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Richard Stroblschließen
Ein heftiger Waldbrand wütet aktuell an der Adria-Küste in Kroatien. Es sind etliche Touristen-Orte betroffen. Viele Urlauber fliehen.
Update vom 22. Juni, 06.18 Uhr: Die Polizei in Kroatien vermutet zunehmend, dass es sich um Brandstiftung handelt. In der Region um Split wird nach einem Täter gesucht, der am Freitag Feuer in Tučepi und Podgora nahe Makarska gelegt haben soll. Untersuchungen an den Brandorten bestätigten den Verdacht der Feuerwehr, dass die Feuer absichtlich entfacht wurden.
In den letzten zwei Tagen waren zahlreiche Mitglieder der Kriminalpolizei von Split-Dalmatien, insbesondere aus der Eliteeinheit, an den Brandorten bei Makarska und Omiš im Einsatz, wie die Nachrichtenagentur HINA inoffiziell erfuhr. Sie arbeiten intensiv daran, die Verantwortlichen zu identifizieren. „An einem der Orte haben wir die Brandursache und den Brandausbruch eindeutig ermittelt, aber aufgrund der strafrechtlichen Ermittlungen möchte ich mich zu unseren Erkenntnissen nicht äußern“, erklärte Siniša Mihanović, der stellvertretende Polizeichef von Split-Dalmatien, gegenüber index.hr. Die umfangreichen Ermittlungen zur Brandstiftung sind noch im Gange. Mihanović konnte nicht bestätigen, ob es sich um einen Einzeltäter oder mehrere Täter handelt.
Die Menschen besonders aus der schwer betroffenen Stadt Marušić haben derweil nahezu alles verloren. Wann es wieder Strom in der Gegen gibt, ist unklar. Die Menschen helfen sich, wo sie können: „Ich möchte vor allem die Nachbarn hervorheben und loben, die, obwohl wir in manchen Situationen unterschiedlicher Meinung waren, alle so geschlossen gehandelt haben, dass wir alle Häuser in diesem Teil von Punta gerettet haben“, erzählt ein Mann bei index.hr.
Menschen in Kroatien fliehen vor den Bränden
Update vom 21. Juni, 21.15 Uhr: In Kroatien sind am Samstag viele Urlauber und Bewohner an der Adria-Küste vor heftigen Bränden geflohen. Von den Feuern sind mehrere beliebte Touristenorte auf einer Strecke von etwa 50 Kilometer südlich von Split am Meer betroffen. Gegen Abend gab es eine Teil-Entwarnung: Der größte Brandherd, zwischen den Orten Omis und Makarska, sei unter Kontrolle gebracht worden, erklärte die Feuerwehr nach Angaben des Nachrichtenportals index.hr.
Die Gefahr ist allerdings noch nicht gebannt: Die Feuerwehr befürchtet während der Nacht das Aufflammen weiterer Brandherde, wegen des starken Windes.
Auch ein Feuer am Stadtrand von Split wurde den Angaben zufolge gelöscht. Ein zunächst wegen des Feuers gesperrter Abschnitt der Autobahn entlang der Küste wurde am Abend wieder geöffnet. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Brandstiftung. Mehrere Gemeinden hatten im Laufe des Tages Not-Unterkünfte für die in Sicherheit gebrachten Menschen eingerichtet. Dutzende Touristen machten davon Gebrauch. Das Rote Kreuz entsandte Sanitäter und Ärzte, die verschiedene Leichtverletzte behandelten. Helfer versorgten die Menschen mit Nahrungsmitteln.
Schwere Brände in Kroatien: Immer mehr Anzeichen deuten auf Brandstiftung hin
Update vom 21. Juni, 18.50 Uhr: Immer mehr Anzeichen deuten auf Brandstiftung als mögliche Ursache für die schweren Brände an Kroatiens Adria-Küste hin. Wie unter anderem das Nachrichtenportal dnevnik.hr schreibt, melden sich immer mehr Augenzeugen, die eine verdächtige Person auf einem Motorrad beobachtet haben sollen. Zudem seien an mehreren Orten Reste von abgebrannten Streichhölzern gefunden worden.
