Behörden schlagen Alarm

Italiens Touristen-Perle vor dem Kollaps: „Sondergesetz“ soll jetzt Rettung bringen

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Das malerische Dörfchen Manarola an Italiens Riviera. (Archivbild)
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Alarm in einer der Touristen-Hotspots in Italien. Eine Bürgermeisterin von den Cinque Terre warnt vor dem Kollaps und fordert ein „Sondergesetz“.

Genua /La Spezia – Touristen sind ein Segen und ein Fluch zugleich für die beschaulichen und traumhaft gelegenen Dörfer von den Cinque Terre. Südlich von Genua reihen sich die Dörfchen zwischen Küstensteilhang und Mittelmeer aneinander. Und es gibt kaum einen Reiseführer für Italien, in dem diese Perlen nicht für Reiselustige angepriesen werden. Doch die Masse an Gästen sorgt in den Cinque Terre für große Probleme.

Verantwortliche vor Ort schlagen Alarm - „es droht der Zusammenbruch“, titelt dazu die größte italienische Zeitung La Repubblica. Denn es kommen schlicht so viele Touristen, dass die Städtchen an die Grenzen ihrer Infrastruktur kommen.

Touristen-Hotspot in Italien schlägt Alarm: Kurz vor dem Kollaps

„Die Situation hat sich in den angegebenen Punkten als kritisch erwiesen, insbesondere in Manarola auf den Bahnsteigen, im Tunnel und in den Yachthäfen“, erklärt Fabrizia Pecunia , Bürgermeisterin von Riomaggiore gegenüber der Repubblica.

Besonders problematisch ist die Lage demnach in den Orten Manarola, Vernazza und Monterosso.

Nach Ansicht der Bürgermeisterin braucht es dringend ein „Sondergesetz“, mit dem die Behörden vor Ort die Möglichkeit bekommen die Besucherströme zu lenken und zu kontrollieren. „Es ist nicht mehr möglich, die Überlegungen zur Bewirtschaftung der Ströme aufzuschieben. Sonst sind die Jahre aus touristischer Sicht gezählt“, erklärt sie.

Cinque Terre will „spezielles Gesetz“ - zum Schutz vor dem Touri-Kollaps

Gemeinsam habe man bereits eine Studie zur Mobilität in Auftrag gegeben. Diese werde in Kürze vorgestellt. Auf dieser Basis will man das Thema dann in den Stadtrat bringen. Das Ziel: „Wir brauchen ein spezielles Gesetz für die Cinque Terre, Rechtsinstrumente in den Händen der Bürgermeister, um einzugreifen“.

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Die Dolomiten sind eine Gebirgskette, die zu den Südalpen gerechnet wird und sich über die Regionen Venetien und Trentino-Südtirol verteilt. Das ganze Jahr über ist Reisenden hier viel Action geboten: Vom Skifahren im Winter bis zum Wandern, Raften oder Klettern im Sommer ist alles dabei. © pixabay/Julius_Silver
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Während eines Urlaubs im italienischen Apulien führt kein Weg an der Stadt Alberobello vorbei. Sie zeichnet sich durch die einzigartigen Trulli - weiße Rundhäuser mit Dächern, die an Zipfelmützen erinnern - aus, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. © pixabay/Jack78
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Ebenso in Apulien findet sich die Gemeinde Polignano a Mare, direkt an der Adria gelegen. Die Altstadt sitzt auf den Kalkklippen und überblickt die Bucht Cala Porto, welche ein beliebtes Fotomotiv ist. Obendrein zeichnet sich der Ort durch seine zahlreichen Grotten aus, die den Fels durchsetzen, auf dem die Stadt sitzt. © pixabay/modestodeluca89
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Der Reschensee, auch Lago di Resia, mausert sich immer mehr zum beliebten Touristenziel. Nicht nur der postkartentaugliche Kirchturm inmitten des Sees, sondern auch malerische Wanderrouten und Bootsausflüge zeichnen die Gegend aus. © pixabay/strecosa
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Wer Entspannung auf Sardinien sucht, sollte unbedingt bei den Porphyrfelsen von Arbatax vorbeischauen. Der kleine Ort ist genau das Richtige für Reisende, die fernab der belebten Urlaubsgebiete einen Strandurlaub verbringen möchten. © pixabay/MemoryCatcher
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In der Provinz Agrigent auf Sizilien erwarten Sie wunderschöne Sehenswürdigkeiten: Neben der Scala dei Turchi (s. Bild), einer geologischen Formation aus Mergel, finden Sie im "Tal der Tempel" zahlreiche archäologischen Stätten aus der Antike. © pixabay/Comanche0
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Die Stadt Matera ist ein wahrer Hingucker - sie liegt auf einer felsigen Landzunge in der Region Basilicata und wird auch als das "zweite Bethlehem" bezeichnet. Besonders sehenswert sind hier die sogenannten Sassi, Höhlensiedlungen, die noch bis in die 1950er Jahre bewohnt wurden. © pixabay/turkish414

Aktuell sehen sich die Örtchen schlicht machtlos der großen Masse an Touristen gegenüber - es fehlt die Möglichkeit gegenzusteuern. Nun will man Gesetze und Handlungsmöglichkeiten auf lokalpolitischer Ebene schaffen. Wie diese aussehen und welche Folgen dies für Touristen haben könnte, ist allerdings noch nicht bekannt.

Die Cinque Terre sind mit dieser Idee nicht allein. Wegen des Massentourismus fordern etliche Regionen in Italien neue Auflagen. (rjs)

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