- VonAnna-Lena Kiegerlschließen
In Griechenland wütete ein schweres Sturmtief. Mehrere Dörfer wurden überflutet, viele Menschen sitzen fest. Bereits sieben Tote sind zu beklagen.
Athen – Das Jahr 2023 ist ein Jahr der Katastrophen für Griechenland. Nachdem bereits Rhodos Opfer von schweren Bränden wurde, überschwemmt ein schweres Sturmtief nun zahlreiche Dörfer auf dem griechischen Festland. Bereits 2000 Menschen mussten gerettet werden, viele warten noch auf die Befreiung. Bereits sieben Tote sind zu beklagen und mehr Opfer werden befürchtet.
Unfassbare Wassermassen in Griechenland: Städte und Dörfer überschwemmt
Von Montag bis Donnerstag setzte sich ein schweres Sturmtief über dem beliebten Urlaubsland ab und überschwemmte ganze Städte und Dörfer. Teils kamen 700 Liter Wasser pro Quadratmeter herab und das in weniger als 24 Stunden. Seit Freitag ist das Unwetter nun vorbei. Dennoch sitzen weiter zahlreiche Menschen fest, die gesamten Ausmaße werden sich erst zeigen.
Ein Video, welches auf Facebook kursiert, schockt die Gemüter und zeigt das volle Ausmaß der unfassbaren Regenmengen. Das Dorf Metamorfosi steht vollends unter schlammigem Wasser. Nur noch Dächer und Baumkronen ragen aus der schlammigen Brühe heraus. Das Dorf gleicht einem See. Der Urheber des Posts, schreibt: „Wir haben gekämpft, aber es war unmöglich.“
Sturmtief in Griechenland: Menschen sitzen auf höher gelegenen Ebenen fest
Zahlreiche Menschen kletterten auf höher gelegene Ebenen, um sich vor den Wassermassen zu retten. Darüber berichtete die griechische News-Seite protothema.gr. Die Rettungsmaßnahmen konzentrieren sich nun auf die Befreiung dieser Menschen. Hubschrauber und Armeeboote sind dabei im Einsatz. Eine betroffene Frau schildert, wie 100 Menschen auf einem Hügel festsitzen. „Wir sind vergessen worden, wir brauchen Hilfe“, erklärt sie.
Auch ältere Menschen haben eine solche Situation noch nie erlebt. Die 104 Jahre alte Stavroula Brazioti, die aus dem Ort Piniada geholt worden war, erklärt gegenüber dem Sender ERTnews: „Ich habe Kriege und Hungersnot erlebt, aber so etwas noch nie.“ Auch Teile der Türkei sind von den extremen Niederschlägen betroffen. Der Grund für die heftigen Regenmengen liegt dabei in der Omega-Wetterlage, welche in Deutschland für sommerliche Temperaturen sorgt. (dpa/AK)
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