Opfer schwamm im Meer

New York von seltsamer Hai-Attacke geschockt: „Verletzung ist ungewöhnlich“

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Nach einer Hai-Attacke war der Strand von New York zeitweise gesperrt. Das Opfer war allein im Meer geschwommen – dann hörten Rettungsschwimmer Schreie.

Update vom 10. August, 13.25 Uhr: Eine Frau (65) ist von einem Hai gebissen und schwer verletzt worden. Der Hai-Biss an einem Strand von New York ist nach Ansicht von Experten bemerkenswert. Der Hai biss der 65-Jährigen ein großes Stück ihres linken Oberschenkels ab. An ihrem Oberschenkel klaffte eine große Wunde.

Hai-Biss am Strand von New York „qualitativ anderes“

Der Biss sei „qualitativ anderes“, sagte auch Gavin Naylor, Direktor des International Shark Attack File von der University of Florida der Nachrichtenagentur AP. Bei den meisten gemeldeten Hai-Bissen in New Yorker Gewässern habe es sich um kleinere Haie gehandelt, die Knöchel oder Unterschenkel einer Person mit einem Fisch verwechselt hätten.

Die Bisswunde würde seiner Meinung nach am ehesten auf einen jungen Weißen Hai hindeuten, obwohl auch ein Bullen- oder Sandbankhai infrage kommen könnten. „Dies ist eine sehr schwere Verletzung durch etwas, das stark und eindeutig ist“, sagte Hai-Experte Nylor. „Es ist sehr vorsätzlich.“

Gibt es ein Hai-Problem in New York?

Neben der außergewöhnlichen Biss-Verletzung ist es noch eine andere Sache, die Menschen in New York umtreibt. Hai-Sichtungen und auch „Hai-Kontakte“ nehmen deutlich zu. Die Raubfische gehen vermehrt an der Küste auf Köderfische-Jagd, die durch Naturschutzbestimmungen offenbar prächtig gedeihen.

Allein in den beiden vergangenen Sommern meldeten 13 Schwimmer einen Hai-Biss vor der Küste Long Islands (davon acht im Jahr 2022). Das ist erstaunlich. Denn seit Beginn der Aufzeichnung der Shark-Attack-File im Jahr 1837 bis heute sind insgesamt 20 Hai-Angriffe in New York verzeichnet.

Nach dem blutigen Vorfall an einem städtischen Strand von New York verhängte die New Yorker Parkverwaltung ein striktes Badeverbot. Der Rockaway Beach und auch weitere Strände wurden vorübergehend zum Schwimmen und Surfen gesperrt. Drohnen und Boote patrouillierten über dem Atlantik, um nach Haien Ausschau zu halten. Inzwischen sind die Strände wieder zum Schwimmen geöffnet, „den ganzen Tag über bis in die Nacht hinein wird die Land-, Drohnen- und Bootsüberwachung am Rockaway Beach fortgesetzt“, teilt die Parkverwaltung mit.

Hai-Alarm in New York: Drohnen schwirren in der Luft, um die Strände zu sichern, auch Boote sind im Einsatz, um nach Haien Ausschau zu halten.

New York von seltsamer Hai-Attacke geschockt: „Verletzung ist ungewöhnlich“

Erstmeldung vom 9. August 2023

New York – Ein blutiges Drama spielte sich an einem städtischen Strand von New York (USA) ab. Eine Schwimmerin (65) ist von einem Hai beim Schwimmen gebissen und schwer verletzt worden. Polizeihubschrauber überwachen die Küste und suchen das Meer nach Haien ab, teilt die New Yorker Parkverwaltung mit. Es ist seit Jahrzehnten der erste Hai-Angriff am Rockaway Beach.

OrtNew York (USA)
StrandRockaway Beach 59th Street
VorfallHai-Angriff
letzter bekannter VorfallVor rund 70 Jahren

Blutiges Drama am beliebten Strand von New York: Hai attackiert Schwimmerin

Lifeguards – Rettungsschwimmer – hörten eine Frau am Beach 59th Street um Hilfe schreien. Dann zogen sie eine 65-Jährige aus dem Meer ans Ufer. Ein Hai hatte die Frau in ihr linkes Bein gebissen. Oberhalb des Knies fehlten der Schwimmerin „ungefähr 20 Pfund (ca. 9 kg)“, berichtet die New York Post. Die Rettungsschwimmer legten demnach eine Aderpresse an, um die Blutung zu stoppen.

Das Hai-Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei stabil, aber kritisch. Im Internet kursieren Aufnahmen, die eine ernste Verletzung der Frau zeigen. Ob die Wunde tatsächlich so schwer war, lässt sich allerdings zweifelsfrei nicht sagen.

Hai-Alarm am beliebten Strand von New York (USA): Nach dem eine Schwimmerin von einem Hai gebissen wurde, sucht die Polizei nach dem Raubfisch.

