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Vatikan verkündet: Kranker Papst Franziskus plant riesigen Schritt – doch Ärzte mahnen noch zur Vorsicht

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  • Moritz Bletzinger
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Papst Franziskus ist immer noch in der Gemelli-Klinik in Rom. Am Sonntag könnte der Papst dem Krankenhaus jedoch den Rücken kehren, verkündet der Vatikan.

Update vom 22. März, 21.50 Uhr: Das bange Warten vieler Katholiken hat ein Ende. Am Sonntag (23. März) soll Papst Franziskus, nach mehreren Wochen in stationärer Behandlung, aus der Gemelli-Klinik entlassen werden. Das teilte Krankenhausleiter Sergio Alfieri am Samstagabend (22. März) mit.

„Es gibt keine beidseitige Lungenentzündung mehr, die ist abgeklungen“, so Alfieri. Dennoch mahnt man aus ärztlicher Sicht zur Vorsicht: „Die polymikrobielle Infektion bleibt, deshalb sind zwei Monate Rekonvaleszenz erforderlich. Die vollständige Genesung wird Zeit brauchen“. Treffen mit größeren Gruppen sollen für den Heiligen Vater vorerst tabu sein. Unklar bleibt somit auch, ob Papst Franziskus an den Osterfeierlichkeiten teilnehmen wird können. „Entsprechende Entscheidungen werden auf der Grundlage der Fortschritte getroffen“, sagte der Leiter des vatikanischen Pressebüros.

Papst Franziskus verlor auch im Krankenhaus nicht seinen Humor, sagen die Ärzte

Auf Nachfrage von Journalisten bestätigten die Ärzte zwei lebensbedrohliche Phasen, die der Papst im Krankenhaus durchlebt hatte. Die gute Laune habe Franziskus den Ärzten zufolge aber auch im Krankenhaus nicht missen lassen. „Ich lebe noch“, soll er auf eine Kontrolle reagiert haben. Jetzt zeigte er sich offenbar glücklich über die Entscheidung zur Entlassung: „Der Heilige Vater war hocherfreut, er hatte uns schon seit drei oder vier Tagen gefragt, wann er nach Hause kommen kann.“, hieß es weiter.

Nach mehr als fünf Wochen stationärer Behandlung: Papst Franziskus soll am Sonntag aus der Klinik entlassen werden. Das teilte der leitende Arzt Sergio Alfieri am Samstag mit. (Collage)

Papst Franziskus soll am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen werden

Update vom 22. März, 18.50 Uhr: Nach mehr als einem Monat im Krankenhaus gibt es erfreuliche Nachrichten aus dem Vatikan: Papst Franziskus wird am Sonntag (23. März 2025) aus der Gemelli-Klinik entlassen. „Die gute Nachricht, auf die die ganze Welt gewartet hat: Morgen wird der Heilige Vater entlassen und kehrt nach Santa Marta zurück“, wurde Medienvertretern auf einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz am Samstagabend mitgeteilt.

Das 88-jährige Kirchenoberhaupt wird in „geschützter Rekonvaleszenz“ entlassen, nachdem er zwei Wochen in stabilem Zustand in der römischen Gemelli-Klinik verbracht hat, teilte der leitende Arzt Sergio Alfieri mit. Laut ihm wird die Genesungszeit mindestens zwei Monate betragen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Regeneration seiner Sprechfähigkeit.

Am Sonntag (23. März) soll es so weit sein: nach mehr als einem Monat Krankenhausaufenthalt wird Papst Franziskus aller Voraussicht nach entlassen, heißt es aus dem Vatikan. (Collage)

Wie die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ berichtet, wird der Papst in naher Zukunft keine Gruppen empfangen können. Seine Rückkehr in die Öffentlichkeit erfolgt schrittweise. Ein erster Auftritt ist bereits für Sonntag geplant: Um 12 Uhr mittags soll Franziskus vom Fenster des Krankenhauses aus zu den Gläubigen sprechen.

Papst Franziskus will am Sonntag nach mehr als einem Monat im Krankenhaus wieder vor Gläubige treten

Update vom 22. März 2025, 11.40 Uhr: Aufsehenerregende Nachricht aus dem Vatikan. Der kranke Papst Franziskus will morgen ans Fenster der Gemelli-Klinik treten, um anwesenden Gläubigen seinen Segen auszusprechen. Am Sonntag (23. März) plant Franziskus laut Vatikan den großen Schritt. Besonders überraschend, da es erst am Tag zuvor hießt, Franziskus müsse das Sprechen neu lernen.

