VonRichard Stroblschließen
Zu gleich zwei Lawinen-Unglücken kam es am Wochenende in Südtirol. Zwei Touristen kamen ums Leben.
Bozen – Zu einem tragischen Lawinen-Unglück ist es in Italien gekommen. Im Gebiet des Schwarzkofels im Ahrntal kostete ein Lawinenabgang zwei Menschen das Leben. Bei einem anderen Abgang konnte sich eine Frau noch retten.
Bei dem Unglück im Ahrntal in Südtirol wurden ein Mann und eine Frau aus der Region Venedig am Samstag, 25. März 2023, von einer Lawine erfasst. Sie waren als Touristen in der Region und gerade auf einer Schneeschuh-Wanderung, wie die italienischen Portale AltoAdige.it und südtirol.it berichten. Anschließend wurden die beiden knapp 300 Meter entlang einer Rinne talwärts gerissen. Erst am Sonntagmorgen konnten die beiden Leichen auf einer Höhe von knapp 1700 Metern gefunden werden.
Lawinen-Unglück in Italien: Zwei Touristen sterben
Bei den beiden Verunglückten handelt es sich dem Bericht nach um einen 51-jährigen Italiener und eine 33-jährige Frau aus Litauen. Das Hotel, in dem die beiden wohnten, hatte am Samstagabend Alarm geschlagen, als die beiden nicht zurückgekehrt waren. Wegen der bereits einsetzenden Dunkelheit konnte die Rettungsaktion allerdings erst am Sonntagmorgen beginnen.
Zum Verhängnis wurden den beiden wohl auch die aktuellen Witterungsverhältnisse. Diese hatten dem Bericht nach zu einer sehr nassen und schweren Schneedecke in höheren Lagen geführt. Unter diesen Bedingungen sei es fast unmöglich bei einer Lawine an der Oberfläche zu bleiben oder in einer Luftblase zu überleben.
Warnung vor Lawinen in Südtirol – glimpflicher Ausgang bei weiterem Abgang
Aktuell gilt in Südtirol Lawinen-Warnstufe zwei von fünf - auch wegen des geringen Schneefalls. Allerdings ist die Altschneeschicht offenbar sehr gefährlich und kann zu sehr nassen und schweren Lawinenabgängen führen.
Bei einem weiteren Lawinenabgang im Ahrntal hatte eine 51-jährige Frau allerdings großes Glück. Sie konnte einen Lawinenabgang überleben, nachdem sie knapp 180 Meter mitgerissen worden war. Sie wurde nur teils von Schnee begraben und konnte um Hilfe rufen. Die Frau konnte mit leichten Verletzungen gerettet werden. (rjs)