Hai-Alarm in New York nach Attacke auf Schwimmerin

Der überraschende Hai-Angriff ist laut Polizei um 17.49 Uhr am Montag (8. August) gemeldet worden. Nach dem tragischen Vorfall herrscht an den Stränden der Millionenmetropole absolutes Badeverbot. Schwimmen und Surfen sind tabu. Um Schwimmer aus dem Wasser zu halten, sind Patrouillen unterwegs, so die New York Parkverwaltung. Zunächst ist noch unklar, wie lange das Badeverbot besteht. Rockaway Beach im Stadtteil Queens liegt etwa 15 Kilometer von Manhattan entfernt. Gerade an den Wochenenden ist der Strand am Atlantik gut besucht. Hai-Angriffe in diesem Gebiet seien selten – bisher jedenfalls. Im Mittelmeer dagegen sorgten Anfang des Sommers eine markante Rückenflosse von einem Hai für Angst und Schrecken unter den Badegästen.

Hai-Alarm an den Stränden von New York: Eine Frau (65) ist beim Schwimmen von einem Hai am Rockaway Beach gebissen worden. Jetzt herrscht Badeverbot an beliebten Stränden.

Hai-Alarm in New York: Erster bekannter Hai-Biss seit 1953

„Wir hoffen auf eine vollständige Genesung dieses Schwimmers“, sagte die Sprecherin der Parkbehörde, Meghan Lalor, in einer Erklärung, der New York Times zufolge. „Obwohl dies ein beängstigendes Ereignis war, möchten wir die New Yorker daran erinnern, dass Haibisse in Rockaway extrem selten sind.“ Es sei demnach der erste bekannte Hai-Biss seit 1953 gewesen.

Gibt es ein Hai-Problem in New York?

Experten halten den Hai-Biss für außergewöhnlich. „Ich glaube nicht, dass ich in meiner Geschichte von einer solchen Verletzung in unseren Gewässern gehört habe, obwohl ich seit 30 Jahren mit Haien arbeite“, sagte Hans Walters, ein Feldforscher bei der Wildlife Conservation Society New York Aquarium der New York Times. „Die Verletzung selbst ist ungewöhnlich.“

Seiner Meinung nach dürfte die Hai-Attacke die Menschen nicht dazu bringen, ihre Strandbesuche aufzugeben. Der Vorfall sollte sie eher daran erinnern, dass „unsere Stadt an die Heimat der Haie grenzt“.

Allerdings sind Hai-Attacken in der Nähe von New York gar nicht so selten. In den vergangenen Monaten sind an den Stränden von New York mehrere „Begegnungen mit Haien“ gemeldet worden. Während der Feiertage um den 4. Juli wurden fünf Menschen in der Nähe von Long Island gebissen, darunter ein 15-jähriger Junge. Ein 47-Jähriger sei am Knie gebissen worden – laut Polizei von einem größeren Meerestier.

Attacke am Strand von New York: War es ein Weißer Hai?

Die Zahnabdrücke an den Beinwunden des jüngsten Opfers am Rockaway Beach deuten offenbar auf einen Bullen oder Fuchshai hin, heißt es in der New York Post unter Berufung auf einen Insider. Eine mögliche Begegnung mit einem Weißen Hai könnte jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Vom Meeresgrund bis in die Savanne: Das sind die 10 größten Tiere der Welt

