Verängstigte Bewohner

Wieder Erdbeben in Italien: „Deutlich zu spüren“ – Experte erklärt „typischen Mechanismus“

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Ein Erdbeben hat die italienische Region Marken erschüttert. (Collage mit Symbolbild von Ancona)
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Wieder hat in Italien die Erde gebebt. Diesmal traf es die Region Marken. Doch auch am Vesuv wurden Erschütterungen gemessen.

Ancona – Am frühen Abend hat ein Erdbeben in Italien für Schrecksekunden gesorgt. Zwar erreichte es nur eine Stärke von knapp 4.0 auf der Richterskala, war aber in einem großen Bereich spürbar.

Das Epizentrum des Erdbebens lag laut dem „Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia“ (INGV) um 17.17 Uhr südlich von Montalparo in der Region Marken. Nach Angaben der italienischen Zeitung La Stampa war das Beben allerdings in den gesamten Marken zu spüren – insbesondere in den Provinzen Ancona, Fermo, Macerata und Ascoli Piceno. Dass das Beben in einem so großen Bereich spürbar war, liegt offenbar daran, dass das Epizentrum in 22 Kilometern Tiefe lag.

Experte erklärt „typischen Mechanismus“ für Erdbeben in Italien

„Diese Kombination aus Stärke und Tiefe führte dazu, dass das Erdbeben in einem weiten Gebiet der Marken, von Pesaro bis Ascoli und auch in Umbrien, zu spüren war“, erklärt Carlo Meletti, Seismologe des INGV gegenüber der Zeitung. Verantwortlich für das Beben sei eine „Kompressionsstörung“, meint er weiter. Dies sei ein „typischer Mechanismus“ bei Erdbeben in der Region: Während sich die Apenninachse entspanne, verkürze sich die Tektonik in Richtung Adria.

Dementsprechend typisch sei es auch gewesen, dass dem Beben keine leichteren Vorbeben vorausgegangen waren. Bei den meisten Erdbeben in Italien sei dies der Fall, so der Experte. Auch nennenswerte Nachbeben habe es nicht gegeben.

Erdbeben in Italien „deutlich spürbar“

„Obwohl das Erdbeben deutlich zu spüren war, gab es keine Probleme. Die Büros sind geöffnet und die Kontrollen verlaufen derzeit negativ“, erklärte Paolo Calcinaro, Bürgermeister von Fermo gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Allerdings hätten sich viele verängstigte Bürger via Telefon bei der Feuerwehr gemeldet. Über Schäden ist dem Bericht nach bislang nichts bekannt.

