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Julian Mayr
Marc Dimitriu
Nico Reiter
Mehrere Personen wurden am Donnerstag unter den Trümmern eines Nachtclubs begraben, darunter zwei deutsche Frauen. Anwohner kritisieren die Nutzung der Bauten.
Update vom 26. Mai, 9.50 Uhr: Eines der Todesopfer des Restaurant-Einsturzes auf Mallorca ist eine Frau aus dem Saarland. Ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Saarbrücken bestätigte am Sonntag entsprechende Medienberichte. Die 31-Jährige aus Marpingen im Landkreis St. Wendel sei bei dem Unglück am Donnerstagabend ums Leben gekommen, sagte der Sprecher. Die Frau sei Mutter zweier Kinder. Weitere Einzelheiten nannte der Sprecher nicht. Die spanische Polizei hatte das Alter der Frau zunächst mit 30 angegeben.
Wie die Bild berichtet, soll der Ehemann der tödlich verunglückten Frau aus dem Saarland bei dem Unglück schwer am Kopf verletzt worden sein. Er soll nach Deutschland in eine Klinik überführt werden.
Nach Angaben der Behörden gab es bei dem Unglück drei weitere Todesopfer: eine 20 Jahre alte Deutsche, eine 23-jährige Spanierin und ein 44-jähriger Senegalese.
Update vom 26. Mai, 06.56 Uhr: Am Samstagabend (25. April) hatten sich vor den Ruinen des eingestürzten Gebäudes viele trauernde Menschen versammelt, wie die Bild berichtet. Sie hielten eine gemeinsame Schweigeminute in Gedenken an die Opfer ab. Auch die umliegenden Restaurants schalteten ihre Musik ab, die Polizei hatte die Straße abgesperrt. Auch die Feuerwehrleute kehren dafür zum Einsatzort zurück und legen symbolisch einen Stiefel und Blumen nieder.
„Es ist eine Schande“: Nachbar berichtet von Einsturz
Update vom 24. Mai, 20.55 Uhr: Die Polizei korrigierte am Freitag die Zahl der Verletzten, die nach dem Unglück in Krankenhäuser gebracht wurden, von 16 auf 14. Es handele sich um zehn Niederländer, drei Deutsche und einen Spanier – es seien acht Männer und sechs Frauen im Alter zwischen 24 und 34 Jahren. Neun von ihnen seien mit Stand Freitagabend noch in Krankenhäusern behandelt worden, aber niemand schwebe mehr in Lebensgefahr.
Vor Ort zeigten sich die Anwohner von der Katastrophe bestürzt, und voller Unverständnis. Menschen erzählten, das Gebäude sei erst „vor ein paar Jahren“ renoviert worden. Der Teil im ersten Stock, der einstürzte, sei als Chill-out-Bereich genutzt worden. Raúl Pursnami, der ein Modegeschäft neben dem eingestürzten Gebäude besitzt, sagte der Zeitung El País: „Wir sind hier alle schockiert. Ich kann nicht sprechen, sie waren meine Nachbarn“. Er habe ein sehr, sehr lautes Geräusch gehört. „Ich kam gerade aus dem Laden und sah, wie das ganze Gebäude einstürzte. Das ist eine Schande, denn theoretisch muss jedes Jahr eine Inspektion durchgeführt werden“, erzählt er. Alles sei sehr schnell gegangen, während die Leute im Restaurant gegessen und auch getanzt hätten.
Ursache für Gebäude-Einsturz in Mallorca weiter unklar
Update vom 24. Mai, 13.25 Uhr: Was genau für den Einsturz des Gebäudes auf Mallorca ursächlich ist, bleibt weiterhin Gegenstand von Ermittlungen. Indes hat sich aber die Architektenkammer der Balearen zum tragischen Einsturz des Medusa Beachclubs in Play de Palma geäußert und neben dem Faktor Überlastung weitere mögliche Ursachen ins Gespräch gebracht.
Der Vorsitzende der Kammer, Bernat Nadal, hat gegenüber dem Sender IB3 erläutert, dass der Einsturz auf das Baumaterial des Gebäudes, die jüngsten Bauarbeiten oder aber auch die Umwidmung des eigentlichen Wohngebäudes zu einer Gaststätte zurückzuführen sein könnte.
Mallorca-Beachclub eingestürzt: Früheres Wohnhaus in Geschäftslokal umgewidmet – Gewerkschaft übt Kritik
Damit schlägt Nadal in eine ähnliche Kerbe, wie Vertreter der Anwohnerschaft zuvor. „Ursprünglich handelte es sich um ein Wohnhaus, aber vor einigen Jahren wurde es in ein Geschäftslokal umgewandelt, und die Überlegungen, die bei der Berechnung der Struktur und der sanitären Einrichtungen angestellt werden müssen, sind anders“, so der Experte. Die Gewerkschaft UGT Baleares kritisiert indes die Stadtverwaltung von Palma, da diese nicht die „notwendigen technischen Kontrollen durchführt, um die Sicherheit zu gewährleisten“.
