VonSandra Sporerschließen
Von 30 Grad zu Frost und Schnee: Deutschland steht ein heftiger Wettersturz bevor. Der Übergang wird extrem heftig ausfallen, warnt Wetter-Experte Dominik Jung.
München – Es ist kaum vorstellbar: Am Freitag (13. Oktober) könnten die Temperaturen bis zu 30 Grad erreichen. Allerdings deuten die aktuellen Wettervorhersagen auf einen anschließenden drastischen Temperatursturz hin. „Der Wettersturz wird heftig ausfallen, auf alle Fälle gefühlt extrem heftig“, prognostiziert der Wetterexperte Dominik Jung vom Online-Wetterdienst wetter.net. Frost und möglicherweise der erste Schnee bis in die Niederungen könnten laut dem aktuellen US-Wettermodell eintreten.
Das Wetter beschert uns erneut Temperaturen bis zu 30 Grad – gefolgt von Schnee und Frost
Doch der Spätsommer im Herbst ist noch nicht zu Ende. Am Mittwoch (11. Oktober) herrscht überall angenehme Wärme mit Höchstwerten zwischen 24 und 28 Grad. Mit Ausnahme des Nordens Deutschlands. Während im Süden Hochdruck vorherrscht, bringt die Kaltfront des Nordmeertiefs „Ralf“ dem Norden und Nordwesten teils heftigen Regen, vereinzelte Gewitter und auch stürmischen Wind.
Sommerliche Temperaturen im Süden – Kaltfront mit Wind, Gewittern und Dauerregen im Norden
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in der Nordseeumgebung vor starken Böen (Bft 7, 50 bis 60 km/h) und vereinzelt stürmischen Böen (Bft 8, 60 bis 70 km/h). Besonders turbulent wird es voraussichtlich am Mittwochnachmittag in einem breiten Streifen vom Emsland bis Vorpommern. In Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Niedersachsen regnet es. In den nächsten zwölf Stunden könnten laut den DWD-Wetterexperten 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter fallen. Die Temperaturen liegen bei 18 bis 23 Grad.
Die Kaltfront erreicht am Donnerstag die Mitte Deutschlands. Die Regenschauer verlagern sich. Im Norden und der Mitte bleibt es kühl mit Temperaturen zwischen 14 und 21 Grad. Im Süden sind laut DWD-Prognose nochmals 22 bis zu 28 Grad möglich.
Herbst in Deutschland: Ist ab Freitag der Oktober-Spätsommer vorbei?
Am kommenden Freitag (13. Oktober) könnten wir erneut Rekord-hohe Temperaturen erleben. „Außergewöhnlich hohe Maxima zwischen 24 und 28 Grad, am Oberrhein bis knapp 30 Grad“, so die Prognose des DWD. Im Norden hingegen werden die Temperaturen voraussichtlich zwischen 16 und 21 Grad liegen.
| Tag, Datum | Höchstwerte |
|---|---|
| Mittwoch, 11. Oktober | 19 bis 28 Grad |
| Donnerstag, 12. Oktober | 15 bis 25 Grad |
| Freitag, 13. Oktober | 16 bis 29 Grad |
| Samstag, 14. Oktober | 13 bis 22 Grad |
| Sonntag, 15. Oktober | 8 bis 15 Grad |
| Montag, 16. Oktober | 9 bis 14 Grad |
| Quelle: Wetter.net/ Deutscher Wetterdienst (DWD) |
Wetterexperte sagt eisigen Start in die neue Woche voraus – Schneefall möglich
„Der Sommer 2023 findet am kommenden Freitag sein Ende. Da wird es zum letzten Mal in diesem Jahr 25 Grad und mehr geben“, erklärt Wetterexperte Jung. „Viele werden von dem Temperatursturz ab Sonntag sicherlich überrascht sein.“ Es war jedoch vorhersehbar, dass die Temperaturen irgendwann sinken müssen. Die Höchsttemperaturen werden dann um 10 bis 15 Grad niedriger sein als in den vergangenen Tagen und Wochen. „Das wird ein eisiger Start in die neue Wetterwoche“, warnt der Chef des Wetterdienstes Q.met.
Lars Dahlstrom, Meteorologe von wetterkanal.kachelmannwetter.com, teilt diese Einschätzung der Wetterbedingungen. Mit der Kaltfront verabschiedet sich die Wärme am Sonntag aus dem Süden, erläutert er in einem aktuellen Video. Die Grenze für Schneefall sinkt auf bis zu 1400 Meter. Der Meteorologe prognostiziert für die Nacht zum Montag den ersten Frost. Kalte Polarluft fließt von Osten nach Deutschland.
Ob der erste Schnee tatsächlich am kommenden Freitag fällt, wie es das aktuelle US-Wettermodell vorhersagt, bleibt abzuwarten. Laut der Trendprognose des DWD ist bis Freitag (20. Oktober) mit Höchsttemperaturen zwischen 12 und 17 Grad zu rechnen – Stand 11. Oktober. (ml)
Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteurin Sandra Sporer sorgfältig überprüft.
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