VonMaximilian Kettenbachschließen
Schon vor dem großen Schnee-Wochenende stirbt ein Wintersportler in Österreich. Mit Blick auf die Wetter-Prognosen warnen die Lawinendienste umso eindringlicher.
München – Es war schon unheimlich. Zweimal in Folge war das erste Februar-Wochenende zuletzt das Tödlichste im Zusammenhang mit Lawinenabgängen. Die Rede war vom „Schwarzen Wochenende in Österreich“. Bleibt zu hoffen, dass allen dies im neuen Jahr erspart bleibt.
Doch die neue Winter-Saison beginnt direkt mit einer traurigen Meldung aus Tirol. Am Donnerstag, 23. November 2023, löste sich im extrem steilen Gelände auf circa 3250 Meter unterhalb des Glockturms im Kaunertal eine Lawine. „Zwei in der Abfahrt befindliche Personen wurden von dem Schneebrett mitgerissen“, berichtet der Lawinen-Report aus Österreich. Eine Person blieb unverletzt, die andere erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus.
Lawine löst sich in Tirol – Wintersportler aus Polen stirbt im Krankenhaus
Explizit handelte es sich nach Informationen von oe24.at um zwei Tourengeher aus Polen. Sie sollen demnach 47 und 41 Jahren alt sein und erst um 15 Uhr den sogenannten „Gratsattel“ erreicht haben. Statt weiter zum Gipfel aufzusteigen, fuhren sie in Richtung Süden ab.
Dem Bericht zufolge löste der an der hinteren Position fahrende 41-Jährige dann die Lawine aus. Er wurde auch direkt von den gewaltigen Massen mitgerissen, der 47-Jährige konnte sich vor den Schneemassen noch retten und setzte einen Notruf ab.
Die Besatzung des alarmierten Notarzthubschraubers flog den Mann unter Reanimationsmaßnahmen in die Universitätsklinik Innsbruck. Dort kämpften die Ärzte wohl noch um sein Leben, konnten jedoch nichts mehr für ihn tun. Er starb dort.
Neuschnee und Sturm – Lawinendienste warnen Alpensportler
Vor dem an diesem Wochenende des 25. und 26. Novembers in den Alpen einsetzenden Schneefall sollten alle Wintersportfans nun gewarnt sein. Das Portal wetter.at prognostiziert Kälte, Schnee und Sturm für die Alpenrepublik – ähnlich wie in Deutschland: „Eine Kaltfront aus Skandinavien bringt Minusgrade (bis zu -10 Grad), und feuchte Luft zu uns. Die Schneefallgrenze sinkt auf bis zu 300 Meter.“
Die Meteorologen rechnen mit zwei Metern Neuschnee und warnen: „Durch den Sturm gibt es in Tirol den ersten Lawinenalarm. Bis Sonntag könnte es auch in Wien weiß angezuckert sein.“ Der Lawinenwarndienst Tirol teilt via Facebook mit: „Wir erwarten während der kommenden Tage kräftigen Neuschneezuwachs samt stürmischen Verhältnissen. Es bilden sich zahlreiche neue Gefahrenstellen.“
Mit der Öffnung vieler Skigebiete startet an diesem Freitag (24. November) auch der Lawinenreport der Regionen Tirol, Südtirol und Trentino in die Wintersaison. Wintersportler sollten sich dringend vor dem Abenteuer über die Lage am Berg informieren, damit sich Wochenenden wie im Februar 2022 und 2023 nicht wiederholen.
Rubriklistenbild: © Lawinenwarndienst Tirol

