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Kranker Forscher war neun Tage in einer Höhle eingeschlossen: Wunder-Rettung gelungen

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    Patrick Mayer
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Bei der Erforschung einer Höhle in der Türkei erlitt der Amerikaner eine Magenblutung. Eine internationale Hilfsmission lief tagelang auf Hochtouren. Nun ist Mark Dickey gerettet worden.

Update vom 12. September, 6.00 Uhr: Um kurz nach Mitternacht am Dienstag (Ortszeit) meldete der türkische Verband der Höhlenforscher via X (ehemals Twitter): Es ist geschafft! Nach neun Tagen ist der auf einer Expedition in der Türkei schwer erkrankter US-amerikanischer Höhlenforscher Mark Dickey aus mehr als 1000 Metern Tiefe gerettet worden. Dickey sei zu einem Zelt für medizinische Hilfe gebracht worden. „Damit ist der Höhlenrettungsteil der Operation erfolgreich beendet worden. Wir gratulieren allen, die dazu beigetragen haben!“ Medienberichten zufolge geht es Dickey den Umständen entsprechend gut.

Der US-Amerikaner war Teil eines internationalen Forschungsteams, das die im Süden des Landes gelegene Morca-Höhle erkundete. Am 2. September hatte der 40-Jährige in 1250 Metern Tiefe eine Magenblutung erlitten. Seine Kollegen schafften es, ihn in ein Lager in 1000 Metern Tiefe zu bringen. Die Höhle ist die dritttiefste der Türkei.

Update vom 11. September, 22.30 Uhr: Die Bergungsmission schreitet weiterhin erfolgreich voran und an der Erdoberfläche steigt die Spannung. Die gesamte Gemeinschaft warte aufgeregt auf das Auftauchen des Verunfallten, schreibt die ECRA. Dickey befindet sich nur noch 120 Meter vom Ausgang entfernt.

Update vom 11. September, 11.30 Uhr: Die Rettung eines erkrankten Forschers aus der dritttiefsten Höhle der Türkei steht unmittelbar bevor. Man rechne damit, dass er schon am Dienstag ans Tageslicht gebracht werden könne, sagte Bülent Genc, Chef des türkischen Verbandes der Höhlenforscher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Montag. Damit könnte der 40-Jährige schon nach etwas mehr als einer Woche aus der Morca-Höhle in der Südtürkei befreit werden. Zuvor hatte der Verband damit gerechnet, dass die Rettung fast zwei Wochen dauern könnte.

Der US-Amerikaner ist Teil eines internationalen Forschungsteams, das die dritttiefste Höhle der Türkei erkundet. Am 2. September hatte er in 1250 Metern Tiefe eine Magenblutung erlitten. Die Helfer haben den Mann nach Angaben des Verbandes inzwischen auf eine Tiefe von 500 Metern gebracht. Ärzte waren bereits vergangene Woche zu dem US-Amerikaner vorgedrungen. Die Bergung ist hochkomplex, unter anderem mussten enge Höhlengänge aufgesprengt werden. Internationale Helfer sind an der Rettungsaktion beteiligt.

Update vom 10. September, 22.35 Uhr: Die Hälfte ist geschafft, teilt die ECRA mit. Mark Dickey ist auf 500 Metern angekommen und in stabilem Gesundheitszustand. Er und die Helfer schlafen in Biwaks, die in der Höhle aufgestellt wurden. Auch den Rettungskräften gehe es gut, schreibt die ECRA. Der nächste Stopp ist auf 300 Metern unter der Erde geplant, dann hat das Team den Verletzten 700 von insgesamt 1000 Metern nach oben gebracht.

150 Retter an Bergung von verunglücktem Höhlenforscher beteiligt – Helfer legen erste 300 Meter zurück

Update vom 10. September, 10.50 Uhr: Rund 150 Einsatzkräfte aus dem In- und Ausland sind an der internationalen Rettungsmission beteiligt, nun konnte ein erster Etappen-Erfolg verzeichnet werden. Gut eine Woche nach Beginn der schwierigen Rettungsaktion ist es den Helfern gelungen, Mark Dickey auf einer Trage rund 300 Meter näher an die Oberfläche zu bringen. Der US-Höhlenforscher verunglückte in rund 1000 Metern Tiefe, der 40-Jährige erlitt eine Blutung im Magen-Darm-Trakt.

