„Gefährliche Orkanlage“ über Frankreich – auch Deutschland stehen stürmische Tage bevor
VonKai Hartwig
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Ein wahres Wechselbad liefert das Wetter an den ersten Novembertagen. Ausläufer eines Orkantiefs sorgen für Sturm und Regen – aber nicht überall.
München – Verhältnismäßig mildes Wetter erlebte Deutschland größtenteils im Oktober. Doch die kommenden Tage könnten ungemütlich werden. Ein Orkantief über dem Atlantik sorgt dafür, dass es hierzulande „sehr windig und stürmisch“ wird, erklärte Meteorologe Lars Dahlstrom von wetterkanal.kachelmannwetter.com.
Wetter in Deutschland: „Gefährliche Orkanlage“ über Frankreich beschert Deutschland stürmische Tage
Der Wetter-Experte kündigte ab Donnerstag (2. November) Windgeschwindigkeiten von 60 bis 70 km/h für die Westhälfte Deutschlands an. Noch stürmischer kann es demnach in freien Lagen sowie an der Nordseeküste werden, wo sogar bis zu 80 km/h Windgeschwindigkeiten drin sind. Ruhig bleibt es dagegen in der Osthälfte des Landes, hier wird der Sturm laut dem Meteorologen kaum zu spüren sein.
Ursprung für die „turbulente Wetterwoche“ ist nach Angaben von Dahlstrom „eine schwere Sturm-Orkanlage in Westeuropa“. Ein Orkantief steht über dem Atlantik und erreicht „seinen Höhepunkt wahrscheinlich in der Nacht zum Donnerstag“ (2. November), so der Wetter-Fachmann. Insbesondere Frankreichs Atlantikküste ist von der „gefährlichen Orkanlage“ betroffen. Hier prognostiziert das ICON-Wettermodell Windgeschwindigkeiten von „deutlich über 150 km/h“, erläuterte Dahlstrom.
Nächstes Orkantief über dem Atlantik bereits im Anmarsch – Deutschland-Wetter bleibt vorerst wechselhaft
Zwar sei schon am Freitag (3. November) von einer Beruhigung der Wetterlage auszugehen, weil sich das Orkantief gen Nordsee und Ostengland verziehe. Allerdings droht dann vom Atlantik her erneutes Ungemach: Das nächste Tief nähert sich Westeuropa und könnte schon am Wochenende (4./5. November) einen weiteren Orkan an der französischen Atlantikküste entstehen lassen. Weil in diesem Zeitraum auch über Norditalien und Tschechien Tiefdruckgebiete liegen, ist Deutschland von diesen regelrecht eingekreist.
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Entsprechend unbeständig werden die kommenden Tage in Sachen Wetter wohl ausschauen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht in seiner Wetterprognose von wechselhaften Bedingungen aus. Demnach startet die Woche am Montag (30. Oktober) „vom Alpenrand bis zur Oberlausitz teils heiter“. Auch „im Nordwesten und Norden“ fällt laut DWD kaum Niederschlag. Allerdings muss in der Mitte und dem Westen Deutschlands teils mit Regen gerechnet werden.
Wetter in Deutschland: Woche startet mit bis zu 21 Grad – dann breiten sich Sturm und Regen aus
Über die höchsten Werte darf sich am Montag der Südosten freuen, wo der Föhn bis zu 21 Grad ermöglicht. Auf nur 12 bis 15 Grad steigt das Thermometer in den regnerischen Regionen, sonst sind 14 bis 18 Grad zu erwarten.
Die Wochen-Vorhersage des DWD für das Wetter in Deutschland im Überblick:
Tag/Datum
Wettervorhersage
Dienstag, 31. Oktober
im Norden und an den Alpen zunächst Regen, im Tagesverlauf Auflockerungen, am Nachmittag und Abend im Südwesten vermehrt Schauer oder kurze Gewitter, Höchstwerte 10 bis 16 Grad
Mittwoch, 1. November
Südlich der Donau heiter bis sonnig, Regen an der Nordsee und im Westen, Höchstwerte 11 bis 19 Grad
Donnerstag, 2. November
im Westen und Süden zeitweise Regen, Nordosten und Osten bleiben meist trocken, 10 bis 16 Grad
Freitag, 3. November
im Nordwesten und Westen gelegentlich, sonst vereinzelt Regen, Höchsttemperaturen 8 bis 13 Grad
Samstag, 4. November
von Westen bis über die Mitte hinweg häufig Regen, nur im äußersten Osten trocken, 8 bis 13 Grad
Sonntag, 5. November
meist stark bewölkt und schauerartiger Regen, Wolkenlücken lediglich im Norden und dem Mittelgebirge, Höchstwerte 8 bis 14 Grad
Ähnlich wechselhaft soll es laut DWD auch in der darauffolgenden Woche ab dem 6. November weitergehen. Demnach bleibt es windig und regnerisch. Von einem Wintereinbruch oder Schnee ist in den ersten Novembertagen also weit und breit keine Spur.