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Ein Mediziner verrät seine Geheimtipps, um Erkältungen loszuwerden und Infekten in der kalten Jahreszeit vorzubeugen. Seine absolute Wunderwaffe gibt es nicht in der Apotheke.
Kassel – Die Temperaturen sinken, draußen ist es grau und regnerisch. Der Herbst ist da – und damit die Erkältungszeit. Viele erwischt es jetzt: Der Hals kratzt, der Kopf schmerzt, die Nase läuft. Wenn es erstmal so weit ist, kann man nicht mehr viel tun, außer das Bett zu hüten und die Symptome etwas zu lindern. Dabei helfen auch bestimmte Hausmittel, mit einigen von ihnen kann man die Erkältungszeit auch auf bis zu drei Tage verkürzen.
Erkältungen und Infekten vorbeugen – Mediziner schwört auf Hausmittel
Noch besser ist allerdings, wenn man gar nicht erst krank wird. Auch wenn in Herbst und Winter viele Erreger lauern, wie RSV, Grippe, Schnupfenviren und Co. Der bekannte Mediziner und Autor Dietrich Grönemeyer erklärte im Gespräch mit focus.de, wie man Erkältungen am besten vorbeugen kann. Auch beim ersten Halskratzen, wenn die Erkältung gerade im Anmarsch ist, haben sich diese Geheimwaffen im Kampf gegen fiese Infekte bewährt. Das Beste daran: Für die meisten muss man noch nicht einmal in die Apotheke.
Wie man lästige Erkältungen verhindert – ohne in die Apotheke zu müssen
Denn Grönemeyers erste Empfehlung lautet: Regelmäßig mit Salzwasser oder desinfizierenden Kräutertinkturen gurgeln. Am besten seien dafür Salbei- oder Thymian-Extrakte geeignet. Eine gute Alternative dazu, die zum Beispiel auch unterwegs anwendbar ist, sind dem Experten zufolge Lutschtabletten, idealerweise mit Salbei, Honig oder Isländisch Moos. Denn das Befeuchten beim Lutschen kann gereizten Schleimhäuten Linderung verschaffen, wie auch der Deutsche Bundesverband für Logopädie in einer Studie ermittelt hat.
Mediterrane Heilpflanze ist laut Mediziner eine echte Wunderwaffe gegen Erkältungskrankheiten
Ein weiteres natürliches Mittel aber ist Grönemeyers absolute Wunderwaffe in der Bekämpfung von Erkältungen: Zistrosen oder Cistus. Diese mediterrane Heilpflanze wird der Fachzeitschrift PTA in der Apotheke zufolge bereits seit der Antike als „Heilkraut für Körper, Geist und Seele“ geschätzt.
Sie ist aber auch heute noch hoch im Kurs – vor allem wegen ihrer in Studien nachgewiesenen antiviralen Eigenschaften, berichtet die Ärzte Zeitung. In Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI zeigte sich auch, dass sich das Sars-Cov-2-Virus, das die Corona-Pandemie verursacht hat, nach Zugabe von Zistroseextrakt offenbar weniger stark vermehrte. Es handelte sich dabei aber um Versuche an Zellkulturen, nicht um Untersuchungen am Menschen, wie das Institut auf Anfrage von IPPEN.MEDIA betont. Der pflanzliche Infektblocker Zistrose ist als Tee oder in Form von Lutschtabletten in der Apotheke und im Reformhaus erhältlich.
Geheimtipp des Mediziners im Kampf gegen Erkältung: Ingwer kauen
Doch der heißeste Geheimtipp, um einen Infekt abzuwehren, ist einer, den man sich ganz einfach im Supermarkt um die Ecke besorgen kann. Mediziner Grönemeyer schwört laut focus.de nämlich auf die Kraft des Ingwers. Ein kleines Stück der Wurzel mit etwas Honig zerkauen, am besten zwei- bis dreimal am Tag, soll wahre Wunder bei der Bekämpfung von Erkältungen wirken, so lautet sein Rat.
Bei anhaltenden Beschwerden führt allerdings kein Weg am Besuch einer Hausarztpraxis vorbei. Andauernde Halsschmerzen, auch wenn sie ohne Fieber auftreten, gehören dem Mediziner zufolge immer fachlich abgeklärt. Denn es kann sich auch eine bakterielle Infektion dahinter verbergen, zum Beispiel durch Streptokokken – und dann sind in der Regel Antibiotika nötig.
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