Der in 1000 Metern Tiefe schwer Erkrankte sei am Samstag um 01.02 Uhr (23.02 Uhr MESZ) nach einem zehn Stunden dauernden Transport auf einer Tiefe von 700 Metern angekommen, teilte die türkische Höhlenforschungsgesellschaft am Sonntag im Onlinedienst X, vormals Twitter, mit. Dickey müsse jetzt nur noch einen schmalen horizontalen Durchgang überwinden, um ein provisorisches Lager zu erreichen, wo er sich vor der nächsten Etappe der Rettung ausruhen könne, hieß es weiter.

Am Freitag waren die Helfer dann dabei, Tragen und weitere Ausrüstung in die Tiefe zu befördern. In einem verzweifelten Appell meldete sich der Höhlenforscher in einem am Mittwoch aufgenommenen und am Freitag veröffentlichten Video selbst zu Wort. „Hallo, ich bin Mark Dickey aus rund 1000 Metern Tiefe“, sagt der Höhlenforscher in dem von der türkischen Präsidentschaft veröffentlichten Video. Er sei zwar „bei Bewusstsein“ und spreche, brauche aber „sehr viel Hilfe, um hier herauszukommen“.

Verletzter Höhlenforscher noch immer in der Tiefe gefangen - Patient soll stabil sein

Update vom 9. September, 20:27 Uhr: Die Rettungsaktion ist nun im vollen Gange. Die Ärzte haben inzwischen entschieden, dass der Patient so stabil ist, dass er nach oben transportiert werden kann, wie die European Cave Rescue Association (ECRA) mitteilte. Um 15.28 Uhr Ortszeit ist die Evakuierung aus der Morca-Höhle im türkischen Taurusgebirge. Auf 700 Metern soll zunächst eine Pause eingelegt werden. Mehrere Forscher aus aller Welt haben vor dem Eingang der Höhle ein Lager errichtet, um die Rettung des erkrankten Mark Dickey zu unterstützen.

150 Retter an Bergung von Höhlenforscher beteiligt: Rückkehr zur Oberfläche verzögert sich

Update vom 9. September, 11:05 Uhr: Bislang konnten Mark Dickey und sein Rettungsteam noch nicht den Aufstieg zur Oberfläche beginnen. Obwohl der Gesundheitszustand des amerikanischen Höhlenforschers weiterhin stabil ist, wie die European Cave Rescue Association (ECRA) mitteilt, möchten die Ärzte sicherstellen, dass ein sicherer Transport gewährleistet ist.

Zu diesem Zweck befindet sich momentan „ein Analysegerät auf dem Weg zum Patienten“, so die ECRA weiter. Mit diesem soll eine Analyse von Dickeys Blutwerten durchgeführt werden. Sobald das Go für den Transport gegeben wird, soll Dickey mit Unterstützung der Höhlenretter den Weg zum Biwak-Camp in einer Tiefe von 700 Metern beginnen.

Amerikanischer Höhlenforscher erfolgreich medizinisch versorgt – Rettungsaktion soll mehrere Tage dauern

Update vom 8. September, 13:20 Uhr: Jetzt beginnt der mühsame Aufstieg zur Oberfläche für Mark Dickey und seine Helfer. Der Amerikaner sei erfolgreich medizinisch versorgt worden, teilt Cenk Yildiz, ein regionaler Vertreter der türkischen Katastrophenschutzbehörde, der Nachrichtenagentur IHA mit. „Wir sind jetzt in der Lage, ihn zu evakuieren“, fügt Yildiz hinzu. Er rechnet ebenfalls mit einer vier Tage dauernden Rettungsaktion. Denn selbst eine gesunde Person benötige 16 Stunden für den Aufstieg.

