Papst Franziskus ist von einer Lungenentzündung betroffen. Die Krankheit hat eine Vielzahl von Symptomen, die eine Diagnose nicht leicht machen.
Rom – Die katholische Kirche bangt um Papst Franziskus . Er liegt derzeit mit einer beidseitigen Lungenentzündung im Krankenhaus. Die Krankheit ist laut MSD Manual für medizinische Fachkreise die häufigste Todesursache in medizinisch unterversorgten Ländern und die häufigste tödliche Krankenhausinfektion. Welche Symptome weisen auf die Erkrankung hin und wie steckt man sich an?
Papst hat Lungenentzündung: Krankheit hat viele Symptome Am Dienstagabend (18. Februar) hat der Vatikan verkündet, dass Papst Franziskus an einer beidseitigen Lungenentzündung leidet. Seit dem 14. Februar liegt der 88-Jährige in der Klinik Policlinico Gemelli im Westen von Rom. Die wöchentliche Generalaudienz wurde bereits abgesagt, ebenso die Messe am Sonntag zum Jubiläum der Diakonie. Ihm wurde absolute Ruhe verordnet. Schon im vergangenen Jahr hatte Franziskus mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen .
Seit Freitag wird Papst Franziskus in einer Klinik behandelt. (Archivbild)
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Eine Lungenentzündung, auch Pneumonie genannt, kann mit vielen Symptomen einhergehen, die oft nicht eindeutig auf die Krankheit hinweisen. Typische Anzeichen sind laut der Klinikgruppe Mediclin Husten, sowohl trocken als auch mit Auswurf, Atemnot oder schnelles und flaches Atmen sowie Brustschmerzen. Auch diese Beschwerden sind möglich:
Fieber Schüttelfrost Müdigkeit Muskel-, Bauch- und Kopfschmerzen Durchfall Risiko im Alter: Schwaches Immunsystem kann Lungenentzündung auslösen Die häufigste Ursache ist laut MSD Manual eine bakterielle Infektion bei Erwachsenen über 30 Jahren. Demnach können alle Erreger, von Viren bis Parasiten und Bakterien, eine Lungenentzündung auslösen. Die oberen Atemwege können in der Regel viele Arten von Viren abfangen und neutralisieren, bevor es zu einer Lungenentzündung kommt. Laut Vatikan leidet an Papst Franziskus an einer polymikrobiellen Infektion . Das Krankheitsbild sei komplex und besorgniserregend.
Chemietechniker, Türsteher, Hausmeister: Eine Krankheit brachte Papst Franziskus zur Kirche Das Konklave im Vatikan hat 2013 den Argentinier Jorge Mario Bergoglio (76) zum Papst gewählt. Der Weg bis dahin war lang. © dpa/AP Die Eltern des Papstes sind Regina Maria Sivori and Mario Jose Bergoglio. Das Hochzeitsfoto stammt aus dem Jahr 1935. Ein Jahr später wurde Bergoglio geboren. © AP/dpa Mario Jose Bergoglio (Mitte) mit seinen Eltern, Juan und Magarita Vasallo in Buenos Aires (Foto undatiert). © AP/dpa Bergoglio (rechts, zusammen mit zwei Klassenkameraden) ging in den frühen 50er-Jahren in eine Schule in Buenos Aires. © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Hier posiert er (hintere Reihe, 2. v. l.) mit seiner Familie. (Foto undatiert) © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. In diesem Gebäude in Buenos Aires, einst eine technische Schule, machte Bergoglio seinen Abschluss als Chemietechniker. Davor arbeitete er eine lange Zeit als Türsteher und Hausmeister. © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Nach einer schweren Krankheit fühlte er sich 1958 dazu inspiriert, dem Jesuitenorden beizutreten. 