Italien unter Schock

„Es war die Hölle“: Feuer in Mailand – sechs Tote, 81 Verletzte

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Ein Feuerwehrauto steht vor dem Pflegeheim «Casa per Coniugi», in dem über Nacht ein Feuer ausbrach.
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Italien unter Schock. Ein großer Brand in einem Seniorenheim für Ehepartner kostete am Freitag sechs Menschenleben – 81 Personen wurden verletzt.

Mailand – Ein großer Brand in Mailand sorgt am Freitag (7. Juli) für Entsetzen in Italien. Bei dem Brand in einem Seniorenheim für Ehepartner kamen sechs Personen ums Leben – 81 wurden verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zwei von diesen Personen befinden sich nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa in sehr ernstem Zustand. Der Feuerwehreinsatz dauerte noch am Morgen an.

Das Feuer brach gegen 1.20 Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Erdgeschoss einer Seniorenresidenz im Mailänder Stadtteil Corvetto aus, wie die italienische La Stampa berichtet. Dem Bericht nach starben die beiden Frauen, die den Raum bewohnten, in dem das Feuer ausbrach. Sie waren 69 und 87 Jahre alt. Zudem sollen drei weitere Frauen im Alter von 75, 84 und 85 Jahren sowie ein 73-jähriger Mann an den Folgen der starken Rauchentwicklung gestorben sein.

Feuer in Mailänder Seniorenwohnheim: Sechs Tote, 81 Verletzte

81 weitere Patienten wurden die ganze Nacht hinweg mit 118 Krankenwägen in 15 verschiedene Notaufnahmen in Mailand transportiert. Offenbar zeigten alle Anzeichen einer Rauchvergiftung.

Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle. Die Ursache ist aktuell noch nicht geklärt. Es handelt sich aber offenbar um einen Unfall.

Giuseppe Sala, Bürgermeister von Mailand, sprach mit Bezug auf die Menschen in den Krankenhäusern von einer „heiklen Situation“ und von einem „hohen Tribut“ im Bezug auf die Toten. Dennoch hätte es auch schlimmer kommen können, so der Bürgermeister. Man habe sehr früh eingegriffen und den Brand bekämpfen können. Aber: „Ein Brand in einem 15 Quadratmeter großen Raum entwickelt sich sehr schnell“, so Sala. Das Gebäude sei vollständig evakuiert worden. Alle Bewohner werden in andere Unterkünfte verlegt.

„Heute sah ich die Hölle“: Augenzeugin berichtet von Mailänder Brand in Seniorenunterkunft

Die Feuerwehr griff mit vier Teams ein: „Der Flur war voller Rauch und Flammen, die aus einem Raum drangen. Einerseits konzentrierten wir uns darauf, die Flammen zu löschen, andererseits versuchten wir, möglichst viele Menschen in Sicherheit zu bringen. Ein komplizierter Kontext, der durch die mangelnde Sicht aufgrund des Rauchs und die Tatsache, dass es sich um teilweise nicht gehfähige Gäste handelt, entstand“, so der Kommandant der Mailänder Feuerwehr, Nicola Miceli zur La Stampa.

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Die Dolomiten sind eine Gebirgskette, die zu den Südalpen gerechnet wird und sich über die Regionen Venetien und Trentino-Südtirol verteilt. Das ganze Jahr über ist Reisenden hier viel Action geboten: Vom Skifahren im Winter bis zum Wandern, Raften oder Klettern im Sommer ist alles dabei. © pixabay/Julius_Silver
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Während eines Urlaubs im italienischen Apulien führt kein Weg an der Stadt Alberobello vorbei. Sie zeichnet sich durch die einzigartigen Trulli - weiße Rundhäuser mit Dächern, die an Zipfelmützen erinnern - aus, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. © pixabay/Jack78
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Ebenso in Apulien findet sich die Gemeinde Polignano a Mare, direkt an der Adria gelegen. Die Altstadt sitzt auf den Kalkklippen und überblickt die Bucht Cala Porto, welche ein beliebtes Fotomotiv ist. Obendrein zeichnet sich der Ort durch seine zahlreichen Grotten aus, die den Fels durchsetzen, auf dem die Stadt sitzt. © pixabay/modestodeluca89
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Wer Entspannung auf Sardinien sucht, sollte unbedingt bei den Porphyrfelsen von Arbatax vorbeischauen. Der kleine Ort ist genau das Richtige für Reisende, die fernab der belebten Urlaubsgebiete einen Strandurlaub verbringen möchten. © pixabay/MemoryCatcher
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In der Provinz Agrigent auf Sizilien erwarten Sie wunderschöne Sehenswürdigkeiten: Neben der Scala dei Turchi (s. Bild), einer geologischen Formation aus Mergel, finden Sie im "Tal der Tempel" zahlreiche archäologischen Stätten aus der Antike. © pixabay/Comanche0
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Die Stadt Matera ist ein wahrer Hingucker - sie liegt auf einer felsigen Landzunge in der Region Basilicata und wird auch als das "zweite Bethlehem" bezeichnet. Besonders sehenswert sind hier die sogenannten Sassi, Höhlensiedlungen, die noch bis in die 1950er Jahre bewohnt wurden. © pixabay/turkish414

„Heute Abend sah ich die Hölle, aber der Katastrophenschutz war großartig“, sagte eine Anwohnerin und Augenzeugin der Zeitung. „Nach dem Eintreffen der Feuerwehrleute wurden wir auf den Rauch aufmerksam“, fügt sie hinzu, „wir sahen von den Fenstern aus, wie die älteren Menschen ihre Gesichter mit nassen Lappen schützten, dann wurden sie herausgelassen, einige im Rollstuhl, einige mit einer Gehhilfe“.

Erst im Mai erschütterte eine große Explosion Mailand. (rjs)

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