Hohe Temperaturen

Hitzewelle 2022 kommt auf Deutschland zu: Lauterbach warnt vor Hitzetoten

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Eine Hitzewelle 2022 kommt auf Deutschland zu, das befürchtet zumindest Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Worauf muss sich eingestellt werden?

Berlin – Der frühere US-Präsident Donald Trump äußerte sich zuletzt einmal mehr besonders qualifiziert über den Klimawandel, als er erklärte „Wir werden ein bisschen mehr Grundstücke am Strand haben, was nicht das Schlechteste auf der Welt ist.“ In Deutschland sieht man die Lage derweil deutlich ernster. In diesem Sommer könnten die Temperaturen auch hierzulande explodieren, es droht eine Hitzewelle 2022. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor einer Hitzewelle in Deutschland und hält auch Hitzetote für denkbar. In Panik sollte dennoch nicht verfallen werden.

Hitzewelle 2022 in Deutschland: Lauterbach fordert Vorbereitungen und befürchtet Hitzetote

Der Gesundheitsminister der Ampelkoalition, Karl Lauterbach (SPD), sieht Extrem-Temperaturen auf Deutschland zukommen. Mögliche Folgen besonderer Wetterereignisse beschreibt der SPD-Mann auf Twitter mit drastischen Worten: „Diese Hitzewelle könnte viele Todesopfer bringen“. Besonders Vorräte an Flüssigkeit oder Ventilatoren seien in diesem Rahmen ratsam, gerade Kranke und Ältere müssten vor den Temperaturen in Deutschland geschützt werden, so der Minister. Doch was genau wird bei der Hitzewelle 2022 in Deutschland erwartet? Im Juli drohen im schlimmsten Fall bis zu 40 Grad und mehr.

Ein Mann kühlt sich bei heißen Temperaturen an einem Brunnen in der Stuttgarter Innenstadt ab.

Lauterbach bezieht sich in seinem Tweet auf den Meteorologen Özden Terli. Dieser hatte seinerseits geschrieben: „Mit all der gebotenen Ruhe, denn es ist noch über eine Woche hin, aber ich habe noch nie solche Temperaturen für Deutschland in einem Wettermodell gesehen! Das ist absolut extrem, aber nochmal – abwarten! Das wäre keine Schlagzeile von heute aus gesehen.“ Die 30 Grad Grenze dürfte an vielen Orten geknackt werden, wenn die Modelle eintreffen. Das könnte deutschlandweit wiederum zu einer verstärkten Belastung durch Wespen führen. Noch gilt es indes abzuwarten, denn es handelt sich bei den Temperaturen nicht um definitive Vorhersagen.

Hitzewelle in Deutschland erwartet: Wird es „in den nächsten Jahren öfter geben“ – wann kommt die Hitze?

Wann kommt die Hitzewelle nach Deutschland? Die Höchsttemperaturen könnten laut aktuellen Prognosen zwischen dem 17. Juli und dem 23. Juli erreicht werden. Der BR zitiert seinen Wetterexperten Christian Lorenz mit der Einschätzung, in den kommenden Tagen sei mit Temperaturen von 30 Grad zu rechnen, am Untermain sind Richtung Wochenende bis zu 35 Grad möglich. Es wird eine Hitzewelle in Deutschland erwartet – eine Seltenheit?

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Eine Ausnahme wird diese Situation laut dem Meteorologen Terli offenbar nicht bleiben. „Sicherlich wird es das in den nächsten Jahren öfter geben“, sagt er und ergänzt: „Die Klimakrise schreitet voran und die Ungewissheiten sind nicht auf unserer Seite.“ Der Wetterexperte des BR, Christian Lorenz, berichtet von Wettermodellen, die sogar bis zu 45 Grad in nächster Zeit für möglich halten. Mit besonderer Hitze ist in Nordrhein-Westfalen zu rechnen, auch Bayern könnte extrem heiß werden. Zur genauen Wahrscheinlichkeit der Prognosen äußern sich die verschiedenen Spezialisten nur zurückhaltend – noch ist Zeit und es kann sich einiges ändern.

Hitzewelle und Dürre in Italien: Europaweit teils bereits extrem hohe Temperaturen

Selbst in der Heimat des geschassten Premierministers Boris Johnson, in Großbritannien, drohen laut einigen Wettermodellen Temperaturen von bis zu 43 Grad, in Frankreich könnten sie bis auf 48 Grad steigen. In anderen Ländern rollt die Hitzewelle bereits, das sorgt unter anderem für Dürre in Italien, in dem beliebten Urlaubsland wird das Wasser knapp. Erst kürzlich hatte der Ministerpräsident des Landes, Mario Draghi, die Aktivierung eines Notfallplans angekündigt.

Auch Portugal hat mit einer Hitzewelle und daraus resultierenden Waldbränden zu kämpfen. An zahlreichen Orten im Land mussten Feuerwehrleute zur Feuerbekämpfung ausrücken. Innerhalb von zwei Tagen hatte es fast 250 Waldbrände gegeben. In Portugal gilt für Rettungskräfte aufgrund der aktuellen Situation derzeit erhöhte Alarmbereitschaft für Rettungskräfte.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild

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