VonMichelle Breyschließen
Ein Urlaub sei gut geplant. Das beginnt bereits bei der Anreise. Auch in Deutschlands Nachbarland Italien gilt es, einiges zu beachten.
Rom/München – Pasta, Pizza, Sonne, Strand: Italien gilt als eines der beliebtesten Urlaubsländer schlechthin. Zuletzt hatten Dürre und Überschwemmungen dem Land vor Pfingsten zugesetzt. Viele Touristen wird das aber nicht von einer Reise abhalten. Ein Urlaub in Italien will dennoch gut geplant sein. Insbesondere bei der Anreise mit dem Pkw gilt es, einiges zu beachten. Denn es gibt die ein oder andere harte Verkehrsregel. Ein Überblick.
Urlaub in Italien: Vorsicht bei Anreise mit dem Auto - Tempolimit auf der Autobahn
Deutschland ist das einzige Land ohne Tempolimit in Europa. Im Wahlkampf zur Bundestagswahl warben die Grünen aktiv für eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf deutschen Autobahnen. Zunächst ohne Erfolg. Wer also nach Italien reist, muss sich umstellen. Denn in unserem Nachbarland gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.
Maut in Italien: Das müssen Urlauber wissen
- Autobahn-Maut: Sie errechnet sich anhand der zurückgelegten Strecke. Zu bezahlen ist die Autobahn-Maut an Mautstationen. Einzige Ausnahme ist die A2 von Salerno nach Reggio di Calabria, wie der ADAC informiert. Auf der italienischen Insel Sizilien seien lediglich die A20 (Messina - Palermo) und die A18 (Messina - Catania) kostenpflichtig.
- Vignette: Diese ist in Italien nicht erforderlich.
- Schnellstraßen: Hier müssen Urlauber keine Maut zahlen.
- Verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL): Die Zufahrt zu diesen Zonen in Innenstädten wie Mailand, Palermo und Bologna ist mit Kosten verbunden.
- Gebühren für Tunnel: Betroffen hiervon sind der Munt-la-Schera Straßentunnel und der Große St. Bernhard Straßentunnel (beide Schweiz-Italien) sowie der Frejus-Straßentunnel und der Mont-Blanc-Straßentunnel (beide Frankreich-Italien).
Urlaub in Italien: Diese Promillegrenze gilt in Deutschlands Nachbarland
Im Urlaub etwas zu trinken, ist nicht unüblich. Anschließend sollten Fahrende das Auto aber lieber stehen lassen. Die Promillegrenze in Italien beträgt 0,5. Ein absolutes Alkoholverbot gilt für Personen, die noch keine drei Jahre ihren Führerschein besitzen. Die Strafen für Alkohol am Steuer sind immens. Ab 1,5 Promille drohen laut ADAC Geldstrafen bis zu 6.000 Euro. Auch eine Beschlagnahmung des Autos oder eine Zwangsversteigerung seien denkbar.
Linien für Parkplätze in Italien: Doch welche Farbe bedeutet was?
Besonders in Städten ist die Parkplatzsuche indes nicht immer die einfachste. Während die gängigen deutschen Schilder für Parkverbot und Co. bekannt sind, ist die Umstellung in Italien ein wenig größer. Wie der ADAC mitteilt, sind Parkplätze hier auch durch verschiedenfarbige Linien gekennzeichnet:
| Farbe | Bedeutung |
| Blaue Linien | Gebührenpflichtige Parkplätze, eventuell sind diese zeitlich beschränkt. |
| Gelbe Linien | Reservierte Parkplätze, etwa für Busse oder Taxis. |
| Weiße Linien | Kostenlose Parkplätze. Die zusätzliche Beschilderung sei jedoch ebenfalls zu beachten. |
| Schwarz-Gelbe Bordsteinmarkierung | Absolutes Parkverbot. |
Telefon am Steuer: Es droht ein sofortiges Fahrverbot
Mit einer Freisprechanlage gestattet, sonst verboten: Ein Telefon am Steuer ist in Italien strikt untersagt. Wer dagegen verstößt, riskiert neben seiner eigenen und der Gefährdung anderer nicht nur zusätzlich auch eine Geldstrafe. Laut ADAC muss ebenso mit einem Fahrverbot an Ort und Stelle gerechnet werden. Und das gilt nicht nur für Italiener, sondern auch für Urlauber beziehungsweise Autofahrer, die aus dem Ausland einreisen. Ähnlich ergeht es Motorradfahrern, die keinen Helm tragen. Laut ADAC kann dieses infolge 60 Tage lang beschlagnahmt werden und in Sicherheitsverwahrung kommen.
Daneben gibt es in dem Land auch noch einige andere Gesetze, die Urlauber kennen sollten, um die Auszeit nicht unnötig aufs Spiel zu setzen. (mbr)
