Vatikan verkündet: Kranker Papst Franziskus plant riesigen Schritt – doch Ärzte mahnen noch zur Vorsicht
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Julian Mayr
Moritz Bletzinger
Kilian Bäuml
Carmen Mörwald
Papst Franziskus ist immer noch in der Gemelli-Klinik in Rom. Am Sonntag könnte der Papst dem Krankenhaus jedoch den Rücken kehren, verkündet der Vatikan.
„Es gibt keine beidseitige Lungenentzündung mehr, die ist abgeklungen“, so Alfieri. Dennoch mahnt man aus ärztlicher Sicht zur Vorsicht: „Die polymikrobielle Infektion bleibt, deshalb sind zwei Monate Rekonvaleszenz erforderlich. Die vollständige Genesung wird Zeit brauchen“. Treffen mit größeren Gruppen sollen für den Heiligen Vater vorerst tabu sein. Unklar bleibt somit auch, ob Papst Franziskus an den Osterfeierlichkeiten teilnehmen wird können. „Entsprechende Entscheidungen werden auf der Grundlage der Fortschritte getroffen“, sagte der Leiter des vatikanischen Pressebüros.
Papst Franziskus verlor auch im Krankenhaus nicht seinen Humor, sagen die Ärzte
Auf Nachfrage von Journalisten bestätigten die Ärzte zwei lebensbedrohliche Phasen, die der Papst im Krankenhaus durchlebt hatte. Die gute Laune habe Franziskus den Ärzten zufolge aber auch im Krankenhaus nicht missen lassen. „Ich lebe noch“, soll er auf eine Kontrolle reagiert haben. Jetzt zeigte er sich offenbar glücklich über die Entscheidung zur Entlassung: „Der Heilige Vater war hocherfreut, er hatte uns schon seit drei oder vier Tagen gefragt, wann er nach Hause kommen kann.“, hieß es weiter.
Nach mehr als fünf Wochen stationärer Behandlung: Papst Franziskus soll am Sonntag aus der Klinik entlassen werden. Das teilte der leitende Arzt Sergio Alfieri am Samstag mit. (Collage)
Papst Franziskus soll am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen werden
Update vom 22. März, 18.50 Uhr: Nach mehr als einem Monat im Krankenhaus gibt es erfreuliche Nachrichten aus dem Vatikan: Papst Franziskus wird am Sonntag (23. März 2025) aus der Gemelli-Klinik entlassen. „Die gute Nachricht, auf die die ganze Welt gewartet hat: Morgen wird der Heilige Vater entlassen und kehrt nach Santa Marta zurück“, wurde Medienvertretern auf einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz am Samstagabend mitgeteilt.
Das 88-jährige Kirchenoberhaupt wird in „geschützter Rekonvaleszenz“ entlassen, nachdem er zwei Wochen in stabilem Zustand in der römischen Gemelli-Klinik verbracht hat, teilte der leitende Arzt Sergio Alfieri mit. Laut ihm wird die Genesungszeit mindestens zwei Monate betragen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Regeneration seiner Sprechfähigkeit.
Am Sonntag (23. März) soll es so weit sein: nach mehr als einem Monat Krankenhausaufenthalt wird Papst Franziskus aller Voraussicht nach entlassen, heißt es aus dem Vatikan. (Collage)
Wie die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ berichtet, wird der Papst in naher Zukunft keine Gruppen empfangen können. Seine Rückkehr in die Öffentlichkeit erfolgt schrittweise. Ein erster Auftritt ist bereits für Sonntag geplant: Um 12 Uhr mittags soll Franziskus vom Fenster des Krankenhauses aus zu den Gläubigen sprechen.
Papst Franziskus will am Sonntag nach mehr als einem Monat im Krankenhaus wieder vor Gläubige treten
Update vom 22. März 2025, 11.40 Uhr: Aufsehenerregende Nachricht aus dem Vatikan. Der kranke Papst Franziskus will morgen ans Fenster der Gemelli-Klinik treten, um anwesenden Gläubigen seinen Segen auszusprechen. Am Sonntag (23. März) plant Franziskus laut Vatikan den großen Schritt. Besonders überraschend, da es erst am Tag zuvor hießt, Franziskus müsse das Sprechen neu lernen.
Es wäre das erste Mal, dass sich Papst Franziskus seit seiner Einweisung ins Krankenhaus am 14. Februar öffentlich zeigt. In der vergangenen Woche hatte der Vatikan das erste Foto aus der Klinik veröffentlicht. Der Gesundheitszustand des katholischen Kirchenoberhaupts scheint sich seit mehreren Tagen kontinuierlich zu verbessern.
Kardinal verrät: Papst Franziskus muss das Sprechen neu lernen
Update vom 21. März 2025, 21.59 Uhr: Der argentinische Kurienkardinal Victor Fernandez erwartet nach der Rückkehr von Papst Franziskus in den Vatikan eine „neue Etappe“ in dessen Pontifikat. Am Rande einer Buchvorstellung in Rom äußerte sich Fernandez am Freitagnachmittag dazu. Er beschrieb den Papst als einen Mann voller Überraschungen und vermutete, dass dieser nach der schwierigen Zeit noch etwas Unerwartetes präsentieren werde. Ein Amtsverzicht sei jedoch nicht die Überraschung, die er erwarte.
Fernandez gab zudem Einblicke in die Umstände, die zur Einweisung des 88-jährigen Papstes in die Gemelli-Klinik führten. Der Papst habe sich zunächst gegen die Einweisung gesträubt, doch schließlich hätten ihn einige enge Freunde, sogar mit harschen Worten, dazu überredet, nachzugeben. Zum aktuellen Gesundheitszustand des Papstes erklärte Fernandez: „Dem Papst geht es sehr gut, aber der hohe Sauerstoffgehalt trocknet alles aus“. In der Konsequenz bedeutet das: „Er muss das Sprechen neu lernen“.