Blauwaal im Meer
Blauwal: Das größte Tier der Welt ist zweifelsohne der Blauwal. Er ist nicht nur eines der längsten, sondern auch eines der schwersten Tiere. Er kann bis zu 30 Meter lang werden und 200 Tonnen wiegen. Sein Herz ist so groß wie ein kleines Auto und er nimmt täglich knapp 4 Tonnen Nahrung zu sich. Der Blauwal kommt in allen Weltmeeren außer dem Nordpolarmeer vor. © Imago
Lange Nemertine im Meer
Lange Nemertine: Die lange Nemertine, auch Schnurwurm Lineus Longissimus genannt, ist ebenfalls ein Meeresbewohner. Sie kann über 30 Meter lang werden, hat aber nur einen Körperdurchmesser von etwa einem Zentimeter. Das längste Exemplar wurde 1864 an der schottischen Küste gefunden und maß 55 Meter. Die lange Nemertine kommt in den Brackwasserzonen von europäischen Meeren und im Atlantik vor. © Imago
Riesenkalmar im Stralsunder Meeresmuseum
Riesenkalmar: Der Riesenkalmar wird oft fälschlicherweise als Riesenkrake bezeichnet, gehört aber eigentlich zur Gattung der zehnarmigen Tintenfische. Sie werden bis zu 18 Meter lang und können ihre Farbe und Muster optisch ihrer Umgebung anpassen. Riesenkalmare kommen an den Küsten Englands, Norwegens, Japans, Australiens, Neuseelands und Südafrikas vor.  © Stefan Sauer/dpa
Portugiesische Galeere im Meer
Staatsquallen: Staatsquallen sind wie der Name schon sagt kleine Kolonien von Quallen, die fest miteinander verbunden sind. Sie können insgesamt bis zu 50 Meter lang werden und aus Tausenden von einzelnen Polypen bestehen. Die bekannteste Staatsqualle ist die Portugiesische Galeere, deren Tentakeln bei Kontakt ein Nervengift abgeben. Sie lebt hauptsächlich in den Meeren vor Portugal, den Kanaren und im Pazifik.  © Imago
Salzwasserkrokodil am Ufer
Salzwasserkrokodil: Das Salzwasserkrokodil kann nicht nur eine beachtliche Länge von über 6 Metern bekommen, es ist auch das Tier mit dem stärksten Kiefer der Welt. Weibchen können bis zu 100 Kilo, Männchen sogar bis zu 1000 Kilo schwer werden. Der korrekte Name für das Reptil lautet eigentlich Leistenkrokodil, denn es kann sowohl im Salzwasser als auch im Süßwasser überleben. Allerdings kommt es hauptsächlich in den nordwestlichen Regionen Australiens vor.  © Imago
Masai-Giraffe in der Natur
Giraffe: Die Giraffe ist nach der Körperhöhe das größte Landtier. Massai-Giraffen werden knapp 6 Meter groß und können bis zu 900 Kilo wiegen. Sie fressen ausschließlich Pflanzen und leben hauptsächlich in den östlichen Ländern Afrikas, wie Kenia oder Tansania.  © Imago
Elefant in der Savanne
Elefant: Nach der Giraffe ist der Elefant das größte Tier an Land. Afrikanische Elefanten werden bis zu 4 Meter große und wiegen sage und schreibe bis zu 7,5 Tonnen. Ihre Heimat ist die Savanne in Botswana, aber auch in Kenia, Namibia, Sambia oder Südafrika gibt es afrikanische Elefanten. Sie können Wasser bis auf 10 Kilometer riechen, was in der trockenen Umgebung ein überlebenswichtiges Merkmal ist.  © Imago
Vogelstrauß in der Natur
Vogelstrauß: Der Vogelstrauß ist nicht unbedingt das größte Landtier, dafür aber der größte Vogel der Welt. Er wird knapp 3 Meter groß, wiegt bis zu 140 Kilogramm und kann auf seinen zwei Beinen etwa 70 Kilometer die Stunde schnell rennen. Der Strauß ist in Afrika beheimatet und kommt besonders im Osten und Süden des Kontinents vor. Auf der arabischen Halbinsel und in Asien ist der Vogelstrauß ausgestorben.  © Imago
Japanische Riesenkrabbe im Meeresmuseum Stralsund
Japanische Riesenkrabbe: Ein weiteres Meerestier, das erwähnenswert ist: Die japanische Riesenkrabbe. Die Krebsart mit den bis zu 4 Meter langen Beinen scheint wie für den Aquaman-Film erfunden, ist aber ein reales Tier, das im Pazifik, vor allem rund um Japan vorkommt. Sie leben allerdings in Meerestiefen von bis zu 400 Meter, weshalb sie nur selten Begegnungen mit Menschen haben.  © Stefan Sauer/dpa
Süßwasserstechrochen im Meer
Riesen-Süßwasserstechrochen: Auch der Riesen-Süßwasserstechrochen ist ein großes Meereslebewesen. Diese Rochenart wird bis zu 2 Meter breit und 6 Meter lang und kann gut und gerne 600 Kilo wiegen. Riesen-Süßwasserstechrochen können 100 Jahre alt werden und gehören zu der Art der Fische. Sie kommen vor allem in einigen großen Flüssen Thailands vor sowie in Flüssen auf Borneo.  © Imago

Nach Hai-Attacke am Strand – Badeverbotszone ausgeweitet

Nach der Hai-Attacke ist das Badeverbot am Dienstag auf die Strände weiter östlich von Rockaway Beach in Richtung von Long Island ausgeweitet worden, berichten lokale Medien. Im Jones Beach State Park sei möglicherweise ein Hai gesichtet worden. Ein Rettungsschwimmer habe am Dienstag einen Hai etwa 10 Meter vom Strand im Wasser entdeckt, heißt es auf dem Nachrichtenportal longisland.news12com. Die Küste werde laut der Parkverwaltung ständig von Überwachungsdrohnen kontrolliert.

Hai-Alarm in New York: Raubfische offenbar gerade auf der Jagd vor der Küste

Nach mehreren möglichen Hai-Sichtungen hätten Beamte bei der Überwachung der Küste große Schwärme von Köder und Bunkerfischen entdeckt. „Wir konnten Haie in einer Entfernung von etwa 300 bis 400 Fuß (ca. 122 Meter) beim Fressen beobachten“, sagte Alex Goodman von der New York State Park Police. Nach dem Hai-Angriff in Rockway seien die Kontrollen verstärkt worden. Das Badeverbot werde laut dem Direktor der New Yorker Parkverwaltung erst aufgehoben, wenn mehrere Stunden keine Haie mehr gesichtet und die Fischschwärme aufs Meer hinausgezogen wären.

Hai sind faszinierende Meeresbewohner. Auf einer Expedition sichteten Forscher den größten Hai der Welt und filmten „Deep Blue“, wie das Tier genannt wird. (ml)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Deccio Serrano

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