Es wäre das erste Mal, dass sich Papst Franziskus seit seiner Einweisung ins Krankenhaus am 14. Februar öffentlich zeigt. In der vergangenen Woche hatte der Vatikan das erste Foto aus der Klinik veröffentlicht. Der Gesundheitszustand des katholischen Kirchenoberhaupts scheint sich seit mehreren Tagen kontinuierlich zu verbessern.

Zeigt sich Papst Franziskus am Sonntag (23. März) erstmals seit seiner Erkrankung in Person? (Archivfoto)

Kardinal verrät: Papst Franziskus muss das Sprechen neu lernen

Update vom 21. März 2025, 21.59 Uhr: Der argentinische Kurienkardinal Victor Fernandez erwartet nach der Rückkehr von Papst Franziskus in den Vatikan eine „neue Etappe“ in dessen Pontifikat. Am Rande einer Buchvorstellung in Rom äußerte sich Fernandez am Freitagnachmittag dazu. Er beschrieb den Papst als einen Mann voller Überraschungen und vermutete, dass dieser nach der schwierigen Zeit noch etwas Unerwartetes präsentieren werde. Ein Amtsverzicht sei jedoch nicht die Überraschung, die er erwarte.

Fernandez gab zudem Einblicke in die Umstände, die zur Einweisung des 88-jährigen Papstes in die Gemelli-Klinik führten. Der Papst habe sich zunächst gegen die Einweisung gesträubt, doch schließlich hätten ihn einige enge Freunde, sogar mit harschen Worten, dazu überredet, nachzugeben. Zum aktuellen Gesundheitszustand des Papstes erklärte Fernandez: „Dem Papst geht es sehr gut, aber der hohe Sauerstoffgehalt trocknet alles aus“. In der Konsequenz bedeutet das: „Er muss das Sprechen neu lernen“.

Ähnliche Informationen gab am Freitagnachmittag auch Matteo Bruni, der Leiter des vatikanischen Presseamts, bekannt. Er berichtete von weiteren Fortschritten im Gesundheitszustand des Papstes. Bruni hob hervor, dass die künstliche Sauerstoffzufuhr weiter reduziert worden sei, jedoch das Sprechen dem Papst weiterhin schwerfalle.

Update vom 19. März 2025, 19.42 Uhr: Der Papst zeigt offenbar eine langsame, aber stetige Besserung seines Gesundheitszustands. Am Mittwochabend berichteten vatikanische Quellen erstmals seit seiner Aufnahme in die Gemelli-Klinik am 14. Februar von einer leichten „Erholung“ des 88-jährigen Pontifex. Laut dem vatikanischen Presseamt sind sowohl die Bronchitis als auch die Lungenentzündung des Papstes „unter Kontrolle“.

Am Mittwoch hieß es im ärztlichen Bulletin der Gemelli-Klinik, dass der Papst in der Lage war, die mechanische Beatmung während der Nacht zu pausieren. Auch die Zufuhr von hochkonzentriertem Sauerstoff konnte reduziert werden. Fortschritte in der Bewegungs- und Atemphysiotherapie wurden ebenfalls verzeichnet. Zudem konzelebrierte der Papst erneut bei einer Messe in der Privatkapelle der Klinik.

Im Vatikan ist noch keine Entscheidung über die liturgischen Feiern der Karwoche und der Ostertage gefallen. Italienische Medien spekulierten, dass Kardinäle den Papst bei wichtigen Feierlichkeiten der Osterzeit vertreten könnten. Vatikanische Quellen bezeichneten dies als „eine mögliche Hypothese“.

Erstmeldung vom 19. März 2025, 09.21 Uhr: Rom – Mehr als vier Wochen nach seiner Einlieferung ins Gemelli-Krankenhaus in Rom hat der Vatikan ein neues Foto von Papst Franziskus veröffentlicht. Zu sehen ist der 88-jährige Pontifex, wie er leicht eingesunken vor dem Altar in der Kapelle des Privatflügels der Klinik sitzt. Dem Vatikan zufolge habe er dort zuvor eine Messe zelebriert – zum ersten Mal seit dem 14. Februar. Franziskus trägt eine Priesterstola, auffällig ist seine stark geschwollene rechte Hand.

