VonMartina Lipplschließen
Eine 30-Jährige ist bei einem Unfall im Wiener Prater ums Leben gekommen. Nun sind Details zu dem tödlichen Achterbahnunfall bekannt.
Wien - Trotz Erster-Hilfe-Maßnahmen an Ort und Stelle verstarb eine Mitarbeiterin der Achterbahn „Olympia Looping“ im Wiener Prater. Die 30-Jährige war von einer Gondel des Fahrgeschäfts erfasst worden, als sie die Schienen unterquerte.
„Olympia Looping“ - Tödlicher Achterbahnunfall in Wien
Die junge Frau habe sich in einem eigentlich abgesperrten Gefahrenbereich bewegt, teilte der Eigentümer der Achterbahn am Mittwoch mit. Gemeinsam mit dem Praterverband zeigte sich Otto Barth in einem Pressestatement zutiefst betroffen. Er sei gegen 20.30 Uhr vom Betriebsleiter informiert worden, dass die Frau „in einem Gefahrenbereich, wo sie nicht hindurfte, wo abgesperrt ist, in die Anlage hineingegangen ist und von dem Zug erfasst wurde“, sagte Barth, wie das ORF berichtet. Die 30-Jährige wurde dabei so eingeklemmt, dass sie trotz Erste-Hilfe-Maßnahmen an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen erlag. Der schreckliche Unfall im Wiener Prater ereignete sich am Dienstagabend (29. März)
„Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen“, sagte der sichtlich getroffene Barth auf der Pressekonferenz. Auch Silvia Lang, Vizechefin des Praterverbandes, habe ihre Betroffenheit ausgedrückt. „Wir werden dieses Unglück gemeinsam aufarbeiten und überlegen eine Aktion, um das Unglück gemeinsam zu verarbeiten“, sagte Lang.
Österreich: 30-Jährige stirbt bei Achterbahnunfall im Wiener Prater
Zunächst waren genaue Abläufe des Unfalls unklar. Das Arbeitsinspektorat wurde der Polizei zufolge in Kenntnis gesetzt, eine gerichtliche Obduktion angeregt. Warum sich die Frau in den Gefahrenbereich begeben habe, ist allerdings weiter unklar. Die 30-Jährige soll nach ORF-Angaben als Reinigungskraft beim „Olympia Looping“ gearbeitet haben. Für die Polizei sieht laut oe24.at derzeit alles nach einem Unglück aus, das allein auf die Fahrlässigkeit des Opfers zurückzuführen sei. Etwaige Mängel in der Betriebsanlage und im Arbeitsprozess soll das Arbeitsinspektorat untersuchen. Auch eine gerichtliche Obduktion sei angeordnet.
Der „Olympia Looping“ steht seit dem tödlichen Unfall im Wiener Prater still. Eine Pressekonferenz zu Praterneuheiten der Saison am Donnerstag wurde abgesagt.
Attraktion „Olympia Looping“ im Wiener Prater
Der „Olympia Looping“ zählt mit einer Streckenlänge von 1.250 Metern zur größten transportablen Achterbahn der Welt, wie es auf der Webseite von praterwien.com heißt. Auf dem Oktoberfest 1989 in München feierte das Fahrgeschäft mit seinen fünf Loopings Weltpremiere. Die Züge sind mit einer maximalen Geschwindigkeit von 100 km/h unterwegs. Der „Olympia Looping“ wurde dieses Jahr zum dritten Mal in Wien aufgebaut. Die Familie Barth zählt zu den erfolgreichsten Schaustellerbetrieben in Deutschland. Auf dem Münchner Oktoberfest 2008 mussten Einsatzkräfte wegen der Achterbahn ausrücken. Ein Achterbahnzug hing in 30 Metern Höhe fest. Verletzt wurden niemand. (ml)

