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Auf Sturm und Regen folgt Kälte – am Wochenende rauscht die Schneefallgrenze in den Keller. So frostig wird der Wochenstart. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Das Wochenende zeigt sich von seiner ungemütlichsten Seite. Am Samstag (25. Oktober) bleibt es meist stark bewölkt, immer wieder fällt Regen – teils kräftig. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 1000 Meter. Die Höchstwerte erreichen nur noch 6 bis 13 Grad, also spürbar kühler als zuletzt. Der Wind bläst kräftig aus Südwest, in Böen oft stürmisch. Vor allem an der Nordsee und im höheren Bergland drohen Sturmböen, vereinzelt sind sogar schwere Sturmböen oder orkanartige Böen auf exponierten Gipfeln möglich. Das Tief „Joshua“ sorgt für turbulentes Wetter, bevor es auf seiner Rückseite deutlich kühlere Luftmassen nach Deutschland lenkt.
In der Nacht zum Sonntag bleibt es an der Nordsee trüb und nass, sonst gibt es zwischen einzelnen Schauern auch mal längere Pausen. Die Tiefstwerte liegen bei 9 bis -1 Grad, an der Küste bleibt es milder. Auch am Sonntag (26. Oktober) dominieren viele Wolken. Im Osten und Südosten blitzt die Sonne ab und zu hervor, während es in der Südwesthälfte und im Nordwesten weiter regnet. In höheren Lagen mischt sich zunehmend Schnee unter den Regen. Die Temperaturen steigen nur noch auf 5 bis 11 Grad, und der Wind bleibt kräftig – besonders an der See und in Hochlagen mit Sturmgefahr.
Am Samstag tobt der Sturm, am Sonntag fallen die Temperaturen: Wetter wird winterlich
Zum Wochenstart (27. Oktober) setzt sich das nasskalte Wetter fort. Dichte Wolken, verbreitet Regen – und oberhalb von 800 bis 900 Metern wird es weiß. Im Alpenraum, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald fällt der Schnee teilweise kräftig, die Flocken tanzen so tief wie noch nie in dieser jungen Wintersaison. Die Höchsttemperaturen liegen bei 4 bis 10 Grad, in den Hochlagen um 2 Grad. Der Wind bleibt ruppig mit stürmischen Böen, im Bergland sind Sturmböen möglich.
Auch in der Nacht zum Dienstag zeigt sich der Winter von seiner unbequemen Seite. Bei 6 bis 1 Grad, im Bergland um –1 Grad, drohen Frost und Glätte. Selbst in mittleren Lagen kann es vorübergehend weiß werden, während sich an der Küste der Wind weiter austobt. Am Dienstag (28. Oktober) selbst bleibt es nasskalt mit Regen- und Schneeschauern. Nach dem Sturmwochenende ist klar: Der Herbst hat seinen Biss verloren – jetzt kommt der erste Wintergruß für große Teile Deutschlands.
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