Drei Helikopter im Einsatz: 13-Stunden-Rettung von deutscher Ski-Urlauberin in Österreich
VonKarolin Schaefer
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Eine Frau verletzt sich beim Skifahren in Österreich. Die Helikopter können nicht landen. Es kommt zu einer spektakulären Rettungsmission.
Bregenz – Aufgrund der Höhenlage ist es auch Ende März noch möglich, in den Alpen Ski zu fahren. Nicht selten kommt es bei dem Schneesport allerdings zu gefährlichen Situationen. So ereignete sich erst kürzlich ein schwerer Unfall auf der Kandahar-Piste in Garmisch. Auch in Österreich kam es jüngst zu einem Unfall.
Frau nach Ski-Unfall verletzt: Drei Rettungshubschrauber können nicht landen
Eine 58-jährige Frau und ihr 68-jähriger Begleiter befanden sich am Samstag (23. März) auf einer Skitour im Silvretta-Gebiet – im westlich gelegenen Bundesland Vorarlberg. Die Region zählt zu den größten Wintersportgebieten des Landes. Bei der Abfahrt gegen 11 Uhr verletzte sich die Frau aus Deutschland allerdings am Bein und konnte deshalb nicht mehr weiter fahren, gab die Landespolizeidirektion in einer Mitteilung am Montag (25. März) bekannt.
Das Bild zeigt die Lawinenkommission bei einem Flug mit der Flugpolizei im Silvretta Gebiet. Hier hat sich jüngst ein Skiunfall ereignet, der eine aufwendige Rettungsmission forderte. (Archivbild)
Ihr Begleiter setzte daraufhin einen Notruf ab. Weil sich die Gebirgsgruppe im österreich-schweizerischen Grenzgebiet befindet, waren Rettungskräfte aus beiden Ländern im Einsatz. Zunächst versuchte ein Notarzthubschrauber aus Österreich die Unfallstelle anzufliegen. Angesichts der Wetterbedingungen musste er jedoch umkehren.
Skiunfall in Österreich: Bergretter steigen drei Stunden lang zur Verletzten auf
Einem weiteren Helikopter aus der Schweiz gelang die Landung ebenfalls nicht. Er konnte lediglich, einen Notarzt bei der Verletzten absetzen. Auch ein dritter Hubschrauber aus der Schweiz musste wegen der schlechten Sicht wieder umkehren. Erst gegen 14 Uhr konnte die Polizei elf Bergretter bis zur Wiesbadener Hütte fliegen. Von dort aus stiegen die Einsatzkräfte mit Equipment etwa drei Stunden lang zu der verletzten Urlauberin auf.
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Schließlich konnte die Frau nach der Erstversorgung ins Tal gebracht werden. Allerdings ging es nicht im Hubschrauber weiter, sondern mit einem Rettungsschlitten. „Der Schweizer Notarzt musste mit geliehenen Schneeschuhen absteigen“, lautete es seitens der Polizei.
13-Stunden-Rettungsmission nach Skiunfall in Österreich
Beim Silvretta-Stausee musste die Frau zunächst auf ein Quad umsteigen, danach ging es mit einem Schneegeländefahrzeug bis zur Bielerhöhe weiter. Erst kurz nach Mitternacht – sage und schreibe 13 Stunden nach dem Unfall – konnte die Frau mit dem Verdacht auf eine Unterschenkelfraktur ins Krankenhaus gebracht werden.