Stechmücken gehören zu Sommer-Tagen (und -Nächten) wie eine unvermeidliche Plage. Mittlerweile sind davon Exemplare unterwegs, deren Stiche sogar gefährliche Krankheiten übertragen können.
Dr. Mandy Schäfer geht auf Tuchfühlung mit Tieren, zu denen die meisten Menschen lieber Abstand halten: Die Leiterin des Labors für Stechmücken-Monitorings am Friedrich-Loeffler-Institut untersucht die Ausbreitung von exotischen Plagegeistern in Deutschland. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnt aktuell in ganz Europa vor einem steigenden Risiko für durch Mücken übertragene Krankheiten.
EU-Behörde warnt vor steigendem Risiko durch Mücken-Stiche
Der Koordinator des Projekts Prof. Joans Schmidt-Chanasit erklärt: „Unser Fernziel ist ein verbesserts Frühwarnsystem. Die Zunahme von West-Nil-Virus-Infektionen in Deutschland ist besorgniserregend. Auch die starke Ausbreitung der Tigermücke in Südwest-Deutschland beunruhigt uns.“ Noch sei die Gefahr, die mittlerweile auch in Deutschland von Mücken ausgehen kann, nur wenigen Menschen bewusst. Sogar Ärzte denken zu selten daran, dass sich der Patient, der mit Fieber und unklaren Symptomen kommt, vielleicht durch einen Mückenstich krank geworden sein könnte.
Das Robert-Koch-Institut hat daher in diesem Jahr in einem Bulletin daran erinnert, dass im Juni die Saison der von Stechmücken übertragenen Krankheitserreger beginnt. Die Asiatische Buschmücke, die sich auch bei kühleren Temperaturen wohlfühlt, ist in ganz Deutschland heimisch geworden. Auch sie kann das West-Nil-Virus übertragen, das jedoch auch gelernt hat, in heimischen Mücken zu überdauern.
Sorgen bereitet vor allem Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke
Sorgen bereiten den Gesundheitswissenschaftlern vor allem die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke, die Trockenheit und Wärme liebt. Sie kann grundsätzlich exotische saisonale Krankheitserreger wie das Chikungunya-, Dengue- oder Zika-Virus auf Menschen übertragen, wenn sie diese Viren zuvor von infizierten Reiserückkehrern aufgenommen hat. Dies ist bislang in Deutschland nicht geschehen, das RKI rechnet jedoch damit, dass in diesem Sommer erstmals autochthone (hiesige) Chikungunya-Infektionen zu beoachten, so wie es in Italien, im Süden Frankreichs, auf Ibiza, Madeira und in Kroatien schon geschehen ist.
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