VonMoritz Bletzingerschließen
Es regnet Asche südöstlich von Mexiko-Stadt. Der Vulkan Popocatépetl ist aktiv. Millionen Menschen in der Region sind betroffen, 7000 Soldaten im Einsatz.
Update vom 23. Mai: Über 7000 Soldaten waren am Montag in der Umgebung des Vulkans im Einsatz, sie prüften Evakuierungsrouten und Notunterkünfte. Der Popocatépetl spuckt Asche, Lava und Pyroklasten, die Rauchsäule ist 1600 Meter hoch. Mexikos Katastrophenschutz erhöhte die Warnstufe auf „Gelb Phase 3“, nur einen Schritt vor Alarmstufe Rot.
Seit drei Tagen regnet es Asche aus dem Vulkan in der Nähe von Mexiko-Stadt. Der internationale Flughafen der Stadt Puebla ist geschlossen. In 40 Städten und Gemeinden fiel der Präsenzunterricht an Schulen aus, die Bevölkerung ist angehalten zu Hause zu bleiben und Türen wie Fenster geschlossen zu halten. Vulkanische Asche trübt die Luft in den Städten nahe des Vulkans.
Erstmeldung vom 21. Mai: München/Mexiko-Stadt – Der Vulkan Popocatépetl spuckt seit Tagen immer wieder Asche, Dampf und Gas. Angesichts der erhöhten Aktivität hat die Regierung von Mexiko jetzt die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Das bedeutet: Die Bevölkerung soll sich für eine Evakuierung bereithalten. Am Montag prüft der nationale Zivilschutz voraussichtlich Fluchtrouten und Anweisungen von Notunterkünften überprüft.
25 Millionen Menschen betroffen: Regierung von Mexiko erhöht Warnstufe wegen Vulkan Popocatépetl
Die Behörde für Katastrophenprävention empfiehlt den Menschen in der Region außerdem, möglichst in geschlossenen Räumen zu bleiben. Wer ins Freie geht, soll Mund, Nase und Augen schützen.
Popocatépetl liegt rund 85 Kilometer südöstlich der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt. Im Umkreis von 100 Kilometern um den Vulkan leben etwa 25 Millionen Menschen.
Wegen des Ascheregens schloss die Regierung bereits 900 Schulen, am Samstag fiel der Flugverkehr an zwei Flughäfen in Mexiko-Stadt vorübergehend aus.
Popocatépetl ist einer der aktivsten Vulkane Mexikos – letzter Ausbruch ereignete sich 2013
Der Popocatépetl ist einer der aktivsten Vulkane des Landes, um ihn herum gilt eine Sperrzone von zwölf Kilometern. Zuletzt spuckte er im Januar 2020 Lava. Der letzte größere Ausbruch ereignete sich 2013. Damals erreichte die Asche vier Bezirke von Mexiko-Stadt.
Im mexikanischen Bundesstaat Puebla ereignete sich im vergangenen Jahr ein Naturphänomen, das Experten nicht erklären konn-ten. Ein gigantischer Krater tat sich auf. Und das Erdloch wuchs unaufhörlich weiter. (moe mit dpa)
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