Bestätigt ist der Brandstiftungs-Verdacht bislang allerdings nicht. Die Polizei ermittelt in diese Richtung und bittet die Bevölkerung weiterhin um Mithilfe.
„Verbrannte Erde“ in Kroatien: Brände „unter Kontrolle“ – aber keine Entwarnung
Update vom 21. Juni, 17.55 Uhr: Für die Einsatzkräfte gibt es weiterhin keine Entwarnung angesichts der Brände an Kroatiens Adria-Küste. Das Gebiet rund um die Orte Marusici, Mimice und Pisak bezeichnete der örtliche Feuerwehr-Kommandant Ivan Kovacevic in kroatischen Medien als „verbrannte Erde“.
Aktuell sei das Feuer zwar weitestgehend „unter Kontrolle“, am späten Abend erwarte man allerdings starke Winde. Dadurch könnte das Feuer wieder an Kraft gewinnen, hieß es vonseiten der Feuerwehr. „Wir werden sicherlich die ganze Nacht mit dem Feuer kämpfen“, erklärte Kovacevic weiter.
Verletzte nach Bränden in Kroatien: Feuerwehrmann ins Krankenhaus eingeliefert
Update vom 21. Juni, 16.20 Uhr: Wie das kroatische Nachrichtenportal Slobodna Dalmacija berichtet, sollen die Brände rund um den Ort Marusici wieder stärker geworden sein. Zahlreiche Anwohner sollen demnach die Einsatzkräfte beim Löschen der Brände unterstützen.
Inzwischen gibt es auch erste Berichte über Verletzte. Der Kommandant einer Feuerwehr-Einheit habe Verbrennungen im Gesicht erlitten, berichtet dnevnik.hr. Er sei in ein Krankenhaus in Split eingeliefert worden. Zudem gebe es mehrere leicht verletzte Personen mit leichten Verbrennungen oder Verletzungen, die bei der Flucht vor den Flammen entstanden sind.
Viele evakuierte Personen sind in der Stadthalle des Ortes Omis untergebracht worden. Am frühen Nachmittag waren es Medienberichten zufolge etwa 80 Personen, darunter auch rund 20 Kinder. Es handle sich hauptsächlich um Touristen. Ein Sprecher des Roten Kreuzes erklärte, man erwarte im Laufe des Nachmittags insgesamt 150 Personen.
Feuer an Kroatiens Adria-Küste: Polizei mit traurigem Verdacht
Update vom 21. Juni, 15.20 Uhr: Die Brände an Kroatiens Adria-Küste halten aktuell weiter an. Das Feuer, das am Samstag im Gebiet der Orte Pisak und Marusici in der Nähe von Split ausgebrochen ist, werde aktuell von 145 Feuerwehrleuten und fünf Löschflugzeugen gelöscht. Die Lage sei weiterhin nicht unter Kontrolle, erklärte die Feuerwehr Split laut dnevnik.hr gegenüber der kroatischen Nachrichtenagentur HINA.
Währenddessen hat die örtliche Polizei einen traurigen Verdacht geäußert: Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung eingeleitet. Dafür spreche, dass in der Nähe des Ortes Makarska auf einem kleinen Areal an drei verschiedenen Stellen gleichzeitig Feuer ausgebrochen seien. Vernehmungen früherer erwiesener Brandstifter seien im Gange, erklärte die Polizei laut Medienberichten.
Schwere Brände an Kroatiens Adria-Küste: Ort evakuiert, Urlauber fliehen
Update vom 21. Juni, 13.17 Uhr: Nach Angaben der kroatischen Feuerwehr sind aktuell 142 Feuerwehrleute mit 43 Fahrzeugen an dem Löscheinsatz beteiligt. Zudem sind vier Löschflugzeuge in der Luft. Daneben sind Schiffe der kroatischen Marine in Bereitschaft. In Marusici evakuierte eine Feuerwehr-Spezialeinheit mit zwei Schlauchbooten der kroatischen Marine in der Nacht 25 Menschen. In dem Ort waren insgesamt knapp 200 Menschen - darunter viele Touristen - evakuiert worden.
