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Sturmtief bringt Böen bis 100 km/h, Regen und Gewitter an der Küste. Der Norden erlebt turbulente Tage, im Süden bleibt Sommerfeeling. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Der Herbst startet in dieser Woche mit voller Wucht. Schon am Montag (15. September) zieht im Nordwesten, Norden und Teilen der Mitte ein turbulentes Schauer- und Gewittergebiet durch. Besonders in Küstennähe zur Nordsee drohen wiederholt kräftige Schauer und einzelne Gewitter, die von schweren Sturmböen begleitet werden können. Weiter südlich, im Osten und vor allem im Süden, zeigt sich dagegen zeitweise die Sonne. Hier bleibt es größtenteils trocken, und die Temperaturen steigen immerhin noch auf 21 bis 24 Grad, stellenweise sogar bis 26 Grad.
Im Norden und in der Mitte bleibt es mit 16 bis 20 Grad kühler. Begleitet wird der Tag von starkem Südwestwind, der im Nordwesten verbreitet Böen zwischen 70 und 90 km/h erreicht. Direkt an der Nordseeküste und auf den Bergen sind sogar bis zu 100 km/h möglich. In der Nacht zum Dienstag zieht Regen bis in den Südosten, während im Nordwesten Schauer nachlassen. Bei Tiefstwerten zwischen 13 und 7 Grad bleibt es besonders an der Küste weiterhin stürmisch. Die Wetter-Prognose für Oktober sieht aktuell nicht wirklich besser aus.
Wetter in Deutschland: Der Dienstag bleibt im Norden gefährlich windig
Auch der Dienstag steht nördlich der Mittelgebirge im Zeichen des Sturms. Immer wieder ziehen kräftige Schauer durch, direkt an der See können kurze Gewitter mit Starkregen niedergehen. Im Binnenland wechseln sich Wolken und sonnige Abschnitte ab, weiter südlich bleibt es insgesamt freundlicher mit nur wenigen Schauern. Die Temperaturen erreichen im Norden 16 bis 21 Grad, im Süden werden noch einmal 20 bis 23 Grad gemessen. Der Südwestwind frischt erneut stark auf, vor allem im Norden sind Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h bis weit ins Binnenland möglich. Entlang der Küsten und auf den höheren Gipfeln drohen erneut Spitzen um 100 km/h. In der Nacht zum Mittwoch beruhigt sich das Wetter etwas, Schauer beschränken sich zunehmend auf die Küstenregionen, während es im Binnenland meist klar wird. Der Wind schwächt sich ab, die Tiefstwerte sinken auf 12 bis 6 Grad. Die Hitzewelle im September scheint endgültig vorbei zu sein.
Wetterwarnung: Sturm, schwere Böen und Gewitter
Die Wetterlage birgt eine erhebliche Gefahrenlage: Am Montag drohen im Westen und Nordwesten bis ins Flachland Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h, in den nördlichen und zentralen Mittelgebirgen sowie im Schwarzwald können Böen bis 90 km/h auftreten. Besonders kritisch ist die Lage an der Nordseeküste und in den westlichen Mittelgebirgen. Dort werden bis zu 100 km/h erwartet, die in der Nacht zum Dienstag andauern. Zusätzlich muss in Küstennähe mit kräftigen Schauern und wiederholten kurzen Gewittern gerechnet werden, die ebenfalls schwere Sturmböen mit sich bringen können. Auch wenn im Süden noch einmal sommerlich warme Werte erreicht werden, zeigt der Norden bereits unmissverständlich, dass der Herbst angekommen ist – mit voller Sturmgewalt und unwetterartigem Regen. Bis Mittwoch können entlang der Nordseeküste Regenmengen von 70 bis 90 Litern pro Quadratmeter zusammenkommen. Wer dort unterwegs ist, sollte sich auf massive Einschränkungen einstellen.
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