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Nach dem frühlingshaften Traumwetter kommt der Absturz – doch ein Meteorologe hat überraschend gute Nachrichten.
München – Der Frühling hat sich in den letzten Tagen von seiner schönsten Seite gezeigt: Sonne satt, Temperaturen bis zu 23 Grad, und das schon im März. Doch jetzt schlägt das Wetter um – und das ziemlich deutlich. Ab Samstag (22. März) zieht Regen auf, und es kommt sogar zu einem spektakulären Phänomen: Blutregen. Denn der Saharastaub, der sich in der Atmosphäre gesammelt hat, wird vom Regen ausgewaschen und sorgt für rote Schlieren auf Autos und Fenstern. Im Süden Europas sorgen schwere Unwetter bereits jetzt für Chaos.
Trotzdem gibt es Entwarnung von Diplom-Meteorologe und Klimaexperte Dominik Jung von wetter.net: „Wir erleben zwar einen Wetterumschwung, aber der große Temperatursturz bleibt aus. Die nächste Woche wird wechselhaft, aber mild.“ Das bedeutet: Keine Panik vor eisigen Kälteeinbrüchen oder Schneemassen – auch wenn es sich am Wochenende erstmal deutlich kühler anfühlt.
Von Saharastaub zu Blutregen – das Wetter kippt: Doch wie heftig fällt der Absturz wirklich aus?
Viele fragen sich: Wie stark kühlt es nach dem frühlingshaften Wetter ab? Die Antwort: Der Absturz ist spürbar, aber moderat. Am Wochenende sinken die Temperaturen in weiten Teilen Deutschlands auf 14 bis 19 Grad. Im Südwesten sind am Samstag (22. März) sogar noch einmal bis zu 23 Grad möglich. In der kommenden Woche pendeln sich die Werte dann meist bei 12 bis 17 Grad ein. Besonders beruhigend: Nachts bleibt es überwiegend frostfrei, denn dichte Wolken verhindern ein zu starkes Abkühlen. Der gefürchtete Kaltlufteinbruch bleibt also aus. Stattdessen erwartet uns ein klassisches Aprilwetter schon im März – mal Regen, mal Sonne, aber insgesamt recht mild.
Warum der Winter endgültig vorbei ist
Noch vor wenigen Tagen sahen die Wettermodelle anders aus, doch jetzt haben sie sich klar gewandelt. Ein verspäteter Wintereinbruch mit Schnee in tiefen oder hohen Lagen ist so gut wie ausgeschlossen. Die warmen Luftmassen dominieren weiterhin. Auch bis Anfang April deutet nichts darauf hin, dass es noch einmal richtig kalt wird. Das sind beruhigende Nachrichten für alle, die sich nach Frühling sehnen. Der gefürchtete Spätwinter bleibt in diesem Jahr wohl aus. Für Gartenfreunde und alle, die draußen aktiv sein wollen, bedeutet das: Frühblüher und erste Aussaaten sind sicher.
Das Wetter bleibt launisch – aber mild
Trotz aller guten Nachrichten bleibt das Wetter launisch. Die nächsten Tage und Wochen werden von wechselhaftem Wetter geprägt sein. Immer wieder gibt es Regenschauer, dann wieder sonnige Abschnitte. Das Auf und Ab bleibt, aber eben ohne extreme Kälteeinbrüche. Wer sich jetzt schon auf den Sommer freut, muss sich noch etwas gedulden – aber immerhin können wir den Frühling genießen, ohne dicke Jacken und Eiskratzer. Dominik Jung fasst es treffend zusammen: „Es bleibt mild und frühlingshaft – auch wenn es nicht immer sonnig sein wird.“
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