Achtung, in Italien

Anhalten verboten: Neue Ski-Regeln in Südtirol - Strafe hat es auch beim Überholen in sich

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Wer in diesem Winter in Südtirol Skiurlaub macht, sollte sich genau über die neuen Ski-Regeln informieren. Teilweise ist es sogar verboten, anzuhalten.

Bozen - In der italienischen Region Südtirol gelten in diesem Winter neue Vorschriften für alle Skifahrer auf den Pisten: Urlauber sollten sich diese vor ihrer ersten Fahrt ins Tal genau zu Gemüte führen. Auch die Carabinieri wurden in einer speziellen Schulung von einem skikundigen Richter über die Neuerungen informiert, die es im Landesgesetz gibt. Darüber berichtet die Neue Südtiroler Tageszeitung.

Ski-Urlaub in Südtirol: Neue Regeln für Skifahrer betrifft das Überholen und Engstellen

Laut eines Beschlusses des Landtags vom 23. Juli 2023 betrifft eine der Vorschriften das Überholen. Demnach sind die Wintersportler verpflichtet, „sich vor einem Überholen zu vergewissern, dass dafür ausreichend Platz und Sicht vorhanden ist, immer mit soviel Abstand, dass Überholte nicht behindert werden“. Diese Regelung dürfte für Wintersportler Sinn ergeben.

Italien bietet wunderschöne Pisten für Ihren nächsten Skiurlaub. Jedoch sind Regeln zu beachten. (Symbolbild)

Eine Regel bezüglich Kreuzungen gibt es ebenfalls, damit es nicht zu Unfällen kommt: Dort müssen sich Skifahrer vergewissern, ob jemand „von einer anderen Skipiste ankommt“, auch wenn dieser von oben angefahren komme.

Auch kommt bei den neuen Regeln sogar ein striktes Verbot hinzu: „An Engstellen, in der Nähe von Kuppen oder an unübersichtlichen Stellen anzuhalten, ist verboten.“ Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit 100 bis 150 Euro Strafe rechnen. Außerdem ist dann der Ski-Pass futsch.

Südtirol: Richter gibt Workshop für Carabinieri wegen neuer Ski-Regeln

Das Skipistengesetz von 2010 wurde im Juli umfassend geändert und an das Staatsgesetz von 2021 angepasst. Damals wurden auch die Bußgelder für Skifahrer ohne Versicherung eingeführt, sowie neue Bestimmungen für die Betreiber von Skipisten.

Im letzten Winter hatten die Carabinieri mit 6000 Kontrollen und 4000 Rettungseinsätzen viel zu tun. Laut Oberst Raffaele Rivola stellt der Pistendienst gar die hauptsächliche Aktivität der Ordnungshüter in der Zeit von Dezember ist April dar. Anlässlich der neuen Regeln nahm sich ein Richter mit reichlich Ski-Erfahrung speziell Zeit, um diese für die Carabinieri zu veranschaulichen. Dafür ging es für die Rechtsexperten sogar auf die Piste.

Die Stadt Bellagio will den Wintersport auf dem Monte San Primo wiederbeleben. Doch Widerstand formiert sich – sogar Hollywood könnte involviert sein. In Österreich gab es indes eine Seilbahn-Panne. (cgsc)

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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