VonVeronika Arnoldschließen
Auf der Brennerautobahn mussten Autofahrer am Wochenende eine harte Geduldsprobe durchstehen. Zwei Baustellen führten zu schier endlosen Staus.
Bozen – Keine Besserung der Verkehrslage auf der Brennerautobahn: Zwei Baustellen auf der A13 und A22 sorgten am Wochenende erneut für einen gigantischen Stau auf dem Weg nach Italien und Österreich. Sowohl auf der sanierungsbedürftigen Luegbrücke als auch beim Grenztunnel am Brennerpass konnte der Verkehr aufgrund von Sanierungsarbeiten nur auf einer Spur rollen. Die Folge: Italien-Urlauber steckten vor allem am Samstag (12. Oktober) bis zu drei Stunden im Verkehrschaos fest.
Stundenlange Staus auf Brennerautobahn in Italien und Österreich – „Es gibt immer wieder Beschimpfungen“
Am Samstagabend beruhigte sich die Lage etwas, doch auch am Sonntag (13. Oktober) mussten die Verkehrsteilnehmer offenbar noch viel Geduld mitbringen. Die Autos stauten sich vom Brenner bis vor die Mautstelle Sterzing in Südtirol zurück. Vergeblich versuchten einige Autofahrer auf die B 182, die Brennerstraße auszuweichen. Doch auch die Alternativstrecke war hoffnungslos überlastet.
Autofahrer kommen inzwischen an die Grenzen der Geduld. „Es gibt immer wieder Beschimpfungen, auch von den Einheimischen, die sagen, dass wir etwas tun sollen“, schildert der Inspektionskommandant der Polizeiinspektion Steinach in Österreich, Thomas Zingerle, der Tiroler Tageszeitung.
Ähnliches berichtet auch der Bürgermeister der Gemeinde Brenner in Südtirol. „Die Erreichbarkeit des Brenners und von Gossensaß ist zu verschiedenen Zeiten nicht mehr gegeben und es bedarf einer besonderen Portion an Geduld und Verständnis“, sagt Martin Alber gegenüber der Neuen Südtiroler Tageszeitung.
Chaos auf der Brenner-Autobahn: Baustellen dauern noch wochenlang
Noch ist kein Ende der aufreibenden Verkehrslage in Sicht. Auch die Polizei hat mit der Situation zu kämpfen. „Wir tun, was möglich ist, aber es ist schwierig. Wir sind am Ende unserer Möglichkeiten, den Verkehr zu beeinflussen“, bedauert Zingerle von der Steinacher Polizei gegenüber der Tiroler Tageszeitung.
Doch ASFINAG-Sprecher Alexander Holzedl gibt im ORF Tirol Hoffnung, dass zumindest der Stau-Höhepunkt bereits überstanden sein könnte: „Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden zwei bis drei Wochen, in denen die Baustelle noch dauern wird, weniger Behinderungen geben werde“.
Die Bauarbeiten an den maroden Brenner-Brücken sorgen nicht erst seit diesem Jahr für lange Staus. Ein Zustand, der leider noch weiter anhält. (vh)
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