Karambolagen und Stürze

Schlimmer Unfalltag in Sölden: Mehrere Schwerverletzte bei Pisten-Crashs – Skifahrer rast einfach weiter

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Unfälle wie hier können beim Skifahren passieren: Besonders schlimm enden sie meist, wenn mehrere Personen beteiligt sind. (Symbolbild)
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Sechs Unfälle innerhalb weniger Stunden. Im österreichischen Skigebiet Sölden ereigneten sich am Sonntag teils schwere Karambolagen. Eine mit Fahrerflucht.

Sölden – Am Sonntag (4. Februar) krachte es in Sölden mehrfach heftig. Bei Kaiserwetter in Österreich war viel los im beliebten Skigebiet. Dabei kam es zu sechs teils schweren Unfällen und mehreren Schwerverletzten.

Schwere Pisten-Unfälle in Sölden: Zwei Deutsche rasseln ineinander

Wie die Bezirksblätter Tirol und die Kronenzeitung berichten, ereigneten sich sechs Unfälle in etwa viereinhalb Stunden. In das erste Unglück waren zwei Deutsche gegen 10.50 Uhr verwickelt. Der Auslöser: Zwei Skifahrer, die an einer Engstelle auf der Piste standen. Der deutsche Skifahrer (58) musste ausweichen und knallte danach in die 59-jährige Frau. Sie stürzte, verletzte sich schwer und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Schöne Aussichten, rasante Pisten: Zehn Skigebiete in Europa, die Sie kennen sollten

Skifahrer sind bei Kitzbühel unterwegs.
Gut aufgehoben sind Skifans in KitzSki in Kitzbühel. Das Skigebiet wurde vom Bewertungs- und Testportal Skiresort.de mit 4,9 von 5 Punkten zum weltbesten Skigebiet 2022 gekürt. Besonders gute Bewertungen erhielt es für seine Familien- und Anfängerfreundlichkeit sowie das Pistenangebot generell.  © Christian Walgram/Imago
Die Johanniskapelle (1828 m) auf der Hohen Salve im Skigebiet Skiwelt Wilder Kaiser, höchste Wallfahrtskirche Österreich.
Ebenfalls gut bewertet wurde die SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental in Österreich: Hier kommen Skifahrer in den Genuss von 270 Pistenkilometern mit 20 Talabfahrten, 83 moderne Bahnen, drei Funparks und drei beleuchtete Rodelbahnen. Außerdem ist das Skigebiet das größte Nachtskigebiet Österreichs. © Hans-Werner Rodrian/Imago
Lifte im Wintersportzentrum Silvretta Arena im Skigebiet Ischgl Samnaun.
Auch das Skigebiet Ischgl/Samnaun ist jedem Skifan ein Begriff. 239 Pistenkilometer und 45 moderne Liftanlagen sorgen für das perfekte Skierlebnis auf österreichischem und Schweizer Boden. Außerdem ist Ischgl bekannt für seine angesagten Après-Ski-Partys in urigen Hütten. © Imago/imagebroker
Skigebiet Riffelberg mit Sessellift hinten Matterhorn
In einer Auflistung der besten und bekanntesten Skigebiete in Europa darf Zermatt nicht fehlen: Mit der längsten Ski-Abfahrt der Alpen, der höchstgelegenen Bergstation und 38 Bergen, die die 4.000-Marke knacken, mangelt es hier wirklich nicht an Action – und das alles vor der Kulisse des Matterhorns (4.478 Meter), einem der höchsten Berge der Alpen.  © Günter Gräfenhain/Imago
Chalets im Skigebiet Val Thorens in Frankreich
Das Skigebiet Val Thorens in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes wurde 2022 von der Tourismusplattform European Best Destinations zum besten Skigebiet in Europa gekürt. Bekannt ist es für seine innovativen Techniken und ein großes Angebot für Junge und Junggebliebene. Zudem ist es mit 600 Pistenkilometern das größte Skigebiet der Welt. © Imago/agefotostock
Langwieseabfahrt im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis
Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis bezeichnet sich selbst als DAS Skigebiet für Familien. Auf 186 Pistenkilometern ist auch einiges geboten, von einem Kids Funpark über eine Kinderschneealm bis hin zu Snowparks für Anfänger und Könner.  © Stefan EspenhahnI/Imago
Bergstation Kandahar-Express im Skigebiet Garmisch-Classic.
Auch im Skigebiet Garmisch-Classic haben Skifans aller Altersgruppen etwas zu tun. Zu den Highlights gehören die berühmte Kandahar-Abfahrt und das Ixis Kinderland.  © Hans-Werner Rodrian/Imago
Skifahrer im Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien.
Vor der Naturkulisse der Dolomiten befindet sich das Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien. Auf über 120 Pistenkilometern sind alle Schwierigkeitsgrade von schwarz bis grün geboten – Langeweile kommt also nicht auf.  © Liu Yongqiu/Imago
Ein Mann beim Skifahren im Skigebiet Arlberg.
Wer ans Skifahren denkt, kommt am Arlberg ebenfalls nicht vorbei: Die Wiege des alpinen Skilaufs ist eines der größten Skigebiete der Welt und mit über 300 Kilometer Abfahrten für alle Schwierigkeitsgrade ein wahres Schneeparadies. Außerdem gibt es mehr als 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten und viele Übungsgeländer für die Kleinen.  © Robert Niedring/Imago
Skigebiet Val Gardena in Italien
Inmitten der Dolomiten wartet auch das Skigebiet Gröden auf Sie. Von den World Ski Awards wurde es 2022 zum besten Skiresort Italiens gekürt. Zum Skifahren und Snowboarden stehen Besuchern 178 Pistenkilometer zur Verfügung, außerdem werden die Gäste von 79 Liften befördert.  © Imago/agefotostock

