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Winterliches Wunderland oder trübe Aussichten? Die Prognose variiert stark je nach Standort. Hier sind die Aussichten auf weiße Weihnachten.
Kassel – Der Dezember hat bisher überwiegend mild begonnen, aber was bedeutet das für die Feiertage? Statistisch gesehen haben viele Regionen in Deutschland nur geringe Chancen auf Schnee. In diesem Jahr ist es jedoch spannend, in Deutschland deutet sich ein meteorologisches Spektakel zu Weihnachten an. In einigen Regionen stehen die Chancen für weiße Weihnachten oder sogar einen Kältehammer gar nicht schlecht:
- Küste: Entlang der Nord- und Ostseeküste, von Kiel bis Rostock, liegt die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten bei mageren 5 bis 10 Prozent.
- Köln: Im Rheinland sind weiße Weihnachten mit rund 10 Prozent ebenfalls eine Seltenheit.
- Hamburg: In der Hansestadt stehen die Chancen mit 10 bis 15 Prozent ebenfalls schlecht.
- Rhein-Main-Gebiet: In Frankfurt und Umgebung liegt die Wahrscheinlichkeit bei etwa 15 Prozent.
- Mittelgebirge: In Regionen wie dem Harz oder dem Erzgebirge steigt die Wahrscheinlichkeit auf bis zu 40 Prozent.
- München: Die bayerische Hauptstadt darf sich mit etwa 30 bis 40 Prozent Hoffnung machen.
- Alpenregion: Rund um die Alpen und im Schwarzwald erreichen die Chancen sogar 50 Prozent oder mehr.
Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net erklärt: „Weiße Weihnachten ist in Deutschland eine Seltenheit. Gerade in den letzten Jahren dominiert eher das milde Wetter, und auch für 2024 sieht es aktuell nicht besonders frostig aus.“ Trotzdem bleibt ein Hoffnungsschimmer auf ein Schnee-Wunder an Weihnachten, vor allem in höheren Lagen.
Wetter an Weihnachten: Warum Schnee in Deutschland immer seltener wird
Die Erderwärmung spielt eine zentrale Rolle, warum Schnee zu Weihnachten immer mehr zur Ausnahme wird. Laut Klimaforschern hat sich die durchschnittliche Dezembertemperatur in Deutschland in den letzten 30 Jahren um etwa 1,5 Grad Celsius erhöht. Dies verringert die Chancen auf eine geschlossene Schneedecke erheblich, vor allem in den Tieflagen. Höhere Regionen wie die Alpen oder Erzgebirge können sich jedoch weiterhin öfter über Schnee freuen.
Ein Blick in die Statistik bestätigt: Die letzten überregional schneereichen Weihnachten in Deutschland liegen schon Jahre zurück. Das war im Jahr 2010. Dennoch können Wetterüberraschungen nie ganz ausgeschlossen werden – wie etwa plötzliche Kältewellen.
Weihnachtszauber: So bleibt die Stimmung trotz grauem Wetter magisch
Falls der Schnee ausbleibt, gibt es viele Möglichkeiten, die Weihnachtszeit trotzdem zu genießen. Stimmungsvolle Dekoration, heißer Glühwein und gemütliches Beisammensein bringen auch ohne Schnee festliche Atmosphäre. Und wer unbedingt weißes Winterfeeling möchte, könnte einen Ausflug in die höheren Lagen wagen.
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Fazit: Weiße Weihnachten bleiben in vielen Regionen Deutschlands ein seltenes Glück. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent oder mehr dürfen sich vor allem Bewohner in höheren Lagen Hoffnungen machen. Ob mit oder ohne Schnee – das Wichtigste bleibt, die Feiertage in vollen Zügen zu genießen!
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