Update vom 24. Mai, 11 Uhr: Nach dem tödlichen Einsturz eines Lokals an der Playa de Palma laufen weiterhin die Ermittlungen zum genauen Hergang des Unglücks. Wie unter anderem El País berichtet, vermutet die Feuerwehr, eine Überlastung der Terrasse könnte die Hauptursache für den Einsturz des Gebäudes gewesen sein.
In lokalen Medien äußern besonders Anwohner Bedenken, ob die Terrasse beziehungsweise das Gebäude den nötigen Sicherheitsbestimmungen entsprach. Wie Diario de Mallorca berichtete, sei der Neubau erst vergangenen Winter erfolgt. Eine Anwohnerin gab der Lokalzeitung zu Protokoll, dass die Terrasse „noch nicht fertig“ gewesen sei.
Beim Sender Antena3 äußerte sich der Vizepräsident der Anwohnervereinigung kritisch. Es habe bereits einige Vorfälle dieser Art gegeben, da diese Lokale auf bis zu 90 Jahre alten Gebäuden gebaut würden, die ursprünglich für Wohnzwecke bestimmt waren. „Die Struktur hält das Gewicht nicht aus, sie stürzen alle auf die gleiche Weise ein“, sagt der Vertreter der Nachbarschaft. Er hofft nun, dass Präventivmaßnahmen für andere Gebäude ergriffen werden.
Update vom 24. Mai, 9.22 Uhr: Beim Einsturz des Nachtclubs an der Playa de Palma sind dem regionalen TV-Sender IB3 zufolge zwei deutsche Frauen zu Tode gekommen. Wie die Polizei am Freitagmorgen bestätigte, handelt es sich um deutsche Urlauberinnen im Alter von 20 und 30 Jahren. Bei den zwei weiteren Todesopfern soll es sich um eine Frau aus Spanien (23) und einen Senegalesen (44) handeln.
Wie die Mallorca Zeitung berichtete, war zunächst nur der Tod des senegalesischen Mannes bestätigt worden. Dabei soll es sich um einen Türsteher handeln.
Meiste Opfer bei Einsturz von Nachtclub an Playa de Palma auf Mallorca wohl Ausländer
Update vom 24. Mai, 8.16 Uhr: Die Zeitung El País berichtet unter Berufung auf Ermittlungsquellen, im Gegensatz zu Última Hora, von drei toten Frauen und einem Mann. Der Feuerwehrchef von Palma, Eder García sagte den Medien, dass es sich bei den meisten Betroffenen des Einsturzes um Ausländer handelt. Er spricht von „verschiedenen Nationalitäten und mittleren Alters“.
Zudem steht die erste Hypothese für den Zusammenbruch der Bar. Womöglich wurde auf der Terrasse die Traglast überschritten.
Update vom 24. Mai, 6.51 Uhr: Mittlerweile werden weitere Details zu den Opfern des Beachclub-Einsturzes bekannt. Laut Última Hora handelt es sich bei den Toten um zwei Mädchen, einen Mann sowie einen Angestellten der Bar.
Sieben der 16 Verletzten sind laut der Zeitung schwer verletzt. Einige befinden sich demnach in kritischem Zustand. Jetzt ermitteln Mordkommission, Polizei und Stadtrat. Eine der Fragen ist, ob der Medusa Beach Club über alle Öffnungsgenehmigungen verfügte. Außerdem gilt eine dreitägige Trauer auf Mallorca.
Update vom 24. Mai, 5.30 Uhr: Mindestens vier Tote, 16 Verletzte. Der tragische Unfall direkt an der Playa de Palma war verheerend. Menschen tanzten auf der Terrasse des Beachclubs, dann stürzte sie ein. Dramatisch auch die Szenen danach, Rettungskräfte baten immer wieder um Stille, damit Hilfeschreie unter den Trümmern hörbar waren.
Beachclub auf Mallorca stürzt ein: Mindestens vier Tote, 16 Verletzte – die Bilder vom Ballermann-Unglück




Umso lauter der Vorfall selbst. „Es hörte sich wie eine Bombe an“, erzählt ein Bewohner der Regionalzeitung Última Hora über den Moment, als das Gebäude an der Straße Kartago in sich zusammenstürzte.
Die erste halbwegs gute Nachricht erfolgte kurz vor Mitternacht. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass sich unter den Trümmern „mit 90-prozentiger Sicherheit“ keine weiteren Toten befänden.
