„Richtig so“

Streit über den Wolken eskaliert – Pilot dreht um und wirft Mutter raus

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Turbulenzen gibt meistens in Form von Luftlöchern. In einem Fall bringt jedoch eine Mutter ein Flugzeug zum Umdrehen – und wird schließlich rausgeworfen.

Olbia – Als Familie zu verreisen, kann anstrengend sein, besonders im Flugzeug. Auf Plätzen stillzusitzen und bis zur Ankunft zu warten, ist für Kinder oft langweilig. Egal ob Flugzeug-, U-Boot- oder Taxi-Eltern, es ist ihre Aufgabe sicherzustellen, dass die Kinder sich im Flugzeug angemessen verhalten und nicht gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen. Eine Frau sah das auf dem Rückflug von Sardinien nach Rom offenbar anders und stritt sich mit dem Personal im Flugzeug so heftig, dass der Pilot kurzerhand umdrehte.

Lufthansa: Neuer Luxus über den Wolken

Lufthansa Economy mit mehr Beinfreiheit
Bei der Lufthansa Economy gibt es mit der „Allegris“ Produktreihe nur ein paar Änderungen. So soll es mehr Beinfreiheit geben und, wer möchte, kann dafür bezahlen, dass der Nachbarsitz frei bleibt. Die Economy und Economy Plus Sitze gibt es schon seit einem Jahr in den Maschinen von Swiss Air, das zu Lufthansa gehört.  © Lufthansa
Lufthansa Premium Economy mit ausklappbarer Beinstütze
Die Premium Economy Class ist eine Stufe höher - also teurer, als die Economy Class. Besonders attraktiv auf Langstreckenflügen ist hier, dass Fluggäste in der Premium Economy Class eine Beinlehne ausklappen und sich weiter zurücklehnen können. Dadurch entsteht (fast) das Gefühl, in einem Bett zu liegen.  © Lufthansa
Lufthansa Premium Economy mit ausklappbarer Beinstütze
Die Premium Economy Class existiert schon auf Langstreckenflügen bei Swiss Air. Dort kostet ein Sitzplatz in der Premium Economy teilweise doppelt so viel, wie in der normalen Economy.  © Lufthansa
Die neue Business Class mit mehr Platz und Privatsphäre.
Die neuen Lufthansa-Produkte in der Business Class wirken schon fast wie eine eigene Mini-Siute. Neben brusthohen Schiebetüren gibt es an jedem Platz eine kleine Garderobe und eine Mini-Bar. Außerdem lassen sich die Sitze alle in Betten mit mindestens zwei Metern Länge verwandeln.  © Lufthansa
Die neue Business Class mit mehr Platz und Privatsphäre. Hier ein Doppelsitzplatz.
In der neuen Business Class, die es ab 2024 geben soll, können Reisende auch einen Doppelsitz buchen. Die Mittelkonsole kann zum Schlafen herabgesenkt werden, sodass für zwei Personen ein Schlafplatz ermöglicht wird. Zudem gibt es bei allen Sitzen eine intergrierte Sitzheizung.  © Lufthansa
Lufthansa First Class Suite Plus mit verschließbarer Tür
Das Highlight der neuen Lufthansa-Produktreihe ist die neue First Class Suite Plus: Eine eigene Kabine mit Doppelbett und verschließbaren Türen. Es ist quasi ein fliegendes Privatzimmer“. © Lufthansa
Lufthansa First Class Suite Plus mit verschließbarer Tür
Der Doppelsitz ist mit dem Entertainment-System in der Suite verbunden. Auch hier haben die Sitze natürlich Heiz- und Kühlsysteme. Des Weiteren gibt es eine Garderobe im Zimmer.  © Lufthansa
Lufthansa First Class Suite Plus mit verschließbarer Tür
Der Sitz kann dann zu einem Doppelbett umgeklappt werden. Was genau diese Suite ab 2024 kosten wird, ist noch nicht bekannt. Aktuell können Reisende einen Flug in der First Class bei der Lufthansa für mindestens 5.000 Euro buchen. Hier ist aber noch kein Doppelbett inklusive.  © Lufthansa

Streit im Flugzeug eskaliert: Mutter soll Handy nach Stewardess geworfen haben

Vor dem Zwischenfall soll die Mutter mit ihren beiden Kindern Urlaub auf der italienischen Insel Sardinien gemacht haben. Der Abflug war für 17 Uhr geplant, verspätete sich jedoch um zwei Stunden, berichtet das Portal unionesarda.it. Bereits beim Boarding soll die Familie aufgefallen sein, da sich der Nachwuchs offenbar nicht anschnallen wollte. Als eine Stewardess die Mutter darauf ansprach und ihr erklärte, dass sich die Kinder an die Vorschriften der Airline halten müssen, eskalierte die Situation.

Eine Mutter stritt sich im Flugzeug so sehr mit einer Stewardess, dass der Pilot umdrehte und die Frau rauswarf. (Symbolbild)

Der Streit soll derartig ausgeartet sein, dass die Frau ihr Handy nach der Stewardess geworfen haben soll. Als der Pilot vom Zwischenfall erfuhr, machte er kurzen Prozess und drehte nach weniger als der halben Strecke um. Statt weiter nach Rom zu fliegen, kehrte das Flugzeug zum Flughafen Olbia zurück. Dort wurde die Mutter bereits von Grenzpolizisten erwartet. Die Frau selbst beteuert laut dem Bericht, sie hätte ihr Handy nicht geworfen, es sei ihr aus der Hand gefallen. In einem anderen Fall stimmten die Passagiere sogar mit Handzeichen ab, um eine Frau aus dem Flugzeug werfen zu lassen.

Flugzeug dreht um und wirft Mutter raus – auf Facebook wird der Pilot gefeiert

Der Sender RTL hat die Story aufgegriffen und auf der Social-Media-Plattform Facebook veröffentlicht. Über 4000 Nutzer haben den Beitrag kommentiert und offenbar sind sich die meisten Leser einig – in vielen Kommentaren heißt es schlicht „richtig so“. Mitgefühl gibt es eher für die anderen Fluggäste, die durch den Vorfall ebenfalls später in Rom ankamen. In einem Kommentar heißt es beispielsweise: „Unglaublich und alle anderen Fluggäste müssen darunter leiden!“

Einige Nutzer gehen sogar noch weiter, so heißt es in zwei Kommentaren, dass die Frau zahlen solle. „Ich hoffe doch sehr, dass die Mutter für die entstandenen Kosten aufkommen muss.“ Und: „Dass die Kinder einfach nicht mehr hören können. Die Mutter soll dafür jetzt auch die Kosten bezahlen.“

Keine Sonderbehandlung für Familien im Flugzeug – eine Person stellt sich auf die Seite der Mutter

Eine Person sieht die Situation jedoch auch anders und hat Verständnis für die Mutter. Im Kommentar schreibt sie: „Wow ein ganzes Flugzeug voller Erwachsener fliegt lieber zurück, anstatt zwei kleine Kinder abzulenken und zu beruhigen! Wow!“ In der Kommentarspalte bleibt die Person mit ihrer Meinung jedoch deutlich in der Unterzahl.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Viele Personen finden offenbar, dass für Eltern mit ihren Kindern im Flugzeug keine Sonderregeln gelten. Eine Frau, die ihren Platz im Flugzeug nicht für ein Kind freigeben wollte, erfährt unter einem TikTok-Post ebenfalls viel Zuspruch.

Rubriklistenbild: © Montage: dpa/Imago/Zoonar

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