieseabfahrt im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis
Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis bezeichnet sich selbst als DAS Skigebiet für Familien. Auf 186 Pistenkilometern ist auch einiges geboten, von einem Kids Funpark über eine Kinderschneealm bis hin zu Snowparks für Anfänger und Könner.  © Stefan EspenhahnI/Imago
Bergstation Kandahar-Express im Skigebiet Garmisch-Classic.
Auch im Skigebiet Garmisch-Classic haben Skifans aller Altersgruppen etwas zu tun. Zu den Highlights gehören die berühmte Kandahar-Abfahrt und das Ixis Kinderland.  © Hans-Werner Rodrian/Imago
Skifahrer im Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien.
Vor der Naturkulisse der Dolomiten befindet sich das Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien. Auf über 120 Pistenkilometern sind alle Schwierigkeitsgrade von schwarz bis grün geboten – Langeweile kommt also nicht auf.  © Liu Yongqiu/Imago
Ein Mann beim Skifahren im Skigebiet Arlberg.
Wer ans Skifahren denkt, kommt am Arlberg ebenfalls nicht vorbei: Die Wiege des alpinen Skilaufs ist eines der größten Skigebiete der Welt und mit über 300 Kilometer Abfahrten für alle Schwierigkeitsgrade ein wahres Schneeparadies. Außerdem gibt es mehr als 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten und viele Übungsgeländer für die Kleinen.  © Robert Niedring/Imago
Skigebiet Val Gardena in Italien
Inmitten der Dolomiten wartet auch das Skigebiet Gröden auf Sie. Von den World Ski Awards wurde es 2022 zum besten Skiresort Italiens gekürt. Zum Skifahren und Snowboarden stehen Besuchern 178 Pistenkilometer zur Verfügung, außerdem werden die Gäste von 79 Liften befördert.  © Imago/agefotostock

Schließlich konnte die Frau nach der Erstversorgung ins Tal gebracht werden. Allerdings ging es nicht im Hubschrauber weiter, sondern mit einem Rettungsschlitten. „Der Schweizer Notarzt musste mit geliehenen Schneeschuhen absteigen“, lautete es seitens der Polizei.

13-Stunden-Rettungsmission nach Skiunfall in Österreich

Beim Silvretta-Stausee musste die Frau zunächst auf ein Quad umsteigen, danach ging es mit einem Schneegeländefahrzeug bis zur Bielerhöhe weiter. Erst kurz nach Mitternacht – sage und schreibe 13 Stunden nach dem Unfall – konnte die Frau mit dem Verdacht auf eine Unterschenkelfraktur ins Krankenhaus gebracht werden.

Auch in Tirol ereignete sich vor kurzem ein Unfall: Ein Skifahrer erfasste eine Schülergruppe auf der Piste und flüchtete anschließend. Ein Massensport wird Skifahren wohl nicht mehr, wenn es nach einem Experten geht. (kas/dpa)

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