1969 wurde Bergoglio zum Priester geweiht. Von 1973 (wie hier auf dem Foto) bis 1979 war er Provinzoberer der Jesuiten in Argentinien. © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus Bereits als Priester leitete Bergoglio (r., Foto aus dem Jahr 1973) viele Messen. © ap/dpa Das Archivfoto vom 06.04.2005 zeigt Kardinal Jorge Mario Bergoglio, Bischof von Buenos Aires (Argentinien). Er ist heute Papst Franziskus 1998 wurde Bergoglio zum Erzbischof von Buenos Aires. (Foto von 2005) © epa efe Telam/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Diesen Slum von Buenos Aires besuchte Bergoglio zu seiner Zeit als Erzbischof oft. © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus Papst Johannes Paul II. ernannte Bergoglio 2001 zum Kardinal. Er leitete die argentinische Kirche während der Unruhen im Dezember 2001 in Argentinien. © ap/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Bergoglio war Anhänger des Fußballteams von San Lorenzo de Almagro. (Foto aus dem Jahr 2011) © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Bergoglio war auch Mitglied des Fanclubs. © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Die einstige Präsidentin Argentiniens, Cristina Fernandez, soll ein eher kühles Verhältnis zu Papst Franziskus gehabt haben. (Foto aus dem Jahr 2008) © AP/dpa Papst Benedikt Papst Franziskus (Archivbild) Papst Benedikt XVI. bei einem Treffen mit Kardinal Bergoglio im Jahre 2007. © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Erzbischof Bergoglio bei einer Messe für Drogenabhängige und Arme aus dem Jahr 2008. © dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Kardinal Bergoglio beim Heiligen Abendmahl (Foto aus dem Jahr 2009). © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Kardinal Bergoglio bei einer Messe (Foto aus dem Jahr 2009). © AP/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Kardinal Bergoglio einen Tag vor Beginn des Konklaves, bei dem er zum neuen Papst gewählt wurde. © dpa Das Konklave im Vatikan hat den Argentinier Jorge Mario Bergoglio (76) zum Papst gewählt. Der Argentinier hat sich den Namen Franziskus gegeben. Er folgt auf den zurückgetretenen und emeritierten Papst Benedikt XVI. (85). Nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. am 28. Februar 2013 wählte ein päpstliches Konklave am 13. März Bergoglio zu seinem Nachfolger. © dpa/AP Das Konklave im Vatikan hat den Argentinier Jorge Mario Bergoglio (76) zum Papst gewählt. Der Argentinier hat sich den Namen Franziskus gegeben. Er folgt auf den zurückgetretenen und emeritierten Papst Benedikt XVI. (85). Am 15. März 2013 rief Franziskus das Kardinalskollegium im Apostolischen Palast mit „Liebe Brüder, los!“ zur brüderlichen, geeinten Verkündigung des Evangeliums auf: „Die christliche Wahrheit ist anziehend und gewinnend, denn sie antwortet auf die tiefen Bedürfnisse des menschlichen Daseins.“ © dpa/AP Das Konklave im Vatikan hat den Argentinier Jorge Mario Bergoglio (76) zum Papst gewählt. Der Argentinier hat sich den Namen Franziskus gegeben. Er folgt auf den zurückgetretenen und emeritierten Papst Benedikt XVI. (85). Laut Vatikan haben 150.000 bis 200.000 Menschen an der Messe zur Amtseinführung teilgenommen. Nicht alle passten auf dem Petersplatz, auch auf den angrenzenden Straßen wurde gefeiert. © dpa/AP Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Als Papst nannte er sich Franziskus – nach dem Heiligen Franz von Assisi. © AP/dpa Bild zeigt Papst Franziskus (links) und Papst Benedikt XVI. (rechts) bei einem Treffen am 23.02.2013 in Castel Gandolfo Am 23. März 2013 traf sich Franziskus (links) privat mit Benedikt XVI. (rechts) in Castel Gandolfo. Gesprächsinhalte gaben sie nicht bekannt. Ein solches Päpstetreffen hatte es seit über 700 Jahren nicht gegeben. © Osservatore Romano/Handout/dpa Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I. Die Volksnähe hatte er sich bewahrt: Bergoglio trank Mate, das Nationalgetränk Argentiniens. (Foto aus dem Jahr 2013) © AP/dpa Papst Franziskus steigt bei seiner Ankunft am Yangon International Airport in Yangon, Myanmar, am 27.11.2017 aus dem Flugzeug Im November 2017 besuchte er Myanmar und betonte die Bedeutung des Friedens und der Versöhnung. © Andrew