Ähnliche Informationen gab am Freitagnachmittag auch Matteo Bruni, der Leiter des vatikanischen Presseamts, bekannt. Er berichtete von weiteren Fortschritten im Gesundheitszustand des Papstes. Bruni hob hervor, dass die künstliche Sauerstoffzufuhr weiter reduziert worden sei, jedoch das Sprechen dem Papst weiterhin schwerfalle.
Update vom 19. März 2025, 19.42 Uhr: Der Papst zeigt offenbar eine langsame, aber stetige Besserung seines Gesundheitszustands. Am Mittwochabend berichteten vatikanische Quellen erstmals seit seiner Aufnahme in die Gemelli-Klinik am 14. Februar von einer leichten „Erholung“ des 88-jährigen Pontifex. Laut dem vatikanischen Presseamt sind sowohl die Bronchitis als auch die Lungenentzündung des Papstes „unter Kontrolle“.
Am Mittwoch hieß es im ärztlichen Bulletin der Gemelli-Klinik, dass der Papst in der Lage war, die mechanische Beatmung während der Nacht zu pausieren. Auch die Zufuhr von hochkonzentriertem Sauerstoff konnte reduziert werden. Fortschritte in der Bewegungs- und Atemphysiotherapie wurden ebenfalls verzeichnet. Zudem konzelebrierte der Papst erneut bei einer Messe in der Privatkapelle der Klinik.
Im Vatikan ist noch keine Entscheidung über die liturgischen Feiern der Karwoche und der Ostertage gefallen. Italienische Medien spekulierten, dass Kardinäle den Papst bei wichtigen Feierlichkeiten der Osterzeit vertreten könnten. Vatikanische Quellen bezeichneten dies als „eine mögliche Hypothese“.
Erstmeldung vom 19. März 2025, 09.21 Uhr: Rom – Mehr als vier Wochen nach seiner Einlieferung ins Gemelli-Krankenhaus in Rom hat der Vatikan ein neues Foto von Papst Franziskus veröffentlicht. Zu sehen ist der 88-jährige Pontifex, wie er leicht eingesunken vor dem Altar in der Kapelle des Privatflügels der Klinik sitzt. Dem Vatikan zufolge habe er dort zuvor eine Messe zelebriert – zum ersten Mal seit dem 14. Februar. Franziskus trägt eine Priesterstola, auffällig ist seine stark geschwollene rechte Hand.
Das Foto sorgt nun für neue Spekulationen über den Gesundheitszustand des katholischen Kirchenoberhaupts. „Es sieht aus, als sei er in einem Monat um mindestens fünf Jahre gealtert“, sagte Matteo Bassetti, Direktor für Infektionskrankheiten an der Universität Genua, gegenüber der italienischen Tageszeitung Il Messaggero am Montag (17. März). Er glaube nicht, dass Franziskus weiter körperlich in der Lage sein werde, die Aufgaben eines Papstes in vollem Umfang zu erfüllen.
Für Arzt grenzt es an ein Wunder, dass Papst Franziskus noch lebe
Der 88-Jährige leidet an einer beidseitigen Lungenentzündung. Nach Informationen des Vatikans sei sein Gesundheitszustand „stabil“. Bassetti ist dahingehend anderer Meinung: Das Foto zeige einen leidenden Patienten, erklärte er. Angesichts der multiplen Infektion der Atemwege sei es ein Wunder, dass der Papst überhaupt noch lebe. Entscheidend sei nun, wie stark er von der Sauerstoffzufuhr abhängig sei. Der Mediziner sprach von „Verwüstungen in der Atmung“.
Tatsächlich hat Papst Franziskus nach dem neusten Update vom Vatikan eine Nacht ohne Beatmung über eine Sauerstoffmaske überstanden. In der Nacht zum Dienstag (19. März) sei dem Kirchenoberhaupt lediglich mit Sauerstoff angereicherte Luft über eine Sonde in der Nase zugeführt worden, gab der Vatikan am Abend bekannt. Ob dauerhaft auf eine Sauerstoffmaske verzichtet werden könne, stehe aber noch nicht fest. Das Krankheitsbild bleibe weiterhin „komplex“.
„Anzeichen der Besserung“ – Experten sind sich uneinig über Gesundheitszustand von Papst
Entgegen der Ferndiagnose von Bassetti sprach Nicola Montano, Präsident der Italienischen Gesellschaft für Innere Medizin, laut katholisch.de von einem „insgesamt nicht negativen“ Gesamtbild und „Anzeichen der Besserung“. Immerhin scheine der Pontifex einer Tätigkeit nachzugehen, wenn auch im Sitzen, erklärte Montano. Die geschwollene Hand des Papstes deute auf eine Wassereinlagerung hin, möglicherweise eine Folge der langen intravenösen Flüssigkeitszufuhr.
Franziskus-Nachfolge: Die Favoriten unter den Papst-Kandidaten – Deutscher mischt mit
Für Vermutungen über einen Entlassungstermin sei es noch zu früh, sagte Montano. Vor allem müsse der Papst dafür wieder selbstständig atmen können. Dem Vatikan zufolge werde bereits tagsüber die zusätzliche Sauerstoffversorgung allmählich zurückgefahren. Trotz den „leichten Verbesserungen“ plane der Vatikan laut einem Experten schon für die „Zeit nach Franziskus“ – etwa nach dem Rücktritt oder im Todesfall. Wie diese Pläne aussehen, ist bislang unbekannt. (cln/kiba/kna)