Altweibersommer in Deutschland: Wie wahrscheinlich eine stabile Spätsommerlage im September ist
VonDominik Jung
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Deutschland hofft auf sonnige Spätsommertage – doch die Wetterlage bleibt wechselhaft. Kommt noch ein stabiles Hoch? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Am Donnerstag (11. September) verabschieden sich im Osten die letzten Regenschauer, bevor sich die Wolken stellenweise lockern. In vielen Regionen dominiert allerdings ein wolkiges bis stark bewölktes Bild, begleitet von wiederholten Schauern, teils auch kurzen Gewittern.
Die Temperaturen steigen auf 19 bis 25 Grad und zeigen damit leichtes Spätsommerpotenzial, werden aber immer wieder durch den mäßigen bis kräftigen Südwestwind gedämpft, der vor allem an der Küste und in höheren Lagen mit Böen durchgreift. In der Nacht zum Freitag zieht von Westen und Süden her erneut Regen herein, der teils schauerartig verstärkt und vereinzelt gewittrig ist. Im Osten bleibt es dagegen überwiegend trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 9 und 14 Grad, in klareren Mittelgebirgslagen etwas kühler. Ein bunter Wettermix über Deutschland.
Wetter in Deutschland bringt Freitag und Samstag bunten Mix
Der Freitag (12. September) bringt ein regelrechtes Wetter-Mischprogramm: Mal zeigt sich die Sonne, mal dominieren dichte Wolken mit Schauern und einzelnen Gewittern. Besonders in der Mitte und im Osten mischt das Wetter kräftig mit, während es an der Nordsee teils länger regnet. Dazu weht ein frischer Südwestwind, an den Küsten mit stürmischen Böen. Die Höchstwerte bewegen sich von West nach Ost zwischen 19 und 23 Grad. Nachts bleibt es im Südosten und Nordwesten wolkenverhangen, während andere Landesteile aufklaren können.
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Spätestens am Samstag (13. September) trübt sich der Himmel jedoch vielerorts wieder ein. Zwar gibt es im Osten anfangs noch ein paar größere Aufhellungen, doch insgesamt setzen sich erneut dichte Wolken mit teils kräftigen Regenfällen durch. Auch Gewitter können eingelagert sein. Mit 18 bis 23 Grad bleibt es für die Jahreszeit zwar mild, aber weit entfernt von stabil-sonnigem Hochdruckwetter.
Ein Hauch Spätsommer, aber ohne Durchbruch
Am Sonntag (14. September) und Montag (15. September) wiederholt sich das bekannte Muster: Im Norden und in der Mitte bestimmen Wolken und Regen das Bild, während der Süden mitunter sonnige und trockene Abschnitte genießt. Am Alpenrand zeigt sich die Sonne am freundlichsten, mit Höchstwerten bis 24 Grad. Der Montag kann regional sogar bis 27 Grad warm werden, doch begleitet von böigem Wind und neuer Schauertätigkeit im Norden wirkt das Ganze eher unruhig.
Auch am Dienstag bleibt das Spätsommerwetter schwer berechenbar: Sonne und Wolken wechseln sich ab, später entwickeln sich teils kräftige Schauer und Gewitter. Mit 20 bis 26 Grad zeigt sich zwar noch einmal das Potenzial eines goldenen Septembers, doch die Wetterlage erinnert eher an ein Auf und Ab mit angezogener Handbremse. Von einem stabilen Schönwetterhoch, das Deutschland den ersehnten Altweibersommer bringt, ist jedenfalls noch nichts in Sicht, so die aktuelle Analyse. Auch für den Winter gibt es erste Prognosen.