- VonDominik Jungschließen
Wird der Sommer 2025 heiß, feucht und gefährlich? Wettermodelle zeigen eine explosive Mischung aus Wärme und Starkregen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Der Wetterdienst wetter.net und internationale Modelle wie das CFS-Modell der NOAA zeichnen für den Sommer 2025 ein klares Bild: Es wird warm, aber nicht durchgehend sonnig und trocken. Stattdessen deuten viele Wetterdaten darauf hin, dass sich immer wieder schwülwarme bis tropische Luftmassen nach Mitteleuropa schieben. Diese bringen viel Wärme mit, allerdings auch eine große Menge an Feuchtigkeit – ein typisches Muster für Unwetterlagen.
Ob Spitzenwerte von über 35 Grad erreicht werden, lässt sich derzeit noch nicht sicher sagen. Doch unabhängig davon spricht viel für drückende, schwüle Tage, die besonders in Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit Unwetter mit Blitz, Donner und Starkregen begünstigen. Bereits jetzt kündigt sich erster Regen in einigen Teilen Deutschland an.
Wetter im Sommer 2025: Unwettergefahr durch feuchte Atmosphäre nimmt zu
In den vergangenen Jahren haben sich solche Wetterlagen bereits häufiger gezeigt. Die Atmosphäre kann durch die zunehmende Erwärmung deutlich mehr Feuchtigkeit speichern – eine der Hauptursachen für extreme Wetterereignisse. Das Potenzial für Gewitter mit lokalem Starkregen, Sturzfluten und Überschwemmungen ist hoch.
Ereignisse wie die Ahrtalflut 2021 haben gezeigt, wie zerstörerisch solche Extremwetterlagen sein können. Auch in diesem Sommer könnten regional schwere Schäden durch sintflutartige Regenfälle auftreten, insbesondere wenn sich Gewitterzellen über einem Ort festsetzen. Die Gefahr besteht also weniger in langanhaltender Trockenheit, sondern vielmehr in plötzlichem, intensivem Starkregen.
Tropennächte, schwüle Tage – und wenig Chancen für Dürre
Ein wochenlanger Dürresommer ohne nennenswerte Niederschläge, wie er in manchen Medien angekündigt wurde, erscheint angesichts der aktuellen Modelllage eher unwahrscheinlich. Zwar dominiert derzeit noch eine Hochdruckwetterlage, doch nach vielen Wochen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich das Großwetterbild bald ändert.
Dann steigt die Gefahr für einen sogenannten „Tropensommer“: warme, drückende Luft, kaum Abkühlung in der Nacht und Temperaturen über 20 Grad auch zur Schlafenszeit. Tropennächte könnten damit zur Normalität werden. Solche Entwicklungen sind keine Ausnahme mehr – sie reihen sich ein in einen Trend, den Meteorologen seit Jahren beobachten: ein Sommer, der zwar warm, aber auch sehr feucht und instabil ist.
Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Jan Eifert