Ski-Fahrerflucht in Sölden: Unbekannter bringt deutsche Skifahrerin zu Fall – und fährt einfach weiter

Nur wenige Momente später verletzte sich eine weitere deutsche Skifahrerin (58) schwer. Und der zweite Beteiligte düste einfach weiter. Fahrerflucht auf der Piste in Sölden. Die Skifahrerin hatte den Berichten zufolge zu einem Linksschwung angesetzt, als der Unbekannte über ihre Ski schlitterte. Durch die Kollision kam die Frau zu Fall, wurde auf der Piste erstversorgt und schließlich zu einem Arzt in Sölden abtransportiert. Lokale Medien sprechen auch hier von schweren Verletzungen, nennen jedoch keine Details.

Keine zwanzig Minuten darauf musste ein Notarzthubschrauber zum Gaislachkogel ausfliegen. Ein deutscher Skifahrer (59) hatte die Kontrolle verloren, kam von der Piste ab und stürzte etwa zehn Meter eine Böschung hinunter. Die Pistenrettung kümmerte sich vor Ort. Der Helikopter flog den deutschen Urlauber ins Krankenhaus Zams, wo auch zwei Verletzte des Gondelunglücks an der Acherkogelbahn untergebracht waren.

Zur selben Zeit krachten ein deutscher Snowboarder (20) und eine niederländische Skifahrerin (36) am Giggijoch ineinander. Die Frau verletzte sich laut übereinstimmenden Berichten schwer und wurde von der Pistenrettung ins Tal gebracht.

Oberschenkel aufgeschlitzt: Skifahrerin schlittert Teenager in Sölden über die Beine

Nicht der letzte heftige Unfall am Giggijoch an diesem Tag. Am Nachmittag wurde dort ein Teenager (14) aus Tschechien verletzt. Der junge Snowboarder saß auf der Piste, dann schlitterte eine Skifahrerin (49) aus der Ukraine über seine Oberschenkel, beschreibt die Kronenzeitung. Die Folge: Tiefe Schnittwunden an den Oberschenkeln. Die Pistenrettung brachte den Jungen zu einem Arzt in Sölden.

Kurz darauf ein zweiter Einsatz am Gaislachkogel. Diesmal ein Unfall ohne Fremdeinwirkung. Ein niederländischer Urlauber (27) verlor die Kontrolle über seine Ski und krachte in einen Wegweiser. Wie schwer er sich dabei verletzt hat, ist nicht klar. Ein Notarzthubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus nach Zams. Ein ähnlicher Unfall ist im Januar einem deutschen Skifahrer passiert, er krachte in eine Hinweistafel und verletzte sich dabei schwer.

Pisten-Unfälle gehören zum Skisport offenbar leider dazu. Erst kurz nach Weihnachten war eine Skifahrerin im Gebiet Garmisch Classic so schwer gestürzt, dass sie verstarb. (moe)

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