Das Foto sorgt nun für neue Spekulationen über den Gesundheitszustand des katholischen Kirchenoberhaupts. „Es sieht aus, als sei er in einem Monat um mindestens fünf Jahre gealtert“, sagte Matteo Bassetti, Direktor für Infektionskrankheiten an der Universität Genua, gegenüber der italienischen Tageszeitung Il Messaggero am Montag (17. März). Er glaube nicht, dass Franziskus weiter körperlich in der Lage sein werde, die Aufgaben eines Papstes in vollem Umfang zu erfüllen.

Für Arzt grenzt es an ein Wunder, dass Papst Franziskus noch lebe

Der 88-Jährige leidet an einer beidseitigen Lungenentzündung. Nach Informationen des Vatikans sei sein Gesundheitszustand „stabil“. Bassetti ist dahingehend anderer Meinung: Das Foto zeige einen leidenden Patienten, erklärte er. Angesichts der multiplen Infektion der Atemwege sei es ein Wunder, dass der Papst überhaupt noch lebe. Entscheidend sei nun, wie stark er von der Sauerstoffzufuhr abhängig sei. Der Mediziner sprach von „Verwüstungen in der Atmung“.

Tatsächlich hat Papst Franziskus nach dem neusten Update vom Vatikan eine Nacht ohne Beatmung über eine Sauerstoffmaske überstanden. In der Nacht zum Dienstag (19. März) sei dem Kirchenoberhaupt lediglich mit Sauerstoff angereicherte Luft über eine Sonde in der Nase zugeführt worden, gab der Vatikan am Abend bekannt. Ob dauerhaft auf eine Sauerstoffmaske verzichtet werden könne, stehe aber noch nicht fest. Das Krankheitsbild bleibe weiterhin „komplex“.

„Anzeichen der Besserung“ – Experten sind sich uneinig über Gesundheitszustand von Papst

Entgegen der Ferndiagnose von Bassetti sprach Nicola Montano, Präsident der Italienischen Gesellschaft für Innere Medizin, laut katholisch.de von einem „insgesamt nicht negativen“ Gesamtbild und „Anzeichen der Besserung“. Immerhin scheine der Pontifex einer Tätigkeit nachzugehen, wenn auch im Sitzen, erklärte Montano. Die geschwollene Hand des Papstes deute auf eine Wassereinlagerung hin, möglicherweise eine Folge der langen intravenösen Flüssigkeitszufuhr.

Franziskus-Nachfolge: Die Favoriten unter den Papst-Kandidaten – Deutscher mischt mit

