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Die Feinstaubwerte steigen aktuell massiv an und überschreiten in vielen Regionen Europas die Grenzwerte. Doch Meteorologe Dominik Jung macht Hoffnung.
Kassel – Die Feinstaubwerte erreichen in dieser Woche ein besorgniserregendes Niveau. In Deutschland wird die Grenzmarke von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter vielerorts überschritten, und unsere Nachbarländer sind noch stärker betroffen.
Feinstaub-Hoch in Europa überschreitet Grenzwert – Wetter-Experte erklärt die aktuelle Belastung
Besonders in Polen steigen die Werte auf alarmierende 200 Mikrogramm – das Vierfache des deutschen Grenzwerts. „Die Ursache liegt in der derzeitigen stabilen Wetterlage unter Hoch Beate“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Es fehlt an Wind, und die Luftmassen stehen förmlich still, wodurch Schadstoffe nicht abtransportiert werden. In Sachen Feinstaubbelastung herrscht aktuell sozusagen die höchste Warnstufe Lila.“ Vor allem grenznahe Regionen Deutschlands leiden unter der Belastung, da ein Teil des Feinstaubs aus den Nachbarländern herüberzieht.
Die gesundheitlichen Folgen der Feinstaubbelastung
Hohe Feinstaubwerte haben direkte Auswirkungen auf die Gesundheit. Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen sind besonders gefährdet. Langfristig können hohe Konzentrationen von Feinstaub schwerwiegende Schäden verursachen, von chronischen Lungenproblemen bis hin zu erhöhtem Risiko für Herzinfarkte.
Die aktuelle Belastung wird am Dienstag (21. Januar) ihren Höhepunkt erreichen, und für viele Menschen bedeutet das, sich möglichst wenig im Freien aufzuhalten. Experten raten, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und Wohnräume gut abzudichten, um die Belastung zu minimieren.
Donnerstag bringt frischen Wind – Feinstaub-Hoch hat klares Ablaufdatum
Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels: „Ab Donnerstag wird es in Deutschland deutlich windiger, nasser und wechselhafter“, verspricht Jung. Hoch Beate verabschiedet sich, und Tiefdruckgebiete bringen die dringend benötigte Bewegung in die Atmosphäre. Die stehenden Luftmassen werden ordentlich durchgemischt, und der Feinstaub kann endlich abtransportiert werden.
„Dann heißt es wieder kräftig durchatmen“, so Jung. Bis dahin sollten gefährdete Personen Vorsicht walten lassen und auf aktuelle Feinstaubwarnungen achten.
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