Nach dem Starkregen: Stürzt der September in den Herbst? So entwickelt sich das Wetter
VonDominik Jung
schließen
Wechselhafte Tage: Die Wetterlage bleibt turbulent, doch der goldene Spätsommer blitzt noch einmal auf. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Nach den kräftigen Regenfällen zeigt sich das Wetter am Mittwoch (10. September) unterschiedlich: Während sich im Westen und Nordwesten zeitweise die Sonne durchsetzt und es meist trocken bleibt, dominieren in vielen anderen Regionen Wolken. Besonders im Süden hält sich dichte Bewölkung den ganzen Tag über, und dort wie auch im Norden treten teils kräftige Regenfälle auf. Entlang der Ostseeküste können sich sogar einzelne Gewitter bilden. Gegen Abend erreicht leichter Regen auch den Osten des Landes.
Die Temperaturen liegen zwischen rund 16 Grad im Süden und bis zu 25 Grad an der Neiße. Der Wind weht schwach bis mäßig aus östlicher Richtung. In der Nacht auf Donnerstag kommt es an der Ostsee, im Erzgebirge und an den Alpen erneut zu intensiven Niederschlägen. Auch im Westen setzt zum Morgen hin etwas Regen ein, während es in Teilen der Mitte zeitweise auflockert. Dort bleibt es überwiegend trocken, örtlich bildet sich Nebel. Die Tiefstwerte reichen von 10 bis 16 Grad.
Wetter am Donnerstag und Freitag: Windiger Übergang, Schauer und Gewitter
Der Donnerstag (11. September) bringt eine wechselhafte Mischung aus vielen Wolken und sich von West nach Ost verlagernden Schauern. An der Nordsee besteht zudem die Gefahr einzelner Gewitter. Die Temperaturen steigen etwas an und erreichen Werte zwischen 19 und 25 Grad. Der Wind frischt aus Südwesten auf, besonders an den Küsten und im Bergland können teils kräftige Böen auftreten. In der Nacht zu Freitag verdichten sich die Wolken im Umfeld der Nordsee sowie im Süden erneut, begleitet von schauerartigen und lokal gewittrigen Regenfällen.
Im Osten und in Teilen der Mitte bleibt es hingegen meist trocken. Die Temperaturen sinken auf 9 bis 15 Grad. Am Freitag (12. September) setzt sich das wechselhafte Muster fort: Sonne und Wolken teilen sich den Himmel, dazu treten verbreitet Schauer auf. An der Nordsee kann es längere Zeit regnen, auch mit Blitz und Donner. Die Höchstwerte bewegen sich von 19 Grad im Westen bis 23 Grad im Osten. Der Südwestwind weht mäßig bis frisch, an den Küsten und im Bergland sind stürmische Böen möglich.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Wochenende: Kurzer Spätsommermoment vor dem nächsten Regen
Am Samstag (13. September) zeigt sich der Osten von seiner freundlicheren Seite: Dort ist es über längere Zeit heiter und weitgehend trocken. In den übrigen Landesteilen bleibt es bei einem Mix aus Wolken und sonnigen Phasen, dazu treten wiederholt Schauer auf, im Norden auch einzelne Gewitter. Die Temperaturen erreichen zwischen 18 und 22 Grad, im Osten können es lokal bis 23 Grad werden. In der Nacht kühlt es auf 8 bis 13 Grad ab, nur örtlich fällt noch etwas Regen.
Der Sonntag beginnt in der Osthälfte und im Südosten mit längeren sonnigen Abschnitten und überwiegend trockenem Wetter. Aus Westen zieht jedoch neue, dichte Bewölkung auf, die im Tagesverlauf Regen bringt, welcher sich in der Nacht zum Montag ostwärts verlagert. Südlich der Donau regnet es dabei nur wenig. Mit 18 bis 22 Grad bleibt es für die Jahreszeit zwar recht mild, doch in den Nächten sinken die Temperaturen vielerorts schon auf 10 bis 15 Grad. Damit bestätigt sich: Ein Hauch von Spätsommer ist noch spürbar, doch die deutlich kühleren Nächte lassen keinen Zweifel – der Herbst klopft bereits an.