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Siena campo
Platz 15 belegt Siena in der Toskana. Mit der schönen Altstadt und unnachahmlichen Bauwerken zieht die Stadt Urlauber immer wieder in ihren Bann.  © Marco Brivio
Roca Vecchia in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang
Roca Vecchial in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang steht nur symbolisch für die vielen herrlichen Strände und Landschaften im Südosten Italiens. Rang 14 im IPPEN-Ranking. © IMAGO/Manuel Romano
Sizilien Letojanni
Die Strände Siziliens sind einzigartig und bezaubernd. Bei Check24 belegt die Insel daher den zwölften Platz. In diesem Ranking Platz Nummer 13. Auf dem Foto sieht man den Strand von Letojanni.  © Matthias Tödt
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Die norditalienische Metropole Mailand ist bekannt für die wunderschöne Altstadt und etliche teure Modemarken. Hier sieht man den Dom im Zentrum der Stadt. Im Ranking belegt Mailand den elften Platz. Bei Check24 sogar Platz 7.  © Oliver Weiken
Lago Maggiore
Auf Platz 11 ist der prachtvolle Lago Maggiore. Ein Teil des Sees ist in der Schweiz. Bei weg.de ist der Lago Maggiore sogar auf dem siebten Platz der beliebtesten Urlaubsorte in Italien.  © Nando Lardi
Bozen, Italien, Südtirol
Auch Südtirol ist unter Italien-Fans besonders beliebt. Hier erhascht man einen Blick über die Alpen auf die Stadt Bozen.  © Micha Korb
Elba sonnenuntergang
Die kleine Insel Elba ist momentan noch ein Geheimtipp. Hier erlebt man bezaubernde Natur und typische italienische Dörfer. Daher ein verdienter Platz neun.  © Karsten Jeltsch
Cinque Terre Italien
Unter Urlaubern ist außerdem die Cinque Terre besonders beliebt. Die meisten der fünf Dörfer erreicht man nur zu Fuß oder mit einer Bahn.  © Augst / Eibner-Pressefoto
Marina Grande capri
Nicht umsonst ist die kleine Insel Capri im Golf von Neapel ein regelrechter Touristenmagnet. Hier vor Ort kann man nicht nur durch wunderschöne Dörfer schlendern, sondern auch das Meer und die Natur genießen.  © Günter Gräfenhain
Colosseum in Rome
Italiens Hauptstadt Rom hat für alle Gäste etwas zu bieten und belegt daher den sechsten Platz. So zum Beispiel das weltberühmte Kolosseum. Im Ranking von Check24 belegt Rom sogar den zweiten Platz.  © Givaga
Venedig platz acht
Venedig ist mit seinen vielen Kanälen und kleinen Gassen einzigartig. Ein Besuch lohnt sich definitiv, allerdings sollte man am besten im Frühling oder Herbst in die Stadt kommen. Venedig belegt daher den fünften Platz der Top 15 Urlaubsziele in Italien, bei Check24 ist die Stadt an der Adria sogar Erster.  © Frank Bienewald
Florenz-skyline
Das bezaubernde Florenz in der Toskana belegt den vierten Platz. Hier kann man sich durch kleine Gassen treiben lassen und ohne Ende Kultur genießen. © alimdi / Michelle Gilders
Amalfiküste Italien
Die Amalfiküste südlich von der Metropole Neapel belegt den dritten Platz im Ranking um die schönsten Urlaubsorte in Italien.  © Günter Gräfenhain
Costa Smeralda
An der Costa Smeralda auf Sardinien gibt es Strände, die teilweise welchen in der Karibik gleichen. Nicht umsonst belegt sie daher den zweiten Platz. Auch auf dem Reiseportal weg.de zählt die Küste auf Sardinien zu den schönsten Reisezielen in Italien. © Emmanuele Contini
Desenzano del Garda
Den ersten Platz der beliebtesten und schönsten Urlaubsorte in Italien belegt laut weg.de ganz klar der Gardasee. Hier sieht man das wunderschöne Städtchen Desenzano del Garda am Abend.  © Imago / Augst / Eibner-Pressefoto

Italien wird regelmäßig von Erdbeben getroffen. Besonders häufig trifft es dabei die Region um die Gebirgskette Apennin. Hintergrund ist, dass der Apennin durch eine Kollision der Afrikanischen Platte mit der Eurasischen Platte entstanden ist. Immer noch schiebt sich die Afrikanische Platte unter die Eurasische Platte. Darüber hinaus drückt sich aus dem Osten auch noch die kleine adriatische Platte dazwischen. Dies führt zu einer erhöhten Erdbebengefahr.

Mit einem Wert von knapp 4.0 auf der Richterskala ist das aktuelle Beben als „sehr leicht“ bis „leicht“ einzustufen. Laut dem Bundesverband für Geothermie sind diese Beben oft spürbar, es können sich Zimmergegenstände sichtbar bewegen und Erschütterungsgeräusche hörbar sein. Allerdings sind meist keine Schäden zu verzeichnen.

Bedrohlich wirkt in Italien zudem die Lage um die Vulkane im Land. Ein Ausbruch droht. Und auch am Vesuv nahe Neapel bebte am Dienstag erneut die Erde. Gegen 13.35 Uhr erreichte das Beben hier laut INGV allerdings nur eine Stärke von 2.2 auf der Richterskala. Damit liegt es im nicht spürbaren Bereich.

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