„Ende der Welt“

Unwetter in Italien fordert zwei Tote – 16-Jährige stirbt in Ferienlager

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Erneut haben schwere Unwetter den Norden Italiens getroffen. Derweil toben Waldbrände im Süden Italiens. Mindestens fünf Menschen kamen dabei ums Leben.

Update vom 26. Juli, 12.53 Uhr: „Der Ursprung von Bränden kann nur Brandstiftung sein“, sagte der Bürgermeister von Palermo, Roberto Lagalla, auf Sky TG24. Mit seinem Verdacht steht Lagalle nicht allein.

Großbrand in Palermo: Bürgermeister äußert dunklen Verdacht

„Die Hand dieser Kriminellen muss gestoppt werden. Wir müssen einen Weg finden, um diese Episoden einzudämmen“, sagte der Bürgermeister von Vieste (Apulien), Giuseppe Nobiletti, wie der italienische TV-Sender Rai berichtet.

In Palermo ermittelt die Staatsanwaltschaft zu den Bränden, berichtet das lokale Onlineportal Livesicilia. Brandstiftung sei sicherlich ein Grund für die vielen Feuer, doch auch, ob im Bereich des Brandschutzes alles Notwendige getan wurde.

Italien im Ausnahmezustand: Unwetter im Norden und Feuer im Süden

Update vom 26. Juli, 11.30 Uhr: Die Nachrichten aus Italien, vor allem aus dem Süden überschlagen sich. Seit mehr als 24 Stunden wüten Feuer auf Sizilien. Die Hügel rund um Hauptstadt Palermo brennen immer noch, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.it. Die Lage in der Gegend von San Martino delle Scale aus und in Altofonte ist noch besorgniserregend. Löschflugzeuge – Canadairs – sind auch in Catania im Einsatz. Mitarbeiter der Forstwirtschaft versuchen in der Provinz Syrakus einen Brand im Naturschutzgebiet Pantalica einzudämmen. Es brennt auch in Apulien am Gargano und in Kalabrien. Drei Menschen sind bei den Bränden ums Leben gekommen. Die Zahl der Todesopfer durch die extremen Wetterbedingungen in Italien steigt damit auf mindestens fünf.

Italien: Der Süden brennt. Auf Sizilien fressen sich Flammen durch das Land. Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen mehrere Großbrände einzudämmen.

Update vom 26. Juli, 7.50 Uhr: Das Wetter in Italien spielt derzeit verrückt. Während im Süden des Landes die Menschen bei mehr als 40 Grad schwitzen, wird der Norden währenddessen von heftigen Unwettern heimgesucht. Regen, Hagel und Sturmböen haben erhebliche Schäden angerichtet und forderten bereits zwei Todesopfer und mehrere Verletzte.

Ein Passagierflugzeug der US-Gesellschaft Delta Air Lines musste nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa kurz nach seinem Start in Mailand seinen Flug abbrechen, da es in das Unwetter geraten ist. Hagel zertrümmerte Berichten zufolge die Nase der Maschine und durchlöcherte Teile der Flügel. Zudem soll die Cockpitscheibe gesplittert und die Triebwerke schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Das Flugzeug konnte dennoch sicher in Rom notlanden.

In Sizilien sorgten größere Wald- und Flächenbrände zu einer kurzzeitigen Sperrung des Flughafens in Palermo, mehrere Flüge mussten umgeleitet oder gestrichen werden. Wie der Sender Rai berichtete, wurden etwa 2000 Menschen vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Palermo ist in Rauch gehüllt. Auch in Apulien und Kalabrien wurden mehrere Brände registriert.

Unwetter in Italien fordert zwei Tote – 16-Jährige stirbt in Ferienlager

Mailand — Die Unwetter-Serie in Italien setzt sich fort. Bereits am Wochenende wurde Nord- und Mittelitalien von schweren Stürmen getroffen. In der Nacht zu Dienstag (25. Juli) traf es erneut den Norden. In Mailand und in der Lombardei wüteten Sturmböen, Hagel und schwere Regenfälle. Videos und Fotos in den sozialen Netzwerken zeigten das Ausmaß des Unwetters. Zwei Menschen kamen ums Leben, weitere wurden verletzt.

Italien: Schwere Unwetter wüten im Norden — Zwei Menschen sterben

Ein Unwetter sorgte in Norditalien erneut für schwere Schäden. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen oder lagen auf Autos, Häuser wurden beschädigt und Dachziegel auf dem Boden zerstreut. Dabei kam eine 16-Jährige in einem Pfadfinderlager in Cedegolo in der Provinz Brescia ums Leben. Sie wurde von einem umfallenden Baum getötet, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag berichtete. Eine 58-jährige Frau wurde von einem umstürzenden Baum zerquetscht, wie das italienische Portal Leggo schrieb.

Tragödie in Pfadfinderlager: Eine 16-Jährige wurde von einem Baumstamm erschlagen.

In Mailand sei der Regen zwar sehr kurz gewesen, aber dennoch intensiv, wie Ansa weiter meldetet. Begleitet wurden die Regenfälle von starkem Wind und Tennisball großen Hagelkörnern. „Es fühlt sich an wie das Ende der Welt“, war in den sozialen Medien zu lesen. Videos zeigten den Sturm sowie die Verwüstungen, die er hinterließ.

Schwere Unwetter in Norditalien — Hagelsturm am Gardasee

Auch rund um den beliebten Urlaubsort Gardasee wütete das Unwetter. Am späten Montagabend ging dort ein heftiger Hagelsturm nieder. Riesige Hagelkörner zertrümmerten Autofenster und demolierten Wohnwägen. Teile der Region Venetien waren ebenso betroffen. Der Präsident der Region, Luca Zaia, teilte am Dienstagmorgen mit, dass in der Gegend ein 16-Jähriger von einem Ast schwer verletzt worden sei. Sieben Menschen wurden leicht verletzt.

Ein Baum liegt auf einem Auto, nachdem er während eines starken Sturms umgestürzt ist.

Ganz anders sieht die Lage im Süden Italiens aus. Dort herrschen starke Waldbrände und enorme Hitze. Auf Sizilien meldetet der Zivilschutz am Montag eine Höchsttemperatur von 47,6 Grad in Catania. Der Flughafen von Palermo wurde am Montag aufgrund nahekommender Waldbrände für mehrere Stunden gesperrt. Auch auf der griechischen Insel Rhodos toben weiterhin schwere Waldbrände. Seit Tagen versucht die Feuerwehr, die Lage unter Kontrolle zu bringen. (vk/dpa)

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