Papst Franziskus ist tot. Das College of Cardinals Report listet laufend die Favoriten bei einer möglichen Papst-Wahl, dem sogenannten Konklave. Kardinäle mit Chancen auf den Heiligen Stuhl werden als „Papabili“ (lt. wörtlich: papstfähig) bezeichnet. Wir stellen die aktuellen Favoriten in unserer Fotostrecke vor.
Nach Papst Franziskus Tod muss ein neuer Papst gewählt werden. Das College of Cardinals Report listet laufend die Favoriten bei einer möglichen Papst-Wahl, dem sogenannten Konklave. Kardinäle mit Chancen auf den Heiligen Stuhl werden als „Papabili“ (lt. wörtlich: papstfähig) bezeichnet. Wir stellen die aktuellen Favoriten in unserer Fotostrecke vor. © Alessandra Tarantino/picture alliance/dpa
Der allerletzte Blick auf Papst Franziskus am Samstag (26. April) gegen 0.30 Uhr: Zeremonienmeister und Erzbischof Diego Giovanni Ravelli bedeckt das Gesicht des verstorbenen Papstes mit einem Seidentuch, bevor er seinen Sarg im Petersdom im Vatikan schließt.
Der allerletzte Blick auf Papst Franziskus am Samstag (26. April) gegen 0.30 Uhr: Zeremonienmeister und Erzbischof Diego Giovanni Ravelli bedeckt das Gesicht des verstorbenen Papstes mit einem Seidentuch, bevor er seinen Sarg im Petersdom im Vatikan schließt. © picture alliance/dpa/Vatican Media
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Für die Trauerfeier werden Hunderttausende Besucher erwartet. © Michael Kappeler/dpa
Die „Papabili“ 2025: Wer hat Chancen auf die Nachfolge von Papst Franziskus?
Die „Papabili“ 2025: Wer hat Chancen auf die Nachfolge von Papst Franziskus? © Giuseppe Giglia/Attila Kovacs/picture alliance/MTI/dpa/ABACAPRESS/Imago
Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana gilt als einer der Favoriten auf die Papst-Nachfolge.
Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana gilt als einer der Favoriten auf die Papst-Nachfolge. © MASSIMILIANO MIGLIORATO/CPP / via www.imago-images.de
Angelo Scola (l.): Wird er der Nachfolger von Papst Franziskus?
Angelo Scola (l.): Wird er der Nachfolger von Papst Franziskus? © imago stock&people
Kardinal Angelo Bagnasco: Geboren am 14. Januar 1943 in Italien, emeritierter Erzbischof von Genua.
Kardinal Angelo Bagnasco: Geboren am 14. Januar 1943 in Italien, emeritierter Erzbischof von Genua. © Angelo Carconi/picture alliance/dpa
Bagnasco war eigentlich schon im Ruhestand, wurde 2021 aber vom Vatikan zurückgeholt, um Missbrauchsvorwürfe gegen einen hochrangigen Geistlichen zu untersuchen. Er gilt als konservativer Vertreter des klassischen Papsttums – hier hilft ihm auch seine italienische Herkunft. Er wäre ein Kandidat, der Ruhe in die katholische Kirche bringen könnte, nach den bewegten Franziskus-Jahren.
Bagnasco war eigentlich schon im Ruhestand, wurde 2021 aber vom Vatikan zurückgeholt, um Missbrauchsvorwürfe gegen einen hochrangigen Geistlichen zu untersuchen. Er gilt als konservativer Vertreter des klassischen Papsttums – hier hilft ihm auch seine italienische Herkunft. Er wäre ein Kandidat, der Ruhe in die katholische Kirche bringen könnte, nach den bewegten Franziskus-Jahren. © Luca Zennaro/picture alliance/dpa
Kardinal Matteo Maria Zuppi: Geboren am 11. Oktober 1955 in Italien, Erzbischof von Bologna.
Kardinal Matteo Maria Zuppi: Geboren am 11. Oktober 1955 in Italien, Erzbischof von Bologna. © Stefano Spaziani/picture alliance/dpa
Zuppi ist Präsident der italienischen Bischofskonferenz CEI und damit eigentlich schon automatisch unter den Favoriten. Diplomatisches Geschick konnte er schon mehrfach beweisen, ist aktuell Sondergesandter des Papstes für Frieden in der Ukraine.
Zuppi ist Präsident der italienischen Bischofskonferenz CEI und damit eigentlich schon automatisch unter den Favoriten. Diplomatisches Geschick konnte er schon mehrfach beweisen, ist aktuell Sondergesandter des Papstes für Frieden in der Ukraine. © Italy Photo Press/Imago
Kardinal Robert Sarah: Geboren am 15. Juni 1945 in Guinea, emeritierter Präfekt der Kongregation für Gottesdienst und die Sakramentanordnung.
Kardinal Robert Sarah: Geboren am 15. Juni 1945 in Guinea, emeritierter Präfekt der Kongregation für Gottesdienst und die Sakramentanordnung. © Giuseppe Giglia/picture alliance/dpa