Das Feuer an der Adria-Küste wird derzeit durch ungünstige Wetterbedingungen begünstigt. Starker Wind facht das Feuer immer wieder an. Dennoch sei „die Lage viel besser als heute Morgen“, so Feuerwehrchef Ivan Kovacevic zu N1. Nur im Westen habe man weiter große Probleme. Man hoffe, das Feuer bis zum Abend unter Kontrolle zu bekommen. Doch die Winde machen eine Prognose schwierig. Er geht davon aus, dass man „sicherlich tagelang im Einsatz“ sein werde.
Erstmeldung vom 21. Juni: Flammen und Rauch beherrschen aktuell das eigentlich idyllische Bild an der Adria-Küste in Kroatien. Ein heftiger Waldbrand hat die Vegetation in Dalmatien in ein Inferno verwaldet. Nach Angaben von Feuerwehrleuten ist der Brand völlig außer Kontrolle geraten. Mehrere beliebte Touristenorte am Meer sind betroffen.
Feuer an Kroatiens Adria-Küste – Urlauber fliehen vor den Flammen
Das Feuer brach etwa 30 Kilometer südlich von Split im Gebiet der Siedlungen Pisak und Marusici aus. Marusici mit seinen etwa 200 Einwohnern und vielen Touristen wurde evakuiert. Die Wasserpolizei brachte viele Menschen auch per Schiff in Sicherheit. Etliche Häuser und Autos brannten aus. Weitere Evakuierungen sind im Gange.
Schwere Brände an Kroatiens Adria-Küste: Bilder zeigen Flammen-Inferno und Ausmaß der Zerstörung




Ein Abschnitt der Adria-Autobahn DC8 entlang der Küste musste zwischen den Orten Omis und Dubce wegen eines Brandes in der Stadt Pisak gesperrt werden, berichteten kroatische Medien. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte.
Etwas weiter südlich an der kroatischen Adriaküste bei Makarska und Omis seien schon vor zwei Tagen Feuer ausgebrochen, berichtete der Sender HRT.
„Wir retten Haus für Haus“: Kroatiens Feuerwehr an Adria-Küste im Einsatz
In kroatischen Medien kursieren aber etliche Bilder von ausgebrannten Autos und verrauchten Gemeinden. Zudem scheinen viele Urlauber Hals über Kopf ihre Unterkünfte zu verlassen. Schon im vergangenen Sommer hatte es in Kroatien heftige Brände gegeben.
„Das Feuer breitet sich aus und wir haben keine Kontrolle darüber. Wir retten Haus für Haus“, so ein Feuerwehr-Kommandant zum kroatischen Portal Dnevnik. Das Feuer breite sich aktuell in Richtung Pisak und Omis aus. „Alles ist in Gefahr“, fügte der Feuewehrler hinzu. Die Brandbekämpfung laufe auch mit Flugzeugen. Trockenheit, Hitze und starker Wind würden die Ausbreitung des Feuers vor allem in den leicht brennenden Kiefernwälder in dem Gebiet fördern, hieß es.
Brand an Kroatiens Adria-Küste: Polizei geht von Brandstiftung aus
Mittlerweile geht die Polizei offenbar von Brandstiftung aus. Das bestätigte der stellvertretende Chef der Polizei von Split-Dalmatien, Sinisa Mihanovic, gegenüber Dvevnik. Die Brandstiftung in den Orten Omis und Makarska sei „durch die Beweislage unwiderlegbar erwiesen“. Jetzt laufe die Fahndung nach dem Täter. Mihanovic sprach von einer „gefährlichen Situation“. Die Lage sei aktuell besonders im Raum Omis am angespanntesten.
Die Feuerwehr von Baška Voda hat sich mittlerweile mit einem Appell an die Bevölkerung gewandt: „Wir löschen das Feuer – aber wir müssen alle gemeinsam gegen die Verantwortungslosigkeit auftreten“, heißt es via Facebook. Bürger sollen melden, wenn sie den Verdacht haben, dass jemand Feuer gelegt hat.
Das Auswärtige Amt warnt unterdessen in seinen Sicherheitshinweisen für Kroatien vor allgemeinen Gefahren in dem Land. (rjs)

