VonMartina Lipplschließen
Dunkle Rauchwolken und Flammen standen über der alten Börse in Kopenhagen (Dänemark). Wenige Tage nach dem Großband gibt die Fassade nach.
- Flammen mitten in Kopenhagen: Ein Feuer ist am Dienstagmorgen (16. April) in der alten Börse ausgebrochen
- Dänische Kulturschätze und Kunstsammlung in Gefahr: Einsatzkräfte versuchen Gemälde aus dem 400 Jahre alten Gebäude in Sicherheit zu bringen
Update vom 18. April, 18.38 Uhr: Zwei Tage nach dem verheerenden Brand des Börsengebäudes in Kopenhagen ist die Fassade trotz Stabilisation nun eingebrochen. Wie die dänische Feuerwehr erklärte, ist die ausgebrannte Hälfte des Kopenhagener Wahrzeichens kollabiert. „Leider ist die Fassade entlang des Frederiksholms-Kanal eingestürzt“, erklärten die Einsatzkräfte auf der Social-Media-Plattform X. Verletzt worden sei niemand.
Zuvor hatte man noch versucht, mit Containern die einsturzgefährdeten Wände zu stabilisieren; jedoch nur von außen. Die Innenseite war noch durch Schutt blockiert. Sämtliche Arbeiter konnten sich beim Einsturz in Sicherheit bringen.
Dänischer König bedauert „traurigen Anblick“ der historischen Börse – soll wieder aufgebaut werden
Update vom 16. April, 16.39 Uhr: Das Feuer in der historischen Börse in Kopenhagen ist unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten seien noch im Gange, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Jakob Vedsted Andersen, auf einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag. Die Ursache des am Dienstagmorgen plötzlich ausgebrochenen Brandes blieb noch unklar. Die Hälfte der Börse sei mehr oder weniger niedergebrannt, hieß es. Etwa 135 Kräfte seien im Einsatz gewesen.
„Wir haben mit unserem Vorstand beschlossen, dass wir die Børsen auf jeden Fall wieder aufbauen werden, sagte Brian Mikkelsen, Geschäftsführer der dänischen Handelskammer, im Zusammenhang mit dem verheerenden Feuer. Die alte Börse, in der sich heute die dänische Handelskammer befindet, die auch Eigentümerin des Bauwerks ist, beherbergt unter anderem eine große Kunstsammlung. Einige der Kunstwerke konnten gerettet werden. Teils halfen dabei auch Passanten mit. Die Höhe des Schadens war zunächst unklar.
Auch der dänische König Frederik X. hat sich mittlerweile geäußert. Über das Instagram-Profil des Königshauses nannte er den Brand einen „traurigen Anblick“. Anschließend bedankte er sich bei allen Einsatzkräften und Menschen, die seit dem Morgen dabei geholfen hätten, dass niemand verletzt worden sei und das Gebäude wie die darin aufbewahrten Kunstschätze bestmöglich zu bewahren.
Update vom 16. April, 16.11 Uhr: Rauchschwaden liegen noch in der Luft über der dänischen Hauptstadt. Das Feuer sei inzwischen abgeklungen, berichtet Ekstrabladet. Der Einsatz an der alten Börse in Kopenhagen sei allerdings noch nicht beendet. Seit Dienstagmorgen kämpfen Hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen die Flammen. Ein Teil des Gebäudes sei schwer beschädigt, sagte Einsatzleiter Tim Ole Simonsen bei Hovedstadens Beredskab im Gespräch mit TV2. Das ganze Ausmaß des Schadens an dem 117 Meter breiten Backsteinbau ist zunächst noch unklar.
Der dänische Kulturminister Jakob Engel-Schmidt bedankt sich via X bei den Hunderten Rettern und erklärt: „Ich werde alles dafür tun, dass die Drachenspitze wieder über Kopenhagen thront. Als Symbol für Dänemarks starke Geschichte als Handelsnation.“ Die Turmspitze war kurz nach dem Ausbruch des Feuers eingestürzt.
Der „Dragespir“ war 1625 auf das historische Gebäude gesetzt worden. Die Turmspitze von vier Drachenschwänzen umschlungen, war von drei Kronen gekrönt, die das skandinavische Reich – Dänemark, Norwegen und Schweden symbolisieren. Diese Drachen schützten der Legende nach das Gebäude vor größeren Bränden in der Stadtgeschichte. Das Feuer am Dienstag brach jedoch wohl ganz in der Nähe des Drachenturms aus.