Sarah wurde einst vom damaligen deutschen Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt. Bereits nach dem Rücktritt von Joseph Ratzinger galt er als „Papabile“. Ein Papst vom afrikanischen Kontinent wäre ein Novum für die katholische Kirche. Seine Chancen bei Anhängern von Franziskus könnte schmälern, dass er im Januar scharfe Kritik an der von Franziskus unterstützen Segnungen homosexueller Gläubiger geäußert hatte. Damals wurden sogar Rufe laut, er solle seinen Kardinalshut abgeben.
Sarah wurde einst vom damaligen deutschen Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt. Bereits nach dem Rücktritt von Joseph Ratzinger galt er als „Papabile“. Ein Papst vom afrikanischen Kontinent wäre ein Novum für die katholische Kirche. Seine Chancen bei Anhängern von Franziskus dürfte schmälern, dass er im Januar scharfe Kritik an der von Franziskus unterstützen Segnungen homosexueller Gläubiger geäußert hatte. Damals wurden sogar Rufe laut, er solle seinen Kardinalshut abgeben.  © Giuseppe Giglia/picture alliance/dpa
Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle: Geboren am 21. Juni 1957 auf den Philippinen, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung.
Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle: Geboren am 21. Juni 1957 auf den Philippinen, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung. © Mark R. Cristino/picture alliance/dpa
Einen Papst aus dem Fernen Osten gab es im Vatikan bislang ebenfalls noch nicht. Der katholische Glaube ist im südostasiatischen Raum allerdings weit verbreitet. Auch Tagle galt bei dem Konklave 2013 bereits als Mit-Favorit. Damals wurde letztendlich Franziskus zum Papst ernannt, der Beziehung zwischen Tagle und ihm schadete das aber nicht. Tagle gilt als einer der einflussreichsten Männer unter dem aktuellen Papst und als einer der Nicht-Italiener mit den größten Chancen auf dessen Nachfolge.
Einen Papst aus dem Fernen Osten gab es im Vatikan bislang ebenfalls noch nicht. Der katholische Glaube ist im südostasiatischen Raum allerdings weit verbreitet. Auch Tagle galt bei dem Konklave 2013 bereits als Mit-Favorit. Damals wurde letztendlich Franziskus zum Papst ernannt, der Beziehung zwischen Tagle und ihm schadete das aber nicht. Tagle gilt als einer der einflussreichsten Männer unter dem aktuellen Papst und als einer der Nicht-Italiener mit den größten Chancen auf dessen Nachfolge. © Ettore Ferrari/picture alliance/dpa
Kardinal Malcolm Ranjith: Geboren am 15. November 1947 in Sri Lanka, Metropolitanbischof von Colombo.
Kardinal Malcolm Ranjith: Geboren am 15. November 1947 in Sri Lanka, Metropolitanbischof von Colombo. © L'osservatore Romano
Ranjith gilt als Verfechter traditioneller Werte. 2024 positionierte er sich deutlich gegen die Einführung zweier Gesetzentwürfe zur Unterstützung gleichgeschlechtlicher Ehen in Sri Lanka. Im Oktober verbot er Priestern, den Altardienst zu erlauben. Sein Werdegang spielte sich trotz seiner Herkunft weitestgehend in Rom ab: Ranjith studierte an der Päpstlichen Universität Urbania und machte seinen Abschluss am Päpstlichen Bibelinstitut. 1975 wurde er von Papst Paul VI. in Rom zum Priester geweiht.
Ranjith gilt als Verfechter traditioneller Werte. 2024 positionierte er sich deutlich gegen die Einführung zweier Gesetzentwürfe zur Unterstützung gleichgeschlechtlicher Ehen in Sri Lanka. Im Oktober verbot er Priestern, den Altardienst zu erlauben. Sein Werdegang spielte sich trotz seiner Herkunft weitestgehend in Rom ab: Ranjith studierte an der Päpstlichen Universität Urbania und machte seinen Abschluss am Päpstlichen Bibelinstitut. 1975 wurde er von Papst Paul VI. in Rom zum Priester geweiht. © Gemunu Amarasinghe/picture alliance/dpa
Kardinal Pietro Parolin: Geboren am 17. Januar 1955 in Italien, Staatssekretär des Vatikan.
Kardinal Pietro Parolin: Geboren am 17. Januar 1955 in Italien, Staatssekretär des Vatikan. © Paulo Cunha/picture alliance/dpa
Während Franziskus‘ Aufenthalt im Krankenhaus kristallisierte sich Parolin als einer der wichtigsten Männer im Vatikan heraus. Er soll im Besitz einer „bedingten Rücktrittserklärung“ des Papstes gewesen sein, könnte demnach den Heiligen Stuhl als vakant erklären, sollte Franziskus länger krank bleiben. Weil sowohl Kardinalsdekan Giovanni Battista Re (91) als auch Vizedekan Leonardo Sandri (81) die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten haben, würde Parolin als ältester Kardinalbischof auch den Konklave leiten.
