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Wie lässt sich die Hitze ertragen? Wie viel muss ein Säugling bei Hitze trinken und wie bleibt eine Wohnung auch ohne stromfressende Klimaanlage kühl?
München - Die Hitzewelle in Bayern hält an, meldet der Deutsche Wetterdienst. Heute (Dienstag) werden viele Sonnenstunden und höhere Temperaturen als an den Vortagen erwartet. Am Untermain sollen die Temperaturen auf 38, andernorts über 35 Grad klettern. Wer Zeit im See oder Freibad verbringen kann, dürfte sich über die Sommertage freuen. Anderen leiden unter den Temperaturen, die Herz und Kreislauf belasten. Das berichtet merkur.de.
„Das Schlimmste, das dem Körper droht ist eigentlich der Wassermangel“, sagt Dr. Christoph Specht, Arzt und Medizinjournalist in einem Interview mit n-tv.de. Denn Wasser brauche der Körper für den Kühlungsprozess, das Schwitzen. Vor allem ältere Menschen sind gefährdet, sie hätten ein nicht mehr so funktionierendes Durstgefühl. Von Überhitzung bedroht seien auch Menschen, deren Kreislaufsystem ohnehin schon beeinträchtigt ist, warnt die AOK. Dazu gehören beispielsweise Übergewichtige, Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus. Weiter zählen Säuglinge und Kinder zur Risikogruppe.
Hitzeschock - besser Mineralwasser statt Leitungswasser
Das Wichtigste ist es also, viel zu trinken. Ausschließlich aus dem Wasserhahn Leitungswasser zu trinken, ist nicht gesund. Sportler wissen: Besser ist Mineralwasser. Denn im Mineralwasser sind Stoffe wie Magnesium, Kalzium oder Natrium enthalten, die der Körper beim Schwitzen verliert. Ob mit oder ohne Sprudel, spielt keine Rolle. Meiden sollte man dagegen Alkohol, der dem Körper Flüssigkeit entzieht. Die Richtmenge für die Wasserzufuhr durch Getränke - ohne Wasserzufuhr durch feste Nahrung - ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. für :
- Säuglinge von 0 bis unter 4 Monaten - 620 ml/Tag
- Säuglinge von 4 bis unter 12 Monaten - 400 ml/Tag
- Kinder von 1 bis 4 Jahren - 820 ml/Tag
- Kinder von 10 bis unter 13 Jahre - 1.130 ml/Tag
- Jugendliche und Erwachsene, je nach Alter zwischen 1.310 bis 1.530ml/Tag
- Stillende 1.710 ml/Tag
Die Angaben gelten für einen Energieumsatz von 11,1 MJ (2650 kcal) bei durchschnittlichen Klimabedingungen in Deutschland und ändern sich entsprechend dem Energieumsatz in den einzelnen Altersgruppen. Bei hohem Energieumsatz, etwa körperlicher Anstrengung, Hitze, trockener kalter Luft, reichlichem Kochsalzverzehr, hoher Proteinzufuhr und pathologischen Zuständen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall etc., erhöhe sich der Bedarf entsprechend.
Hitzeschock - Rollos runter und Ventilator aus
Anstrengend ist im Sommer die aufgeheizte Wohnung, in der man nachts kaum schlafen kann. Empfehlung für heiße Tage ist daher - für Menschen die tagsüber kaum oder gar nicht daheim sind - nachts und morgens lüften, dann die Räume mit Vorhängen oder Rollos verdunkeln und Fenster geschlossen halten. Wer sich tags in der Wohnung aufhalte, muss dagegen öfters lüften und für Durchzug sorgen, um Kohlendioxid und Luftfeuchtigkeit aus den Räumen zu bekommen.
Nicht nur gut gegen Hitze, sondern auch für Klima und Stromrechnung: Elektrogeräte ausschalten. Und zwar ganz und nicht nur auf Stand-by. Alles was Strom braucht, macht Räume wärmer. Ein schlechter Tipp gegen Hitze sei es, einen Ventilator zu benutzen. Der schlucke nicht nur viel Strom, sondern könne dazu führen, dass sich die Muskeln verspannen, schreibt utopia.de.
Hitzeschock - Abkühlung in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag
Am Mittwoch erwarten die Meteorologen gegen Nachmittag und Abend vermehrt Wolken und später Gewitter. Die Temperaturen liegen voraussichtlich erneut bei 30 bis 38 Grad. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird dann gebietsweise Regen erwartet und die Temperaturen sollen auf bis zu 20 Grad fallen.