Dieses Standbild aus einem Video zeigt den schwerverletzten Höhlenforscher Mark Dickey in der türkischen Morca-Höhle. Inzwischen ist sein Zustand stabil genug, dass er und seine Retter den Weg zurück an die Oberfläche antreten können.

Nach Magenblutung in 1.000 Meter tiefer Höhle in der Türkei ist ein Höhlenforscher auf Rettung angewiesen

Erstmeldung vom 8. September: Mersin – Eine beeindruckende Rettungsaktion findet derzeit im Süden der Türkei statt: Ein schwerkranker Höhlenforscher aus den USA wird in einer riskanten Bergungsaktion aus einer Höhle geborgen, wie der Nachrichtensender NBC meldete.

US-Höhlenforscher bekommt Magenblutung in türkischer Morca-Höhle

Dem Sender Zufolge versuchte ein internationales Rettungsteam am Mittwoch und Donnerstag (6. und 7. September) den 40 Jahre alten Marc Dickey aus der Morca-Doline, einer extrem tiefen Höhle im Süden des Landes zu bergen. Berichten zufolge soll der US-Amerikaner während seiner Expedition in die Tiefen der türkischen Höhle eine Magenblutung erlitten haben. Seine Bergung stellt eine außerordentlich schwierige Aufgabe dar.

Mit einer Tiefe von 1276 Metern ist die Morca-Doline die drittgrößte Höhle in der Türkei – inklusive Felsvorsprüngen und anderen Hindernissen. Bis Donnerstagnachmittag (17 Uhr) konnte noch keine endgültige Entwarnung für den amerikanischen Höhlenforscher, der ursprünglich aus Croton-on-Hudson bei New York kommt, gegeben werden.

Die Höhle liegt im ausgedehnten Hinterland der Türkischen Riviera, eingebettet in das Taşeli-Plateau, einer stark verkarsteten Hochebene hinter der Südküste zwischen den Metropolen Mersin (mit rund 1,05 Millionen Bewohnern) im Osten und Alanya (mit etwa 360.000 Bewohnern) im Westen.

Der amerikanische Höhlenforscher Mark Dickey. (Archivfoto)

150 Helfer unter anderem aus Italien, Kroatien, Bulgarien und Ungarn an der Rettung in der Türkei beteiligt

Positiv ist: Die Retter haben Dickey offenbar erreicht. Laut NBC News kann er mit Unterstützung anderer Personen gehen. Die Blutungen seien zudem gestoppt, sein Zustand stabil, so der Bericht. Allerdings fehlt vor Ort noch eine Trage, um den verletzten Mann sicher aus der Höhle zu transportieren. Der türkische Höhlenforschungsverband teilte mit: „Die Operation ist logistisch und technisch eine der größten Höhlenrettungen der Welt, an der 150 Retter beteiligt sind.“

Die türkischen Rettungskräfte werden unter anderem von Forschern aus Italien, Bulgarien, Ungarn und Kroatien unterstützt, die an der Sicherung des Verunglückten mitwirken. Immer wieder ist das Taşeli-Plateau, das einen durchgängigen Karstgürtel zwischen dem zentralanatolischen Plateau und dem Mittelmeer bildet, Anlaufpunkt für Expeditionen. Mit seiner Hügellandschaft gilt es als das größte Karstgebiet in der Türkei. Dort befinden sich unter anderem Kalksteine aus der Jura-Kreidezeit, die für Forscher natürlich interessant sind.

US-Höhlenforscher MarkDickey ist selbst Höhlenretter

Mark Dickey ist seinem Facebook-Account zufolge selbst Höhlenretter und sogar als Ausbilder der National Cave Rescue Commission (NCRC) tätig. Zudem gehört er zur medizinischen Kommission der European Cave Rescue Association (ECRA). Dieses Fachwissen dürfte Dickey bei seiner Rettung durchaus von Vorteil sein. (pm)

Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteurin Sandra Sporer sorgfältig überprüft.

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