Während Franziskus‘ Aufenthalt im Krankenhaus kristallisierte sich Parolin als einer der wichtigsten Männer im Vatikan heraus. Er soll im Besitz einer „bedingten Rücktrittserklärung“ des Papstes gewesen sein. Weil sowohl Kardinalsdekan Giovanni Battista Re (91) als auch Vizedekan Leonardo Sandri (81) die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten haben, würde Parolin als ältester Kardinalbischof auch das Konklave leiten. © Evandro Inetti/picture alliance/dpa
Kardinal Pierbattista Pizzaballa: Geboren am 21. April 1965 in Italien, Lateinischer Patriarch von Jerusalem.
Kardinal Pierbattista Pizzaballa: Geboren am 21. April 1965 in Italien, Lateinischer Patriarch von Jerusalem.  © Nasser Nasser/picture alliance/dpa
Pizzaballa gilt als geschickter Diplomat im politisch so angespannten Nahen Osten, sein Stil als unkonventionell. Er steht im Dialog mit jüdischen, islamischen sowie christlich-orthodoxen Religionsführern. Das könnte bei einem Konklave für ihn zum Vorteil werden.
Pizzaballa gilt als geschickter Diplomat im politisch so angespannten Nahen Osten, sein Stil als unkonventionell. Er steht im Dialog mit jüdischen, islamischen sowie christlich-orthodoxen Religionsführern. Das könnte bei einem Konklave für ihn zum Vorteil werden. © Ilia Yefimovich/picture alliance/dpa
Kardinal Peter Erdö: Geboren am 25. Juni 1952 in Ungarn, Metropolitanbischof von Esztergom-Budapest.
Kardinal Peter Erdö: Geboren am 25. Juni 1952 in Ungarn, Metropolitanbischof von Esztergom-Budapest. © Rolf Vennenbernd/picture alliance/dpa
Bei Konservativen, die auf eine Abkehr von Franziskus‘ progressivem Kurs hoffen, dürfte Erdö beste Chancen haben. Der Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenz gilt als durch und durch traditionell, steht der Orthodoxie auch aufgrund seiner Herkunft nahe. 2005 war Erdö übrigens der jüngste Kardinal im Konklave nach dem Tod von Johannes Paul II.
Bei Konservativen, die auf eine Abkehr von Franziskus‘ progressivem Kurs hoffen, dürfte Erdö beste Chancen haben. Der Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenz gilt als durch und durch traditionell, steht der Orthodoxie auch aufgrund seiner Herkunft nahe. 2005 war Erdö übrigens der jüngste Kardinal im Konklave nach dem Tod von Johannes Paul II. © Attila Kovacs/picture alliance/dpa
Kardinal Willem Eijk: Geboren am 22. Juni 1953 in den Niederlanden, Metropolitanbischof von Utrecht.
Kardinal Willem Eijk: Geboren am 22. Juni 1953 in den Niederlanden, Metropolitanbischof von Utrecht. © Maurizio Brambatti/picture alliance/dpa
Eijk (Mitte) ist kein Freund von Reformen. Im Herbst 2024 sagt er der Zeitschrift Communio, die Weltkirche müsse von den Irrtümern der niederländischen Kirche lernen, die mit liberalen Positionierungen keinen Erfolg gehabt hatte.
Eijk (Mitte) ist kein Freund von Reformen. Im Herbst 2024 sagt er der Zeitschrift Communio, die Weltkirche müsse von den Irrtümern der niederländischen Kirche lernen, die mit liberalen Positionierungen keinen Erfolg gehabt hatte.  © Thomas Frey/picture alliance/dpa
Kardinal Anders Arborelius: Geboren am 24. September 1949 in der Schweiz, Bischof von Stockholm.
Kardinal Anders Arborelius: Geboren am 24. September 1949 in der Schweiz, Bischof von Stockholm. © Osservatore Romano
Arborelius ist der erste Schwede, der zum Kardinal erhoben wurde – 2017 von Papst Franziskus. Er gilt als besonnener Mensch und als gleichermaßen beliebt unter Konservativen wie Progressiven. Außergewöhnlich: Im schwedischen Lund ist er als Lutheraner aufgewachsen, konvertierte im Alter von 20 Jahren zum Katholizismus.
Arborelius ist der erste Schwede, der zum Kardinal erhoben wurde – 2017 von Papst Franziskus. Er gilt als besonnener Mensch und als gleichermaßen beliebt unter Konservativen wie Progressiven. Außergewöhnlich: Im schwedischen Lund ist er als Lutheraner aufgewachsen, konvertierte im Alter von 20 Jahren zum Katholizismus. © Marius Becker/picture alliance/dpa