400 Jahre altes Gebäude in Kopenhagen in Flammen – Feuer weiter außer Kontrolle
Update vom 16. April, 12.45 Uhr: Die Löscharbeiten mitten in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen laufen unter Hochdruck, teilt die Feuerwehr mit. Das Feuer an der alten Börse ist laut Medienberichten noch außer Kontrolle. Die Hälfte des riesigen historischen Gebäudes stehe in Flammen, berichtet der Notfallmanager Jakob Vedsted Andersen Vestergaard im Sender TV2 News. Das Kupferdach sei eingestürzt und heize den Brand weiter an.
Die Lage sei kritisch. Das Feuer unter dem Kupferdach schwer zu löschen. Wenn die tragenden Strukturen im Inneren des Gebäudes abbrennen, werden die Wände instabil. Laut Jyllands-Posten werde das Gebäude Turm abwärts in Richtung Christiansborg abbrennen, der Teil, der vom Turm bis zum Hafen reiche, hätten Rettungskräfte gesichert.
Kopenhagen erlebt „Notre-Dame-Moment“ – „schreckliche Bilder“ zeigen historische Zerstörung
Update vom 16. April, 10.55 Uhr: Das Feuer in der alten Börse in Kopenhagen weckt Erinnerungen an den katastrophalen Brand von Notre Dame im April 2019. Die Kathedrale in Paris wurde teilweise zerstört. Der dänische Verteidungsminister Troels Lund Poulsen äußerst sich auf der Plattform X erschüttert über die „schrecklichen Bilder“. Es sei Dänemarks „eigener Notre-Dame-Moment“.
Aus der Kunstsammlung konnten Gemälde, darunter auch das Werk „Von der Kopenhagener Börse“ von P.S. Krøyer gerettet werden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen indes, die Flammen zu löschen. Ein Flügel des Schlosses Christiansborg musste Dienstagmorgen wegen des Feuers evakuiert werden, auch die Gebäude des Finanzministeriums sind davon betroffen, teilte die Polizei Kopenhagen mit.
Historische Börse in Kopenhagen steht in Flammen – die Bilder des Infernos




Flammen in Kopenhagen: Historisches Gebäude brennt lichterloh – Turmspitze von Börse eingestürzt
Erstmeldung vom 16. April, 10.03 Uhr: Kopenhagen – Der Großbrand brach am Dienstagmorgen aus. In den sozialen Netzwerken sind Videos und Fotos von dem Feuer zu sehen. Die historische Börse – eines der ältesten Gebäude in Kopenhagen (Dänemark) – steht lichterloh in Flammen.
Feuerinferno in Kopenhagen – Börse steht in Flammen
Die Turmspitze des Gebäudes ist bereits eingestürzt. Mehrere Straßen und die Innenstadt rund um die Börse abgesperrt, teilt die Polizei Kopenhagen auf X mit. „Wir gehen davon aus, dass das Gebiet über längeren Zeitraum gesperrt ist.“
Die alte Börse mit dem alten Kirchturm wurde 1625 in Kopenhagen fertiggestellt. Es gilt als ein Wahrzeichen. Der historische Komplex wird derzeit restauriert. Auf verschiedenen Videos in den sozialen Netzwerken sind deswegen Gerüste und Planen zu sehen.
Børsen, 16. marts 2024. pic.twitter.com/WOjYkVDEnO
— Steen A. Jørgenssen (@SteenAJ) April 16, 2024
Ziel der aktuellen Restaurierungsarbeiten war es, der Fassade ihr ursprüngliches Aussehen wiederzugeben. Im 19. Jahrhundert war die Börse unsachgemäß renoviert worden.
Dänisches Kulturerbe in Flammen – Passanten helfen, Gemälde zu retten
„Schreckliche Bilder von Börse heute Morgen. 400 Jahre dänisches Kulturerbe in Flammen“, schreibt der dänische Kulturminister Jakob Engel-Schmidt auf X (vormals Twitter).
Mitarbeiter der Börse, Einsatzkräfte und Passanten versuchen wertvolles Inventar vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. „Wie berührend ist es zu erleben, wie die Mitarbeiter von Börse, gute Leute vom Rettungsdienst und vorbeikommende Kopenhagener zusammenarbeiten, um Kunstschätze und ikonische Bilder aus dem brennenden Gebäude zu retten“, so dänische Kulturminister auf X. Mehr Infos folgen. (dpa/ml)
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