Medichini/dpa Dieses von Ministry of Presidential Affairs zur Verfügung gestellte Bild zeigt Papst Franziskus (l) und Scheich Ahmed al-Tajjib, Großimam der Al-Azhar-Universität in Kairo, nach der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung. Aufnahmedatum: 04.02.2019 2019 wurde von Papst Franziskus (links) und Sheikh Ahmed el-Tayeb (rechts), dem Scheich der Azar-Universität und damit einem der angesehensten Vertreter des sunnitischen Islam, das „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ unterzeichnet. © Eissa Al Hammadi/dpa Papst Franziskus (M) besucht am Karfreitag Bedürftige und Gesundheitspersonal im Corona-Impfzentrum des Vatikans, Aufnahmedatum: 02.04.2022 Papst Franziskus besuchte am Karfreitag 2022 Bedürftige und Gesundheitspersonal im Corona-Impfzentrum des Vatikans. © dpa Papst Franziskus nimmt an einem gemeinsamen Gebet mit Christen im Kolosseum in Rom teil, das den Abschluss der internationalen Friedenskonferenz "Cry for Peace" bildet, die von der Gemeinschaft Sant‘Egidio organisiert worden ist, Aufnahmedatum: 25.10.2022 2022 nahm Papst Franziskus an einem gemeinsamen Gebet mit Christen im Kolosseum in Rom teil, das den Abschluss der internationalen Friedenskonferenz »Cry for Peace« bildete. © Evandro Inetti/dpa Papst Franziskus empfängt Bundeskanzler Olaf Scholz zu einer Privataudienz. Scholz überreichte dem Papst den offizielle Ball der UEFA EURO 2024 und eine Bärenfigur aus Porzellan mit dem Wappen der Bundesrepublik Deutschland. Aufnahmedatum: 02.03.2024 Papst Franziskus (links) empfing Bundeskanzler Olaf Scholz (rechts) zu einer Privataudienz. Scholz überreichte dem Papst den offiziellen Ball der UEFA EURO 2024 und eine Bärenfigur aus Porzellan mit dem Wappen der Bundesrepublik Deutschland. © Vatikan Media/dpa Papst Franziskus öffnet am 24. Dezember 2024 die Heilige Pforte des Petersdoms und leitet damit das Heilige Jahr 2025 ein, das unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ steht. Papst Franziskus öffnete am 24. Dezember 2024 die Heilige Pforte des Petersdoms und leitete damit das Heilige Jahr 2025 ein, das unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ stand. © Alberto Pizzoli/IMAGO Pilger reisen zu Papst Franziskus, der im Krankenhaus liegt. Vatikan, 26.03.2025. Der Papst lag ab Februar 2025 mehr als fünf Wochen wegen einer schweren, beidseitigen Lungenentzündung im Krankenhaus. Pilger reisten zu ihm, um für seine Genesung zu beten. Er konnte entlassen werden – Von einem „Wunder“ war die Rede. (Auf dem Bild Pilger auf dem Petersplatz, 3 Tage nach seiner Rückkehr in den Vatikan). © Gregorio Borgia/AP/dpa Der Papst spricht den Segen Urbi et Orbi am 20. April 2025. Papst Franziskus bei seinem letzten Auftritt kurz vor seinem Tod auf der Empore des Petersdoms. Er erteilte den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) zum Ostersonntag, 20. April 2025. © Andrew Medichini/AP/dpa Papst Franziskus in schwarz-weiß. Papst Franziskus verstarb in den frühen Morgenstunden des Ostermontags, am 21. April 2025. © Andrew Medichini/AP/dpa Zu einer Pneumonie kann es kommen, wenn die Abwehrkräfte geschwächt sind. Hier kann laut Mediclin zum Beispiel das Alter eine Rolle spielen. Ältere Menschen und Kleinkinder haben oft ein schwächeres Immunsystem. Auch Rauchen, Alkoholkonsum oder chronische Krankheiten können das Risiko erhöhen.
Je nachdem, was der Auslöser der Lungenentzündung ist, wird sie unterschiedlich behandelt. Bakterielle Infektionen werden laut Mediclin oft mit Antibiotika behandelt. Bei Virusinfektionen hängt die Behandlung vom jeweiligen Virus ab. Die vollständige Genesung kann unter Umständen mehrere Wochen, bei schweren Fällen auch Monate in Anspruch nehmen. (tph)
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