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Nach einem rekordwarmen Januar-Wochenende geht es auch in den nächsten Tagen deutlich zu warm, nass und stürmisch weiter – besonders in einigen Regionen
Frankfurt – Der Samstag (25. Januar) hat etliche Temperaturrekorde gebrochen. Viele Wetterstationen verzeichneten den wärmsten Januartag seit Messbeginn. „In Jena wurde sogar ein 200 Jahre alter Temperaturrekord gebrochen. Das ist wirklich ziemlich heftig“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Und es ist noch nicht vorbei.
Die letzte Januarwoche bringt weiterhin sehr mildes Wetter. Am Montag (27. Januar) klettern die Tageshöchstwerte auf 9 bis 17 Grad, im Süden sind regional sogar 16 oder 17 Grad nicht ganz ausgeschlossen. Damit wächst die positive Abweichung des Januars weiter an. Zudem kommt Sturm auf. „Die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes zeigt akute Warnungen“, erklärt Wetter-Experte Jung. Besonders im Westen sind am Montag (27. Januar) stürmische Böen bis zu 80 km/h zu erwarten, in den Hochlagen auch bis 90 oder 100 km/h. Dort heißt es besonders wachsam sein, denn Äste können abbrechen oder Bäume umstürzen.
Keine Spur von Winter-Wetter in Deutschland: Schlimme Schneearmut 2024/2025
Bis Ende der Woche wird sich an der Großwetterlage wenig ändern. Mild, nass und zeitweise windig geht es weiter. Von Winter-Wetter fehlt jede Spur. Nur an wenigen Stellen in Deutschland liegt derzeit Schnee. In rund 95 Prozent der Fläche ist Deutschland aktuell schneefrei und das mitten im Hochwintermonat Januar. Auf dem rund 1500 Meter hohen Feldberg im Schwarzwald liegen nicht einmal 30 Zentimeter Schnee. Die Zugspitze (rund 3000 Meter hoch) hatte letztes Jahr um die Zeit über drei Meter Schnee, in diesem Jahr gerade mal 105 Zentimeter – so wenig wie zuletzt vor 25 Jahren um diese Jahreszeit.
Februar bringt kaum Hoffnung auf Wetter-Wende
Auch Anfang Februar wird sich an der milden Wetterlage erstmal nur wenig ändern. Einige Modelle gingen zeitweise von einer ruhigen Hochdruckwetterlage aus. Dann könnten die Temperaturen zumindest nachts nochmal in den leichten Frostbereich sinken. Doch tagsüber bliebe es bei positiven Werten. Kurzum: Bis Mitte Februar sieht es in Deutschland weder nach Dauerfrost noch nach einer Schneedecke bis in tiefe Lagen aus. Mittlerweile rennt dem Winter auch buchstäblich die Zeit davon, denn in rund 5 Wochen startet bereits der meteorologische Frühling. Dagegen deuten Prognosen für den Sommer 2025 schon jetzt Trockenheit und Hitzewellen an.
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