VonMartina Lipplschließen
Sandstrände von Australien sehen auf den ersten Blick traumhaft aus – eigentlich. Doch jetzt kursiert ein Video in den sozialen Netzwerken – es verstört viele Menschen.
Brisbane – Es ist nur ein kurzer Clip, gefilmt an einem Sandstrand in Australien. Doch die Aufnahmen brennen sich wohl bei den meisten für immer ins Gedächtnis ein. Das TikTok-Video macht schon seit einiger Zeit die Runde. Mehr als 5 Millionen (Stand: 26. Juni, 16.42 Uhr) gefällt es. Die 20 Sekunden haben es tatsächlich in sich.
| Tiere | Australische Sandwürmer |
| Wissenschaftlicher Name | Pseudonereis |
| Länge | bis zu 2 Meter |
| Verbreitung | New South Wales bis Western Australia |
„Nie wieder am Strand“: Fischer zieht „schlimmsten Alptraum“ aus dem Sand
Das Video fängt harmlos an, doch dann ist eine Kreatur zu sehen, die sonst im Verborgenem unter den Sandstränden lauert: Mit einem Stück Fisch in der Hand lockt ein Mann einen Strandwurm (umgangssprachlich in Australien als Beach Worm bekannt) an die Oberfläche. Dann packt er den Wurm am Kopf und zieht ihn mit einer Zange heraus. Das dünne Tier zappelt vor der Kamera und ist extrem lang.
Die Kreaturen – Sandwürmer – können bis zu drei Meter lang werden. Sie sind an der gesamten südostaustralischen Küste an der Niedrigwassergrenze eingegraben, heißt es in einem kurzen Steckbrief zu „Beach Worms“ auf der Webseite vom Bundesstaat New South Wales. Strandwürmer haben demnach einen muskulösen Körper, der aus Hunderten von Körpersegmenten besteht. Und: Es gibt unterschiedliche Arten an den Stränden. Die Würmer können von einer roten bis grünlichen Farbe am Kopf bis zu einem perlweißen Körper variieren.
Strandwürmer (Beach Worms) in Australien sind Allesfresser – sie kommen nur zum Fressen aus dem Sand
Die Würmer sind dafür bekannt, dass sie zwar auch Menschen beißen, aber nicht auf eine tödliche Art. Die unter dem Sand lebenden Riesensandwürmer sind nur selten zu sehen, teilt das Australian Museum mit. Sie kommen nur zum Fressen von totem Fisch, Seetang oder toten Kraken aus dem Sand.
Die Würmer stecken dafür nur kurz ihre Köpfe aus dem Sand, packen das Futter mit ihren Kiefern, fressen es und verschwinden wieder. Sie werden von Fischen und Vögeln gejagt, wenn sie zum Fressen aus dem Sand kommen. Bei Anglern sind die Sandwürmer als Köder ziemlich gefragt. Im Netz sind zahlreiche Tipps und Tricks zu finden, wie sich hungrige Würmer anlocken und fangen lassen.
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Existenz von Strandwürmern am Strand macht User fassungslos: „Manche Dinge sind besser, wenn man sie nicht gesehen hat.“
Über die Existenz der Strandwürmer in Australien sind viele Menschen entsetzt, und „wünschten, sie hätten nie davon erfahren“. Eine Userin schreibt: „Manche Dinge sind besser, wenn man sie nicht gesehen hat.“ „Neue Angst freigeschaltet“, schreibt ein anderer. „Ab jetzt nur noch mit Ritterrüstung ins Wasser. Hab verstanden“, ist in den Kommentaren zu lesen. Der Schreck nach dem TikTok-Video sitzt bei manchen tief: „Nie wieder an den Strand.“
- Kommentare auf TikTok
- „Manche Dinge sind besser, wenn man sie nicht gesehen hat.“
- „Neue Angst freigeschaltet“
- „Ab jetzt nur noch mit Ritterrüstung ins Wasser. Hab verstanden.“
- „Nie wieder an den Strand“
Die Sandwurm-Geschichte nehmen einige auch mit Humor: „Nie wieder an den Strand“ plus drei Lach-Memojis, postet jemand. Über das Aussehen des zappelnden Wurms witzelt einer: „Länger als meine Zukunft“. Apropos Zukunft: Der TikTok-Clip beflügelt offenbar auch die Vorstellungskraft: „Stell Dir vor, du liegst eines Tages im Sand und schläfst, und du spürst etwas Langes in deinem Ohr zucken.“
Es gibt jedoch auch solche, die vom Video eher unbeeindruckt sind. „Sind nur Fischköder“, kommentiert ein Mann. Eine Frau betont, dass in Australien sicherlich jeder darüber Bescheid wüsste.
Australien ist bekanntlich zwar das Land der Gifttiere. Der Sandwurm, auch wenn sich viele davor gruseln, gehört eben nicht dazu. An Land dürfte es kaum ungewöhnlich sein, auf Schlangen zu treffen. Bis vielleicht auf die Attacke einer Mega-Python. (ml)
Rubriklistenbild: © Screenshot TikTok Montage

