VonJohannes Welteschließen
Nahe Mantua angelte sich Alessandro Biancardi einen 2,85 Meter langen Wels im Fluss Po – das ist ein neuer Weltrekord. Überraschend ist, was der Italiener mit dem Fisch gemacht hat.
Revere – Seit 35 Jahren angelt der Arbeiter Allessandro Biancardi (43) aus dem lombardischen Mantua (Italien) nach Karpfen und Zandern. Auch Welse haben es ihm seit Jahren angetan. Jetzt ist ihm im Fluss Po ein Monsterfisch an die Angel gegangen – ein riesiger Wels oder auch Waller genannt.
Fast eine dreiviertel Stunde lang kämpft der Italiener mit dem Riesenfisch
Biancardi war mit einem Anglerboot bei der Ortschaft Revere etwa 35 Kilometer östlich seiner Heimatstadt angeln, als er den kapitalen Fisch an die Angel bekam. Schon seit 23 Jahren wusste er von dem riesigen Fisch, bislang hatte er ihn aber nicht an die Angelschnur bekommen. In der Pfingstwoche biss der Riesenfisch dann endlich an – beim Vertikalangeln. Man lässt dabei die Angelschnur mit dem Köder senkrecht ins Wasser hängen, wo der Köder dann am Boden liegenbliebt. Hier hält sich auch der Waller am liebsten auf.
Genau 43 Minuten lang kämpfte Biancardi mit dem Monsterwaller an der Angel, bis der Fisch so sehr ermüdet war, dass er ihn fangen konnte. Dazu sprang der Angler ins Wasser und zog den Riesenfisch mit dem Wallergriff an Land. Dabei greift der Fischer in den robusten Unterkiefer des Fisches und benutzt ihn als Griff. Biancardi fotografierte und filmte den riesigen Fisch. Dann wurde der Wels vermessen: Der Fisch maß 285 Zentimeter Länge und übertraf damit den bestehenden Weltrekord um vier Zentimeter.
Was nach dem Fang passiert, ist verblüffend
Doch statt ihn anschließend zu schlachten und aufzuessen, entließ der Angler den Riesen-Waller danach wieder in den Fluss. Alte Waller sind ohnehin nur schwer genießbar. Wie es zu seiner Anglerleidenschaft kam, erklärt Biancardi bei madcat-fishing.com: „Die Leidenschaft für das Angeln wurde von meinem Vater im Alter von acht Jahren geweckt.“
Der nahm mich zu einem Angelwettbewerb mit. „Und dank ihm gewann ich den ersten Preis - es war der Beginn eines großen Abenteuers, das mich jedes Jahr immer mehr beschäftigt“, berichtet Biancardi. „Ich habe Tausende von Welsen aller Größen und mit unterschiedlichen Techniken gefangen“, erzählt er stolz weiter. Und nun hat er den größten Wels aller Zeiten geangelt.
Lange herrschte extreme Dürre und Wasserknappheit am Fluss Po. Die Wasserkrise spitze sich im Frühjahr zu. Ehe Italien im Frühsommer von heftigen Unwettern getroffen wurde.
Rubriklistenbild: © Alessandro Biancardi/Facebook