Kardinal Charles Maung Bo: Geboren am 29. Oktober 1948 in Myanmar, Erzbischof von Yangon.
Kardinal Charles Maung Bo: Geboren am 29. Oktober 1948 in Myanmar, Erzbischof von Yangon. © L‘Osservatore Romano/picture alliance/dpa
Als Präsident der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen hat Bo großen Einfluss. Außerdem ist er Vizepräsident von „Religions für Peace“, eine NGO mit dem Ziel, durch interreligiösen Dialog Friedensarbeit zu leisten. Krisenfestigkeit muss Bo seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2021 in Myanmar beweisen. Zehntausende kamen bei Kämpfen ums Leben, Millionen Menschen wurden aus dem Land vertrieben.
Als Präsident der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen hat Bo großen Einfluss. Außerdem ist er Vizepräsident von „Religions für Peace“, eine NGO mit dem Ziel, durch interreligiösen Dialog Friedensarbeit zu leisten. Krisenfestigkeit muss Bo seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2021 in Myanmar beweisen. Zehntausende kamen bei Kämpfen ums Leben, Millionen Menschen wurden aus dem Land vertrieben. © Jay Rommel Labra/picture alliance/dpa
Kardinal Jean-Marc Aveline: Geboren am 26. Dezember 1958 in Algerien, Metropolitanbischof von Marseille.
Kardinal Jean-Marc Aveline: Geboren am 26. Dezember 1958 in Algerien, Metropolitanbischof von Marseille. © Denis Thaust / SOPA Images/Imago
Aveline gilt als Vertrauter von Papst Franziskus, wurde von ihm 2019 zum Erzbischof von Marseille und 2022 zum Kardinal ernannt. Angesehen ist Aveline auch außerhalb der geistlichen Welt, Marseilles Bürgermeister Benoît Payan beschrieb ihn in einem Interview mit der Zeitung L‘Obs als „Mann von überragender Intelligenz“. Bei kritischen Kirchenthemen wie der Ordination von Frauen oder Zweifeln am Zölibat hielt sich Aveline in der Vergangenheit eher bedeckt. Damit hat er sich wenig positioniert, aber eben auch keine Feinde gemacht.
Aveline galt als Vertrauter von Papst Franziskus, wurde von ihm 2019 zum Erzbischof von Marseille und 2022 zum Kardinal ernannt. Angesehen ist Aveline auch außerhalb der geistlichen Welt, Marseilles Bürgermeister Benoît Payan beschrieb ihn in einem Interview mit der Zeitung L‘Obs als „Mann von überragender Intelligenz“. Bei kritischen Kirchenthemen wie der Ordination von Frauen oder Zweifeln am Zölibat hielt sich Aveline in der Vergangenheit eher bedeckt. Damit hat er sich wenig positioniert, aber eben auch keine Feinde gemacht. © Coust Laurent/ABACA/Imago
Kardinal Gerhard Ludwig Müller: Geboren am 31. Dezember 1947 in Deutschland, Emeritierter Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre.
Kardinal Gerhard Ludwig Müller: Geboren am 31. Dezember 1947 in Deutschland, Emeritierter Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre. © Vandeville Eric/ABACA/Imago
Ein Kardinal aus Deutschland, genauer aus Mainz, hat es immerhin in die erweiterte „Papabili“-Liste des College of Cardinals Report geschafft. Der ehemalige Bischof von Regensburg gilt als intelligent und bodenständig und wird vor allem als versierter Theologe geschätzt. Generell haben deutsche Geistliche seit dem Amtsende von Papst Benedikt XVI. allerdings an Einfluss im Vatikan verloren.
Ein Kardinal aus Deutschland, genauer aus Mainz, hat es immerhin in die erweiterte „Papabili“-Liste des College of Cardinals Report geschafft. Der ehemalige Bischof von Regensburg gilt als intelligent und bodenständig und wird vor allem als versierter Theologe geschätzt. Generell haben deutsche Geistliche seit dem Amtsende von Papst Benedikt XVI. allerdings an Einfluss im Vatikan verloren.  © Vandeville Eric/ABACA/Imago

Für Vermutungen über einen Entlassungstermin sei es noch zu früh, sagte Montano. Vor allem müsse der Papst dafür wieder selbstständig atmen können. Dem Vatikan zufolge werde bereits tagsüber die zusätzliche Sauerstoffversorgung allmählich zurückgefahren. Trotz den „leichten Verbesserungen“ plane der Vatikan laut einem Experten schon für die „Zeit nach Franziskus“ – etwa nach dem Rücktritt oder im Todesfall. Wie diese Pläne aussehen, ist bislang unbekannt. (cln/kiba/kna)

Rubriklistenbild: © ALESSIA GIULIANI/IMAGO/IPA Sport/ABACA

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