Club-Einsturz in Mallorca: Offenbar Deutsche unter den Verschütteten
Update vom 24. Mai 2024, 00.11 Uhr: Der spanische Ministerpräsident, Pedro Sánchez, hat sich auf X (ehemals Twitter) zu Wort gemeldet. Er schreibt: „Ich verfolge aufmerksam die Folgen des schrecklichen Zusammenbruchs, der sich am Strand von Palma ereignet hat.“ Er habe gerade mit der Ministerpräsidentin von Mallorca, Marga Prohens, und mit dem Bürgermeister der Stadt gesprochen. „Ich habe ihnen die Bereitschaft der spanischen Regierung zugesichert, mit allen erforderlichen Mitteln und Personal zusammenzuarbeiten. Ich möchte den Familien der Verstorbenen mein Beileid aussprechen und den Verletzten eine baldige Genesung wünschen.“
Sigo de cerca las consecuencias del terrible derrumbe ocurrido en la playa de Palma.
— Pedro Sánchez (@sanchezcastejon) May 23, 2024
Acabo de hablar con la presidenta @MargaProhens y con el alcalde de la ciudad, @JaimeMartinez, a los que he trasladado la disposición del Gobierno de España a colaborar con todos los medios y…
Update vom 23. Mai 2024, 23.47 Uhr: Wie die Zeitung Diario de Mallorca berichtet, haben sich bis zu tausend Menschen nach 21 Uhr auf der Straße versammelt. Der Bürgermeister von Palma, Jaime Martínez, sowie der erste stellvertretende Bürgermeister, Javier Bonet, sind ebenfalls zum Unfallort gereist, um aus erster Hand zu sehen, wie die Lage vor Ort ist.
Beachclub auf Mallorca stürzt ein: Mindestens vier Tote und Deutsche unter den Verletzten an der Playa de Palma
Update vom 23. Mai 2024, 23.28 Uhr: Unter den Verletzten sollen sich auch Deutsche befinden. Das haben Augenzeugen der Mallorca Zeitung berichtet. Der erste Stock sei bis zum Keller eingebrochen, berichteten die Zeitung El País und andere Medien ebenfalls unter Berufung auf Augenzeugen. Einige Opfer seien vermutlich noch unter den Trümmern, hieß es.
Den Berichten zufolge waren gegen 23.00 Uhr Einheiten von Polizei, Feuerwehr sowie Notfalldienst noch am Unfallort im Einsatz. Mehr als zehn Krankenwagen seien vor Ort.
Nach dem Start der Party-Saison ist die Playa de Palma seit Ende April wieder voller Touristen, die mehrheitlich aus Deutschland kommen.
Unfall auf Mallorca: Beachclub eingestürzt – Mindestens 30 Verletzte
Update vom 23. Mai 2024, 23.17 Uhr: Wie die Bild berichtet, hat die Polizei den Unfallort großräumig abgesperrt. Ein Notfall-Team sei vor Ort, ebenso die Feuerwehr mit mehreren Einsatzwägen. Die Einsatzkräfte suchen noch nach möglichen Verschütteten. Außerdem gebe es ungefähr 30 Verletzte, teilten die Notfalldienste der spanischen Urlaubsinsel am Donnerstag mit.
Erstmeldung vom 23. Mai: Playa de Palma – Wie die Mallorca Zeitung berichtet, ist am Abend des 23. Mai ein Gebäude auf Höhe des Balneario 2 in Playa de Palma eingestürzt. Es handelte sich um den Medusa Beach Club. Einige Menschen sind unter den Trümmern eingeschlossen. Laut der Bild gibt es vier Tote und mehrere Verletze.
Nachtclub auf Mallorca stürzt ein: Mehrere Verletze und mindestens ein Toter an der Playa de Palma
Der Vorfall ereigntete sich laut dem Mallorca Magazin kurz nach 20.00 Uhr in der Calle Cartago im Ortsteil Ses Cadenes auf Höhe des Balneario 2. Augenzeugen zufolge sei das oberste Stockwerk des Clubs eingestürzt. Anschließend sei auch das Stockwerk darunter eingefallen. Nachbarn haben sofort die Einsatzkräfte alarmiert. Bei dem Haus handelt sich um ein relativ niedriges, zweistöckiges Gebäude. Zunächst wurde vermutet, dass die Zwischendecke eingestürzt sei.
Mehrere Gäste wurden unter den Trümmern begraben. Mindestens zehn weitere Menschen sollen noch verschüttet sein. Der Ort ist beliebt bei Touristen. Welche Nationalität die Betroffenen haben, ist noch ungeklärt.
Die Playa de Palma wurde um den Ort des Geschehens abgesperrt. Auch der Strand ist nicht zugänglich. Die Feuerwehr, mehrere Krankenwägen und die Nationalpolizei sind vor Ort. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Verschütteten zu befreien. Auf der Straße werden Verletzte durch Krankenwägen behandelt. (nr)
Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa







